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Titos Brille: Die Geschichte meiner strapaziösen Familie
 
 
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Titos Brille: Die Geschichte meiner strapaziösen Familie [Gebundene Ausgabe]

Adriana Altaras
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine geniale Familienaufstellung, aberwitzig, böse und liebevoll." ("Rabbi" Dani Levy)

"Mann, schreibst du gut!" (Bastian Pastewka)

Kurzbeschreibung

"Ich finde, Geheimnisse sind das Allerletzte!"

Die Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras führt ein ganz normales chaotisches und unorthodoxes Leben in Berlin. Mit zwei fußballbegeisterten Söhnen, einem westfälischen Ehemann, der ihre jüdischen Neurosen stoisch erträgt, und mit einem ewig nörgelnden, stets liebeskranken Freund, der alle paar Monate verkündet, endlich auswandern zu wollen. Alles bestens also ... ... bis ihre Eltern sterben und sie eine Wohnung erbt, die seit 40 Jahren nicht mehr ausgemistet wurde. Fassungslos kämpft sich die Erzählerin durch kuriose Hinterlassenschaften, bewegende Briefe und uralte Fotos. Dabei kommen nicht nur turbulente Familiengeheimnisse ans Tageslicht. Auch die Toten reden von nun an mit und erzählen ihre eigenen Geschichten ... Mit furiosem Witz und großer Wärme verwebt Adriana Altaras Gegenwart und Vergangenheit. In eindringlichen Episoden erzählt sie von ungleichen Schwestern, von einem Vater, der immer ein Held sein wollte, und von einer Mutter voller Energie und Einsamkeit. Vom Exil, von irrwitzigen jüdischen Festen, von einem geplatzten italienischen Esel und einer Stauballergie, die ihr das deutsche Fernsehen einbrockte - und von den vielen faszinierenden Mosaiksteinen, aus denen sich ein Leben zusammensetzt. Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die ihre Spuren quer durch Europa und das bewegte 20. Jahrhundert zieht - um wieder in der Gegenwart anzukommen und eine ebenso kluge wie hellsichtige Zeitdiagnose zu liefern. Unwiderstehlich witzig, anrührend und unvergesslich.


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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Ursula Kempf TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein jüdisches Leben nach dem Holocaust zwischen Berlin, Jugoslawien und Italien, eingebettet in altes jüdisches Brauchtum und modernen chaotischen Lebensstil. Mit furiosem Witz und großer Wärme verwebt Adriana Altaras Episoden aus ihrem unorthodoxen Berliner Leben mit dem tragischen Schicksal ihrer Eltern.

Nach dem Tod ihrer Eltern ist es an Adriana, die elterliche Wohnung auszumisten. 40 Jahre gelebtes Leben im hessischen Gießen. Doch hinter all den kuriosen Hinterlassenschaften, bewegenden Briefen und uralten Fotos verbergen sich nicht nur schöne Erinnerungen, vielmehr wird die junge Frau in eine Zeit zurückgeführt, als es lebensgefährlich war, ein Jude zu sein. In ein Stück dunkelste deutsche Geschichte ...

"Ich weiß genau, warum ich keine alten Fotos mag. Geschichten, die nicht einmal im Traum zu verdauen sind."

Ihr Vater, Jakob Altaras, wurde 1918 in Split/Kroatien als Jude geboren und erlebte das Dritte Reich als Medizinstudent in Italien. Er hatte den Mut, im Jahre 1943 vierzig jüdische, kroatische Kinder, deren Eltern alle umkamen, vor dem Abtransport in Vernichtungslager zu retten: über Italien und die Schweiz gelangten diese Kinder nach Palästina. Zudem drang er im zweiten Weltkrieg als Bote der Partisanenbewegung in ein italienisches Konzentrationslager ein, wo er nach Wegen suchte, um die jüdischen Insassen vor dem Abtransport in Vernichtungslager zu bewahren.

Er selbst jedoch verlor seine erste Ehefrau und nahezu alle Mitglieder seiner Familie im Holocaust und floh über Zürich nach Gießen. Dort war er zeitlebens als Mitbegründer und Vorsteher der jüdischen Gemeinde tätig. Privates Glück fand er in zweiter Ehe mit der deutschen Architektin Thea Altaras, die durch ihre Forschungen und Veröffentlichungen zu jüdischen Bauwerken in Hessen bekannt wurde. Als Professor für diagnostische Radiologie entwickelte er an der Universität Gießen ein Verfahren zur Erkennung von Dickdarmerkrankungen, welches nach ihm benannt und auch heute noch regelhaft durchgeführt wird. Für seine Dienste am Menschen wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Nicht nur für den Leser, auch für Adriana ist vieles neu und unbekannt. Denn erst nach deren Tod erfährt sie längst vergessen geglaubte Familiengeheimnisse. Doch die Sichtweise ist niemals bedauernd, niemals moralisierend, vielmehr optimistisch, ironisch, manchmal auch frech und humorvoll. So bringen sie auch die diversen Liebschaften ihres Vaters mit daraus resultierenden Stiefgeschwistern nicht aus der Ruhe. Denn nicht nur der Blick auf die Vergangenheit ist ein einziges Plädoyer für mehr Toleranz, Weltoffenheit und Menschlichkeit.

Adriana Altaras ist heute 51 Jahre alt und lebt in Berlin. Mit viel Humor erzählt sie von ihren ersten Rollen als junge Schauspielerin von 20 Jahren, als sie eine "fette Stauballergie" entwickelte vom vielen Putzen im deutschen Fernsehen. Denn aufgrund ihrer südländischen Physiognomie war sie mit der "bestickten Bluse aus Bjelovar" die Idealbesetzung der türkischen, serbischen, kroatischen, griechischen, russischen oder italienischen ... Putzfrau.

Seelenfrieden fand sie schließlich beim Wechsel ins Produzentenfach. Auch dafür fand sie eine logische Erklärung:
"Es war mir lieber zu besetzen, als besetzt zu werden - siehe Polen."

"Titos Brille" ist eine biografisch angehauchte turbulente Familiengeschichte von Jugoslawien über Italien und die Schweiz nach Deutschland, vom Holocaust ins pralle Leben Berlins, von alter jüdischer Tradition und modernem chaotischen Großstadtleben, von Liebe und Verlust, Freude und Trauer. Dabei man als Leser großartig unterhalten und erfährt so ganz nebenbei viel über jüdische Feste, Bräuche und Traditionen. Also: Lesen lohnt sich!
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55 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit vielseitigem Witz und wohltuendem Humor beginnt Adriana Altaras ihre biographischen Aufzeichnungen über ihre verrückte, amüsante und nach dem Krieg weit verstreute Familie.
Sie ist Jüdin, wurde in Zagreb geboren, wo ihr Vater bei den Partisanen um Tito mitmischte. Über sein Leben und das ihrer Mutter erfährt sie aber vieles erst, als die Eltern kurz nacheinander sterben, und sie in der seit vierzig Jahren nicht mehr aufgeräumten Wohnung in Giessen an die Hinterlassenschaft der Eltern gerät. Alte Fotos, Briefe und Aufzeichnungen öffnen ihr die Tür zu ihrer Familiengeschichte, in der es ernsthafte Geheimnisse gab.
Ihr Vater flüchtete aus Jugoslawien, als er 1964 im Rahmen der Säuberungen als Jude aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen werden sollte. Über die Schweiz ging er nach Deutschland, wo er in Giessen als Arzt und Professor am Universitätsklinikum eine Lebensstellung erhielt.
Beim Durchforsten der Hinterlassenschaft gelangen zahlreiche Familiengeheimnisse zutage. Mit jüdischem Scharfblick und aufmerksamer Beobachtung entwickelt die Autorin ein filigranes Familienbild. Von kleineren und größeren Liebschaften des Vaters und über mögliche Geschwister aus diesen Verbindungen ist die Rede, und es wird klar, dass es die Familie mit den jüdischen Riten nicht mehr gar so genau nahm. Dennoch wird die Beerdigung des Vaters natürlich nach jüdischem Ritus begangen. Der Kantor lehnt zum allgemeinen Erstaunen seine Alditüte an den Sarg und begeistert später alle mit seinem Gesang. Die Stimme ' erhebt sich über Religion, Politik, über den Schnee, die Neustadt und das Klinikum in Gießen hinweg', und alle hängen an 'dieser Stimme mit Alditüte'.
In munterem Ton, der den Ernst nicht auslässt, erzählt Adriana Altaras lakonisch und frech ihre Familiengeschichte, die bis in die Gegenwart zu ihrem westfälischen Mann und den beiden kleinen Söhnen reicht.
Der Bogen ist weit gespannt und lässt uns teilhaben an der besonderen, zugleich distanzierten und doch warmherzigen Erzählkunst, wie wir sie aus vielen jüdischen Beiträgen in der Literatur kennen. Von Jugoslawien und seinen schönen Städten und Stränden, von Tanten, Cousinen und Cousins ist die Rede, die nach dem Holocaust, sofern sie denn überlebt haben, in aller Welt verstreut leben. Man findet sich und freut sich über ein Wiedersehen. Kuriose, dumme Aussagen alter und neuer Nazis mischen die Geschichte auf.
Israel, Anlaufstelle für hunderte von Flüchtlingen, ist nicht das ersehnte Ziel aller Geflohenen. Alles in allem geht es in dieser Geschichte um Freiheit und Bindung, um Konventionen, Traditionen und wie weit man seine Vergangenheit hinter sich lassen kann. Als die Bar - Mizwa des Sohnes David naht, wird das Fest mit allen erreichbaren Verwandten so gefeiert, wie sich das nach jüdischem Brauch gehört.

Mit ihren Streifzügen durch die Gegenwart und Vergangenheit ist Adriana Altaras eine scharfzüngige und ehrliche Analyse gelungen, wie es sich als Jüdin mit dem Ballast einer Vergangenheit lebt, in der die Welt und das Judentum unterzugehen drohte. Sie bleibt sich treu und ist in ihrer Identität Jüdin geblieben, ohne das als aufdringliche Wahrheit zu verkünden.
Auch in ernsten Lagen spart Adriana Altaras die Komik nicht aus, und das Buch gewinnt die Aufmerksamkeit seiner Leser, die sich der klugen und beredt erzählenden Autorin ganz überlassen können.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geniales Hörbuch !!! 9. März 2011
Von Sina Gerritsen TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
"Titos Brille" von Adriana Altaras ist für mich der Überraschungserfolg der Saison, ich bin komplett begeistert u. will sofort eine Fortsetzung !!! Aber schnell !!!
Ich muß unbedingt wissen wie es weitergeht mit dem Restitutionsantrag, mit der alten Tante in Italien, ihrem Hündchen, den beiden aufgeweckten Söhnen, dem stoischen Ehemann, dem jüdischen Freund Rafi, der Cousine aus Tel Aviv, den Verwandten aus Zagreb, den Dibuks, Adriana Altaras selbst, und, und, und !!!

Vorgetragen wird das kurzweilige Hörbuch auf 5 CD's von Adriana Altaras, vielen sicher noch bekannt aus diversen Rudolf Thome Filmen oder aus "Die Vier aus der Zwischenzeit", das habe ich immer besonders gern gesehen.

In "Titos Brille" erzählt Adriana Altaras äußerst gekonnt das Schicksal u. den Lebensweg ihrer Familie, dabei springt sie zwischen den einzelnen Familienmitgliedern, Zeiten, Begebenheiten, eigenen Ansichten u. Befindlichkeiten immer hin u. her.

Viel Trauriges, die Todesfälle ihrer Eltern, die Shoa, die Flucht, die verschiedenen Stationen, ihr eigenes Leben, die jüdische Gemeinde, die Jüdischkeit, so nennt sie es einmal selber, aber auch genauso viel Skuriles, Witziges u. Lustiges kommen vor. Ausgehend vom Tod des Vaters, eines angesehenen Chefarztes der Giessener Universitätsklinik, u. dem damit verbundenen "Entrümpeln" der Schränke u. der Wohnung, beginnt Adriana Altaras die turbulente Familiengeschichte genauer unter die Lupe zu nehmen, u. Ahnenforschung der etwas anderen Art zu betreiben.

Man merkt hier erzählt eine sehr temperamentvolle Frau, die schon viel mitgemacht hat, aber im Vergleich zu ihren Eltern u. anderen natürlich nicht annähernd so viel. Trotzdem hat sie ihre Zuversicht u. ihren Optimismus nicht verloren.

Ich hätte jedenfalls noch Stunden u. Tage weiterhören können, das Hörbuch macht süchtig!

Liebste Adriana, falls Du das hier lesen solltest, bitte, bitte schreib' bald eine Fortsetzung, ich bin restlos begeistert !!!

You've got a Fan!!!

P.S.: Ich habe auch eine Verwandte aus Zagreb, ebenfalls im Rhein-Main-Gebiet, Offenbach!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ich mag es sehr
Ehrlich gesagt habe ich das Buch mehr oder weniger zufällig gekauft. Das Interesse wurde durch eine Talk-Show geweckt in der Adriana teilnahm und Ihre Geschichte vorstellte. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von S. Ebrah veröffentlicht
Philosemitisch - na und?
Schwieriges Thema, vermeintlich leicht geschrieben, das ist so selten zu lesen in deutscher Sprache. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von H. Taskintuna veröffentlicht
Titos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie - Das...
Adriana Altaras fesselt den Hörer von Anfang an mit ihrer lebhaften Sprechweise.

Nach dem Tod ihrer Eltern obliegt es Adriana Altaras, deren Wohnung aufzulösen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von unbekannt veröffentlicht
Familiengeschichte im Heute verankert
Der Tod des Vaters und wenig später der Mutter sind Ausgangspunkte die Adriana Altares zum Anlass nimmt über sich und ihre Familie zu schreiben. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von LieberLeser veröffentlicht
Titos Brille
Das Hörbuch ist ein fach super!
Nur leider scheit es nur eine gekürzte Hörbuchfasssung zu geben....?!
Hoffe, das ändert sich noch.
Vor 3 Monaten von Zora veröffentlicht
Titos Brille
Ein wunderschönes, interessantes Buch, das pünktlich geliefert wurde und meinen Erwartungen voll gerecht wurde. Der Verkäufer ist weiter zu empfehlen
Vor 4 Monaten von rubynagel veröffentlicht
Angefangen und nicht mehr weggelegt
Ein tolles Buch, amüsant geschrieben, Schilderung wie aus dem "wirklichen" Leben: Wenn ein Westfale auf wuseligen weiblichen Menschen trifft und wie es früher auf dem... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von ach was veröffentlicht
Etwas einseitig
Adriana Altaras erzählt die Geschichte ihrer "strapaziösen Familie" - zum Inhalt ist ja schon genug gesagt worden, daher hier nur meine Meinung zum Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Nele Tuscher veröffentlicht
Titos Brille
Es ist lange her, dass ich ein derart schönes Buch gelesen habe, trotz des doch recht schwierigen Themas, welches die Langzeitfolgen des Holocaust an den Überlebenden zu... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Shalom König veröffentlicht
Leben ist die Zeit, die der Tod dir gewährt oder- CARPE DIEM
Ich erlebte Adriana letztes Jahr vier Wochen als meine Chefin für ein Theater-Projekt. Fazit: Sie kennen und lieben ist ein und dasselbe. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Tom veröffentlicht
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