Kurzbeschreibung
Klappentext
Dank ihrer starken Persönlichkeit und ihres Einfühlungsvermögens gewann sie nachhaltigen Einfluß auf eine Reihe der wichtigsten arabischen Führer. Sie wurde zur Vorkämpferin der arabischen Unabhängigkeit und war maßgeblich an der Gründung des Irak beteiligt.
Diese Auswahl aus Gertrude Bells Aufzeichnungen, Berichten und Briefen dokumentiert nicht nur ihr erstaunliches Leben, sie trägt auch wesentlich zum Verständnis der aktuellen Geschehnisse im Mittleren Osten bei.
Auszug
Gelehrte, Historikerin, Archäologin, Forscherin, Schriftstellerin, Alpinistin, Gartenfreundin, hervorragende Dienerin des Staates. Sie wurde hier geboren am 14. Juli 1868 und starb am 12. Juli 1926 in Bagdad.
Diese Worte stehen auf der Gedenktafel an Gertrude Bells Geburtshaus in der englischen Grafschaft Durham. Das Haus gehörte ihrem Großvater, Sir Isaac Lowthian Bell, einem äußerst erfolgreichen Kohlengrubenbesitzer, Stahlfabrikanten und Gründer eines blühenden Industrieimperiums. Gertrude erbte seine intellektuelle Brillanz, seine Willensstärke, und ihm verdankte sie den bedeutenden finanziellen Rückhalt, der ihr die sorgenfreie Verwirklichung all ihrer Reisen und Unternehmungen ermöglichte.
Gertrude verlebte eine äußerst behütete Kindheit und wurde nach den besten Traditionen des englischen Landadels erzogen. Als sie drei Jahre alt war, ereignete sich in dieser heilen Welt eine Tragödie: Ihre Mutter starb wenige Tage nach der Geburt eines Sohnes - Maurice -, und Hugh Bell, Gertrudes Vater, war jahrelang untröstlich.
Doch 1876 heiratete er zum zweitenmal. Florence Olliffe war mit der künstlerischen und literarischen Elite von Paris aufgewachsen und entweder durch Blutsverwandtschaft...