Tja was soll man zu diesem Album ... einfach wahnsinn!!! Wer sich ein wenig im depressiven Black Metal Bereich auskennt, sollte schon einmal von dieser Band/Platte gehört haben. Sei dies nicht der Fall, so gilt es Hausaufgaben machen und NACHHOLEN!!! Denn diese Scheibe sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen! Eine wahnsinnig cleane Produktion und eine Stimme, die einen mit offenen Mund darstehen lässt. Der Opener ist noch sehr ruhig, klingt würdevoll und anmutig. Der zweite Song dieses Albums (To fade with the dusk) bricht jedoch sofort ins Gehör. Mit einer Stimme, die diesem Subgenre des Black Metals eigen ist, frisst sich das Lied in einen hinein. Man fühlt beinahe den Schmerz, den der Sänger ausdrückt. Auch wenn die Geschwindigkeit eher im midtempo Bereich angesiedelt ist, tut dies dem Song keinen Abbruch, sondern unterstützt die Struktur des Songs eher noch. This dreadful Emptiness kommt ehe getragener her und melancholisch. Auch wenn die Band aus Australien kommt, so erinnert mich die Stimme des Sängers ein wenig an einige einschlägige französische Bands diesen Genres (kann auch nur Einbildung sein). Nach der ersten Phase des Songs kommt ein beinahe unmenschlicher Schrei und der Song dreht noch einmal ein ganzes Stück auf. Es wird geschrien und "geheult", was das Zeug hält. Auch Blastbeats kommen in diesen Songs einige mal zum Tragen. Die Keyboards sind passend eingesetzt und überrumpeln den Song in keinsterweise, wie es oft im Black Metal Bereich der Fall ist. Und dann ... ganz plötzlich cleaner Gesang, bei dem man fast ins schwärmen gerät. Mit der Hauptmelodie endet der Song, bis schließlich das Klavier ihn ganz beendet. To lay like old Ashes beginnt gleich ohne Vorwarnung und stampft los. Die Stimme ist wieder in den höheren Ebenen angesiedelt, was dem ganzen einen verzweifelten Klang verleiht. Die Songs werden immer wieder durch ruhige Parts unterbrochen, nur um dann noch mal richtig einen draufzusetzen. Danach wieder ein Durchbruch und cleaner Gesang, der entfernt gar an Placebo erinnert.
Just for a Moment... ist meiner Meinung nach das Meister- und Herzstück dieses Albums und ich werde es nicht beschreiben. Diesen Song sollte man selbst hören und sich seine eigene Meinung bilden. Tja bei dieser ganzen Lobpreisung bleibt eigentlich nur noch die Frage, warum ich nur vier statt der fünf Sterne vergeben habe. Dies liegt für mich an Coma II, meiner Meinung nach der schwächste Song des Albums. Dies an sich wäre ja auch nicht weiter schlimm, doch erstreckt sich gerade dieser Song über 20 Minuten und böswillige Zungen würden behaupten, dass sie damit die Spiellänge der CD erhöhen wollten. Der Song wiederholt sich beinahe durchgängig die ganzen 20 Minuten über und es kommt kein Gesang und kein Schlagzeug zum tragen. Ich "frage" mich nur wieso Austere dieses Lied Coma II genannt hat ;). Das Ende der CD ertönt im klassischen Regen und Gewitter Sound. Nichts desto trotz sollte diese CD in keiner Sammlung fehlen und ich kann sie nur wärmsten empfehlen.