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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das nennt man dann Meisterwerk, 7. Mai 2005
Jedes Tocotronic-Album ist etwas besonderes, doch "Tocotronic" ist nicht nur der größte Umbruch in der Bandgeschichte, sondern auch der (bisherige) Höhepunkt.Die Details im einzelnen: 1. "This Boy Is Tocotronic": Und es rockt doch. Das perfekte Einstiegstück, da es ankündigt, dass jetzt etwas neues kommt. In seiner Leidenschaft geht es schon sehr Richtung "Pure Vernunft..." 2. "Alles wird in Flammen stehen": etwas ruhiger, jedoch ein weiteres fantastisches Liebeslied ganz in der Tradition aller Tocotronic-Liebeslieder. Gnadenlos bis zur Selbstaufopferung, voller Sehnsucht und Leidenschaft. 3. "Hier ist der Beweis": ein verträumtes, trotziges Lied. "Diese Jungs sind anders wie man weiß." Ja, weiß man. 4. "Hi Freaks": vielleicht eines der besten Lieder aller Zeiten, fraglos das Highlight dieses Albums. Episch, großartig, wundervoll getextet, perfekt komponiert. Hier geht es einfach nur um alles oder nichts. 5. "Führe mich sanft": wieder ein Aufruf zur Leidenschaft mit grandiosen Gitarren- und Schlagzeugeinsatz und tollem Finale. 6. "Free Hospital": sicher kein schnelles Stück, aber wenn es erstmal losgeht lässt es einen kaum los. Die musikalische Umsetzung von Zufriedenheit. 7. "Das böse Buch": Wegfindung? Liebeslied? Bestandsaufnahme? Oder alles zusammen? Ich nehme Liebeslied. 8. "Näher zu dir": der Titel deutet es schon an, ein sehr reines Liebeslied bzw. ein Lied über den Moment bevor es groß wird. Oder ist das dann der größte Moment? 9. "Schatten werfen keine Schatten": wieder ein Liebeslied, was nichts macht, weil Tocotronic Liebeslieder machen, die jenseits jeglicher Liebeslieder-Tradition stehen. Soghaftere und zärtlichere Texte hört man selten. 10. "Dringlichkeit besteht immer": die Musik treibt an, die Stimme ist träge und bringt doch wieder alles was diese Band ausmacht auf den Nenner: Leidenschaft, Selbstaufgabe, Sehnsucht. 11. "Die Wolke der Unwissenheit": das zweitbeste Lied der Platte, von fast unerträglicher Schönheit, die Musik baut langsam eine Spannung auf, die sich in einer sanften Explosion auflöst, überlagert von Dirk von Lotzows überschnappender Stimme und dem Text, der einen gnadenlos in seinen Bann schlägt. So illustriert man Gefühle. 12. "Drama": na gut, das Instrumentalstück erscheint etwas überflüssig, ist aber doch nett anzuhören. Es klingt jedenfalls nicht nach irgendwas, was der Titel vermuten lässt. 13. "Neues vom Trickser": wirkt fast wie eine Rückblick auf dieses Album oder sogar auf alle Alben und dass "eins zu eins" jetzt vorbei ist, sagt ja auch alles was man über Tocotronics neue Richtung sagen muss. Ein makelloses Meisterwerk.
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