Es ist von den Vor-Rezensenten eigentlich fast alles gesagt, und ich kann mich nur anschließen.
Vielleicht zwei kleine Zusatzinfos, die aber die Klasse des Films nicht schmälern sollen:
1) Fans, die wie ich vor allem auf die raffinierten Arrangements von Cale abfahren, kommen vielleicht nicht ganz auf ihre Kosten. Dafür gibts die Alben. Es wird mehrfach im Film angesprochen: J.J. Cale optimiert unendlich akribisch an seinen Studio-Songs. Davon gibts wenig Kostproben und ansonsten nur Spekulationen, wie er wohl den Sound kreiert. Klar, da hält sich Cale bedeckt. Statt dessen viele Live-Music. Live ist eben live, und manche Stücke sind sogar super-minimalistisch; der Meister allein mit seiner Gitarre. Das hat viel Feeling, ist aber deutlich anders.
2) Die Interviews: J.J. Cale ist ja bekannt dafür, nicht viel Wind um seine Person zu machen. So auch hier. Fragen zu den Songs und der Musik, gern - das "Privatleben" bleibt eher außen vor. Es ist schon außergewöhnlich und verdienstvoll dass überhaupt hier und da Privates aufblitzt.(Bonus-Material anschauen!)
Einen J.J. Cale führt man eben nicht vor, wie einen Konfirmanten - gut dass es hier gar nicht erst versucht wurde.