34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
interessante Familientragödie, 16. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Tochter der Schuld: Roman (Taschenbuch)
Am Tag vor ihrem 40sten Geburtstag bricht die Welt von Alayne zusammen: ihre Tochter verlässt das Haus um zu studieren, sie findet heraus daß ihr Mann seit 6 Monaten eine Affäre hat und ihre Großmutter liegt nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Außerdem stehen Polizisten bei ihr vor der Tür, weil im früheren Gasthaus ihrer Großmutter eine Leiche gefunden wurde. Alayne flüchtet ins Haus ihrer Großmutter, um sich über ihre Lage klar zu werden. Dort findet sie auf dem Dachboden alte Säuglingskleidung.
Als ihre Großmutter Edith wieder aus dem Koma erwachte, erzählt sie die Geschichte aus dem Jahr 1936 von Edwina, deren Liebe zu einem Adligen durch Intrigen zerstört wurde...
Das Buch ist wunderbar geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Ich habe mich sehr gut zurechtgefunden und konnte mir die einzelnen Charaktere und die Umgebung bildlich vorstellen. Die Spannung war von Beginn an da und ich habe es immer sehr bedauert, das Buch aus der Hand legen zu müssen. Die Geschichte hat mich bewegt und ich habe von Anfang an mitgefiebert. Es ist mein zweites Werk dieser Autorin und ich bin wieder hellauf begeistert. Ein tolles Buch, das ich sehr empfehlen kann!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannung garantiert!, 28. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Tochter der Schuld: Roman (Taschenbuch)
"Tochter der Schuld" ist ein hochtrabender Titel für ein liebenswertes Buch, das vom Anfang bis zum Ende spannend ist. Tragisch wird hier eine kriminelle Geschichte erzählt, für die man so viel Verständnis aufbringt, dass man mit den "Verbrechern" mit empfindet und sogar mitleidet. In 3 Tagen habe ich das Buch gelesen, da ich es nicht weglegen konnte.
Für Alayne fällt auf einmal ihr Leben wie ein Kartenhaus zusammen: Ihre Tochter geht mit ihrem Freund überraschend nach USA zum Studieren, und sie findet heraus, dass ihr Ehemann sie mit ihrer besten Freundin, ihrer Chefin, betrügt. Somit verliert sie auch gleichzeitig ihren Arbeitsplatz. In diesem Gefühlschaos, in das sie dabei fällt, erhält sie die Nachricht, dass sich ihre geliebte Großmutter Edith, die sie aufzog, in lebensbedrohlichem Zustand im Krankenhaus befindet. Hinzu kommt, dass sie Besuch von einem Kriminalbeamten erhält, der ihr mitteilt, dass man beim Abbruch des ehemaligen Pubs ihrer Großmutter ein Skelett fand. Sie besucht Edith im Krankenhaus, die seit ihrem Schlaganfall auf der Intensivstation liegt.
Als diese aus dem Koma aufwacht und Alayne ihr von dem grausigen Fund berichtet, kollabiert sie erneut. Die Ärzte machen ihr keine Hoffnung, dass die alte Dame wieder aufwacht. So fährt sie ins Cottage von Edith und stöbert auf deren Dachboden. Dabei findet sie eine Tüte mit uralten Babysachen aus feinster Seide, die mit einem handgestickten edlen Wappen verziert sind. Sie recherchiert und erfährt dabei, dass dieses Wappen zum alten Adelsgeschlecht der Pencarrons gehört. Auf deren Familienschloss in Cornwall geschah 1940 ein großen Unglück, in dessen Verlauf deren Baby entführt wurde, Lord Henry beim Brand des Schlosses ums Leben kam und Lady Sarah sich danach das Leben nahm.
Als Edith wider Erwarten aus dem Koma erwacht, ist nicht nur Alayne bei ihr, sondern auch ihre Tochter Blanche, die in Frankreich lebt. Edith bittet die beiden um Gehör, denn sie müsse ihnen vor ihrem Tode etwas Wichtiges sagen. So legt sie ihre Lebensbeichte ab...
An dieser Stelle wird die Geschichte in die Jugend der alten Dame zurückgedreht und sehr realistisch deren bewegte Lebensgeschichte erzählt, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Die Vorkriegszeit, der tragische und entbehrungsreiche Krieg sowie auch der Aufbau danach wird so plastisch und drastisch geschildert, dass einem manchmal die Luft weg bleibt. Dass trotzdem auch die Liebe hier nicht zu kurz kommt, berührt das Herz!
Ich werde sicher noch mehr Bücher dieser Autorin lesen!
Fazit für dieses Buch: Sehr empfehlens- und lesenswert!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
lässt den Leser die Zeit vergessen, 26. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Tochter der Schuld: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich den Klappentext las, dachte ich nur: so ein ähnliches Buch hast du doch letztens schon einmal gelesen. Doch nach den ersten hundert Seiten musste ich feststellen, dass die Beschreibung auf der Buchrückseite den Leser in die Irre führt. Denn ich war davon ausgegangen, dass Edith bereits tot ist und Alayne den Hinweisen nachjagt, die die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Großmutter näher beleuchten. Doch stattdessen weiht Edith auf ihrem Sterbebett Tochter Blanche und Enkelin Alayne in ein Geheimnis ein, das sie schon seit Jahrzehnten mit sich herumträgt.
Dieser Roman war mein erster von Ricarda Martin und nach den ersten fünfzig Seiten hatte ich das Gefühl, dass er auch mein letzter gewesen sein wird. Denn obwohl sich das Buch sehr gut lesen lies und mich in seinen Bann zog, war die Handlung am Anfang leider ziemlich vorhersehbar. Doch als Edith begann ihre Geschichte zu erzählen, lies dieses Manko zum Glück nach. Die Autorin hat einen sehr guten Eindruck von dem Leben in Cornwall und London vor und während der Zeit des Zweiten Weltkriegs vermittelt, dass ich das Gefühl hatte selbst dabei gewesen zu sein. Außerdem fesselte mich der Schreibstil von Ricarda Martin so sehr, dass ich das Buch schon nach drei Tagen ausgelesen hatte.
Trotz der anfänglichen Vorhersehbarkeit kann ich das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen. Denn wer über diese kleine Schwäche hinweg sieht, kann sich an einem Roman erfreuen, der einen die Zeit und das schlechte Herbstwetter vergessen lässt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das nächste Buch von Ricarda Martin.
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