Anhand von Auszügen persönlicher Briefe Gertrude Bells wird hier der Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau nachgezeichnet. Man erhält einen Überblick über ihre Äktivitäten, wie zum Beispiel das Bergsteigen oder ihre Wüstenreisen. Leider bleiben die erklärenden Teile zwischen den Briefen zu knapp. Das Buch erhellt nur wenig ihre Mitarbeit während des Ersten Weltkrieges im Arab Bureau, dem auch T.E. Lawrence angehört. Auch die Rolle, die sie in den Folgejahren im Irak spielte, bleibt ungenügend erklärt. Selbst das persönliche Dilemma dieser sonst so starken Frau, erklärt sich nach Lektüre dieses Buches nicht. Zudem sind die Übersetzung ihrer Briefe aus dem Englischen etwas holprig. Dennoch ist dieses Buch eine leicht zu lesende Einführung für jemanden, der sich in aller Kürze über das Leben der Britin informieren will und keine tiefergehenden, geschichtlichen Interessen daran hegt. Allem anderen sei die Gertrude Bell Biografie von Janet Wallach empfohlen.