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Titeuf ist ein kleiner Junge, der so seine liebe Not mit seiner pubertären Entwicklung hat. Einerseits interessiert er sich schon brennend für das andere Geschlecht, andererseits ist er vor noch gar nicht allzu langer Zeit erst seiner letzten Windel entstiegen. Mit seinen ebenso neugierigen wie unerfahrenen Freunden und Mitschülern versucht er, den Geheimnissen der Sexualität wie auch anderer zwischenmenschlicher Beziehungen auf die Spur zu kommen. Dabei tappt er aber von einem Fettnäpfchen ins nächste. Themen wie AIDS, Verhütung oder Prostitution bekommen bei Titeuf eine ganz neue Bedeutung. Von all diesen Dingen hat er schon mal etwas gehört, aber genauer weiß er nichts darüber. Am besten ist es immer noch, vor den Kumpels zu prahlen, um nicht blöd dazustehen.
Der Schweizer Zeichner ZEP (richtiger Name Phillippe Chabpuis), Jahrgang 1968, hat in diversen französischen Comicmagazinen veröffentlicht, bevor er Anfang der neunziger Jahre seine eigene Comicserie in der Schweiz und in Frankreich startete. Dort schlugen die lustigen Abenteuer von Titeuf sofort ein wie eine Bombe. 1996 bekam Zep für seine Serie den begehrten französischen Publikumspreis "Alph'Art Jeunesse" auf dem Comic-Salon in Angoulême.
Titeuf hat es bei uns in Deutschland bereits auf sechs Bände gebracht, und ein Ende ist nicht abzusehen. Im August 2000 erscheint ein weiteres Album mit den ersten noch in schwarzweiß gehaltenen Onepagern des kleinen Bengels mit der riesigen Haartolle.
Wer auf Der kleine Spirou steht und nicht genug bekommen kann, der sollte auf jeden Fall einmal in eines der Titeuf-Alben hineinlesen. Lachen ist hier garantiert! --Stefan Schätz
Über den Autor
Zep, dessen richtiger Name Philippe Chappuis lautet, wurde 1968 in Genf geboren. Er wäre eigentlich gerne Rockstar geworden, fing aber bereits mit sieben Jahren an, Comics zu zeichnen. Mit zwölf gab er sein erstes Comic-Magazin heraus, dessen Titel er als Pseudonym beibehalten hat. Er besuchte die École des Arts Decoratifs in Genf und begann im Alter von achtzehn Jahren, für das belgische Magazin "Spirou" erste Serien zu zeichnen, darunter "Léon Coquilland", die Geschichte von einem Oberst, der nicht begreifen kann, dass die Armee in der Schweiz abgeschafft worden ist, und "Kradok". Drei Alben seiner Serien erschienen bis 1993 in Frankreich und der Schweiz, dann wurde in einer Genfer Zeitschrift seine erste "Titeuf"-Geschichte abgedruckt. Glücklicherweise landete diese Zeitschrift auch beim französischen Verlag Glénat, wo man den frechen Knirps mit der coolen Tolle sofort ins Herz schloss und ein erstes Album produzierte - es wurde ein riesiger Erfolg. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt Zep für "Titeuf" 1996 den von einer Kinderjury vergebenen Alphart Jeunesse des Comic-Festivals in Angoulême.