Dirk von Lotzow (Tocotronic) und Thies Mynther (Stella u.a.) treffen sich im Kulturcafe und beschliessen eine Platte zu machen, die die Welt sprachlos lässt. Das Ergebnis klingt gewollt ambitioniert und angestrengt. Grundsätzlich kombiniert 'To Damascus' DVLs persiflage-ähnlichen, deutsch-akzentuierten Sprechgesang mit Mynthers 100% elektronisch gesteuerten Arrangements. Das funktioniert da, wo Mynther an den Uptempo-Reglern dreht und das Duo sich simplem Elektro-Pop hingibt ('Secret Europe', 'Sticky Paws'). Auf er anderen Seite hat 'To Damascus' Momente in denen Arrangement und Lyrics die gerade noch erträgliche Pathos-Grenze erreichen, beispielhaft genannt der Titelsong, der erschrecknerweise an Outtakes von Witt (ja, genau der...) erinnert. 'To Damascus' ist kein Grund, DVL die Freundschaft zu kündigen, vielmehr liefert 'Thank God it's judgement day' das Schlußfazit: 'I don't find you guilty the things you accused yourself on'.