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Produktinformation

  • Darsteller: Sir Anthony Hopkins, Jessica Lange, Alan Cumming
  • Regisseur(e): Julie Taymor
  • Komponist: Elliot Goldenthal
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Rough Trade Distribution GmbH
  • Erscheinungstermin: 28. Januar 2003
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 162 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00007LLAW
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 9.901 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Viele sehen Titus Andronicus als Shakespeares schlechtestes Werk an. Diese blutrünstige Tragödie voller schurkischer Helden und endloser Rache scheint kaum der Stoff für ein großes Kino-Regiedebüt zu sein. Und doch hat sich Julie Taymor mit Titus kopfüber ins Filmemachen gestürzt. Herausgekommen ist eine spektakuläre Adaption, der es tatsächlich gelingt, noch Schönheit und Humor in diesem Blutbad zu finden.

Die Geschichte beginnt für Shakespeare-Standards recht einfach: Der gefeierte römische Krieger Titus Andronicus (Anthony Hopkins) kehrt siegreich aus einer hart umkämpften Schlacht zurück, um seine niedergemetzelten Söhne zu begraben. Als Rache für ihren Tod will er den ältesten Sohn seiner Erzfeindin Tamora (Jessica Lange) umbringen, der Königin der Goten. Tamora wiederum verführt den leicht zu umgarnenden neuen Kaiser und treibt ganz Rom in eine vernichtende Spirale von Rache, Wahnsinn und Tod.

Taymor, die für ihre Broadway-Produktion von König der Löwen einen Tony gewann, bringt ihr ganzes Gespür für die Bühne ins Spiel: Die Armeen sind hervorragend choreografiert, Blut wird so schaurig schön vergossen, dass es kaum wahr zu sein scheint, und die Charaktere sind in einer symbolischen Kombination aus altrömischen Gewändern und Kleidung aus dem 20. Jahrhundert kostümiert. Bei jeder Gelegenheit blitzt schwarzer Humor hervor, der selbst den schrecklichsten Momenten eine Art Karnevalsflair verleiht. Die herausragende schauspielerische Leistung von Hopkins (dessen verrückter Titus vielfach an Hannibal Lecter erinnert) und den Nebendarstellern macht diesen endlosen Verrat nur noch glaubhafter. --Claire Campbell



Produktbeschreibungen

EMS Titus, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 28.01.03

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessante Shakesspeare-Neuinterpretation, 2. Januar 2003
Von Jan Boltze "janb-aus-b" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Film basiert auf Shakespeares erstem Stück, einer düsteren Rache-Tragödie die vor allem als Shakespeares brutalstes Drama gilt. Und nach Ansehen dieses Films kann man nur sagen: nicht zu Unrecht! Denn Regisseurin Julie Taymor, gefeierte Theaterregisseurin aus den USA, erspart den Zuschauer nicht diese Grobheiten des Autors, sondern führt dem Zuschauer einige erschreckende Dinge vor Augen.
Nichtsdestotrotz ist dieser Film ein Stück atemberaubendes Kino: mutig und visionär in der Umsetzung. Die Besonderheit der Inszenierung ist es, dass es sich dabei nicht um eine Neuinterpretation, wie das Stück in heutiger Zeit aussehen würde, wenn Shakespeare es jetzt schreiben würde, handelt, auch nicht um ein "Period Picture", sondern dass Taymor fröhlich die Zeiten durcheinandermischt. So bekommt man Pferde, Ritterrüstungen aber auch Autos und Videospiele in einer faszinierenden und funktionierenden Mixtur vorgesetzt. Auch Elliot Goldenthals (er ist mit der Regisseurin verheiratet) brillanter Score unterstreicht dieses Konzept der Zeitlosigkeit: er mixt Swing-Musik mit archaischen Orchestersounds und Industrial Rock.
Alle Aspekte des Films scheinen wohl durchdacht, die Kameraarbeit ist ausgezeichnet und auch die Schauspieler liefern alle überzeugende Leistungen ab, insbesondere die beiden Hauptdarsteller Anthony Hopkins und Jessica Lange.
Jeder der Filmexperimenten gegenüber aufgeschlossen ist, sollte sich diesen Film anschauen- vorausgesetzt er ist gegenüber ziemlich heftiger Gewaltdarstellung nicht zu empfindlich.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Multikulturelles Chaos im alten Rom, 15. Februar 2005
Selten wird "Titus Andronicus" als Shakespears bestes Theaterstück bezeichnet. Meistens hört man das genaue Gegenteil. Dabei hat diese zu Unrecht vernachlässigte Tragödie ihre Reize. Sie gehört zu den "Rachetragödien" , einem Genre, daß früher so beliebt war wie heute Kriminalfilme. Die frische, kraftvolle Sprache zeigt bereits Shakespears Meisterschaft und natürlich ist dieses Stück längst nicht so abgenudelt wie "Hamlet", "Macbeth" und "Romeo und Julia".

Vor allem ist dieses Werk mit seinen Orgien der Gewalt bedrückend aktuell geblieben. Vor einigen Jahren schrieb deshalb auch der große Dichter Heiner Müller mit "Anatomie Titus Fall of Rome Ein Shakesearkommentar" eine neue Version der Tragödie.

In der Handlung leuchtet Shakespeare mit großer Menschenkenntnis die Abgründe der Seele aus, ohne unglaubwürdig zu werden. Er zeigt, daß die Vision eines multikulturellen Reichs mit Germanen, Asiaten, Afrikanern etc. unter römischer Führung ins Chaos führt.

Eine hochinteressante Theaterfigur ist auch der tückische, verschlagene Erzschurke Aaron, der sinnigerweise von einem Schwarzen verkörpert wird. Am Frankfurter Theater wurde dafür die treffende Rollenbezeichnung "Negativ Necher" erfunden.

Die Besetzung der Rollen mit hochkarätigen Schauspielern macht trotz einiger Längen die DVD sehenswert. Die Regie ist dem Stoff angemessen und weitgehend werkgetreu. Nur in wenigen Szenen tauchen Römer mit modernen Waffen und Fahrzeugen auf ( - Ja, Opas Theater ist tot!!!).

Technisch ist die DVD gut gelungen und liebevoll ausgestattet.
Gesamturteil: Absolut sehenswert!

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Unentschlossener TITUS - mit genialen Schauspielern!, 22. März 2004
TITUS ANDRONICUS wird von vielen als eines von Shakespeares schlechteren Stücken gewertet und findet sich nur noch selten auf den Spielplänen der Theater (mal abgesehen von Roberto Ciulli's Inszenierung mit dem Theater Mülheim an der Ruhr). Der Grund liegt auf der Hand: die blutrünstige Story über eine grenzlose Rache und die damit verbundene Ausrottung eines ganzen römischen Herrschergeschlechts findet nur noch bedingt Nachhall in der heutigen Zeit und ist nur schwer übertragbar. Heute wird mit anderen Waffen und vielleicht noch perfider der (politische) Gegener ausgeschaltet. Verwunderlich also, warum Regisseurin Julie Taymor ("Frida") gerade dieses Drama für ihre Verfilmung wählte. Soviel (überflüssige) Gewalt und Vernichtung wirken auf den heutigen Betrachter eher wie eine monströse Farce, eine Groteske des Aberwitzes.
So recht entscheiden konnte sich Taymor anscheinend nicht, in welcher Epoche sie ihren Film inszeniert. Das fast alle Szenen in Italien und auch in und um Rom spielen, mag eine Verbeugung vor dem antiven Stoff sein, gerade die Szenen im Colloseum sind eindrucksvoll. Doch nicht nur bei den Kostümen durchwandert die Produktion alle Stile und Epochen, sondern auch in der restlichen Ausstattung: spielen doch einige Szenen im römischen "Mussolini-Stadtteil" E.U.R und dort im Palazzo della Civiltà Italiana; ein Verweis auf die faschistische Vergangenheit der Stadt: schließlich sah sich der Duce ja auch gern als zweiter Augustus. Durch diese kruden Stilmix verwischen die Konturen der Geschichte hin und wieder und die Absicht, das Zeitlose des Dramas sichtbar zu machen, bleibt allein beim Arrangieren von Tableaus und bei einer -zugegeben beeindruckenden- Materialschlacht der Dekors. Wenn Titus in seinem antiken Streitwagen in die Arena einzieht und dabei von Panzern begleitet wird, wirkt das eher unfreiwillig komisch. Doch gelingen Taymor neben diesen Entgleisungen auch besonders starke Bilder und Momente. Generell ist der Film dann gut, wenn sich die Kamera eine Pause gönnt und/oder sich ganz den hervorragenden Schauspielern widmet und die starke Sprache nicht noch zusätzlich mit Special Effekts aufgemotzt wird. Hier wäre die Szene auf der Kreuzung der Via Appia (?) im verregneten Morgengrauen zu nennen.

Anthony Hopkins als Titus und vor allem Jessica Lange ziehen alle Register ihrer Kunst, doch auch bis in die letzte Nebenrolle ist der Film erstklassig besetzt: Laura Fraser als vergewaltigte und verstümmelte Lavenia zählt wohl zu den tragischsten Frauenfiguren Shakespeares und Harry L. Lennix gibt dem Mohren Aaron ein aasiges Gesicht. Und Alan Cumming darf sich als Saturnius erneut als Exentriker präsentieren, während sich Jonathan Rhys-Meyers und Matthew Ryhs als Gotensöhne Demetrius und Chiron durchrocken dürfen.

FAZIT: Wenn man manch platte und krude Regie-Idee vergißt und sich ganz von den Darstellern mitreißen läßt, wird man diesen Film in bester Erinnerung behalten. Bild und Ton der DVD sind ausgezeichnet. Nicht nur für Shakespeare-Fetischisten empfehlenswert!

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Ein Vorrezensent bringt es auf den Punkt: Dies ist eine unentschlossene Titus-Inszenierung, die von allem etwas hat, aber so nichts richtig: Hier ein bisschen Laurence Olivier,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. August 2007 von VSP

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Muß meinem Vorrezensenten voll und ganz zustimmen.
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