Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein einziges Werk, das Weltruhm begründet -- im Falle der Margaret Mitchell war dies
Vom Winde verweht. Millionen Leser in aller Welt kennen die tragische Liebesgeschichte um Scarlett O'Hara und Rhett Butler inmitten des amerikanischen Bürgerkrieges. Doch die Autorin ist den meisten nur namentlich bekannt, über ihr Leben weiß man gemeinhin wenig. Das liegt zum Großteil an Mitchell selbst, die zeit ihres Lebens alles tat, um ihr Privatleben und alles, was mit der Entstehung und den Hintergründen von
Vom Winde verweht zu tun hatte, zu verbergen bzw. zu verschleiern suchte. Doch
Tochter des Südens ist mehr als eine Biografie über Margaret Mitchell, es ist auch streckenweise eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Dokumentierung eines Medienereignisses und ein Panorama der amerikanischen Geschichte, besonders des Südens, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Pyron geht in der Familiengeschichte der Mitchells bis in die Generation der Großeltern zurück, schildert die Gesellschaft und geistige Atmosphäre, in die Mitchell 1900 hineingeboren wurde und die ihr Leben und Empfinden immer bestimmen sollten. Ihrer Kindheit und Jugend widmet er sich ausführlich, analysiert ihre frühen Texte bis zu ihrer Zeit als Journalistin und geht besonders auf das schwierige und zwiespältige Verhältnis zu ihrer Mutter ein, die sie zeitlebens mehr beeinflussen sollte als ihr lieb war. Die zweite Hälfte des Buches steht ganz im Zeichen von Vom Winde verweht. Akribisch werden Inhalt, Chronologie der Entstehung sowie die -- von Mitchell immer abgestrittenen -- Parallelen zu ihrem eigenen Leben untersucht. Den zeitweise an das Absurde grenzenden Umständen der Verfilmung folgt man mit Spannung.
Die umfassende und kritische Darstellung geht jedoch weit über diese Äußerlichkeiten hinaus. Man lernt eine stets aufbegehrende, eigenwillige und streitlustige (in späteren Jahren, verschärft durch ihre zahlreichen schweren Krankheiten, geradezu streitsüchtige) Frau kennen, die sich sozial-national engagierte und einerseits für die Frauenemanzipation kämpfte, aber andererseits tief geprägt von einem traditionellen Verständnis der Frauenrolle war. --Osseline Kind
Kurzbeschreibung
Millionen Leserinnen und Leser in aller Welt liebten und litten mit Scarlett O'Hara und Melanie Wilkes, doch die Schöpferin dieser Frauengestalten ist vielen kaum bekannt. Kein Wunder, denn sie tat alles um ihre Privatsphäre zu wahren und die Entstehungsgeschichte ihres Welterfolgs zu verschleiern, indem sie Legenden und Märchen darum rankte. Der amerikanische Historiker Darden Asbury Pyron erzählt die wahre Geschichte des Romans und der Frau, die ihn schrieb.