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Produktinformation
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Zur Wiedervereinigung gab es bei Titanic 1989 denn auch ein Titelbild, das den „Ossis“ anzeigte, was ihnen in Zukunft satirisch blühen sollte – und was den „Wessis“ schon seit langem blühte: „Zonen-Gabi im Glück – meine erste Banane“ stand darauf zu lesen. Und zu sehen war ein tränengespicktes Mädel mit Minipli-Frisur, das eine geschälte Gurke in Händen hielt. Im Sammelband Titanic. Das Erstbeste aus 30 Jahren ist dieses nun schon fast legendäre Titelbild neben anderen schon fast legendären Titelbildern auf dem Cover abgedruckt – beziehungsweise eine Variante davon, die Angela Merkel als „neue“ Zonengabi zeigt.
Drinnen im Buch gibt es allerbeste Zeichnungen, Bilder, Montagen und Texte, mit denen die Satirezeitschrift die Geschichte der deutsch-deutschen Trennung und Wiedervereinigung, aber auch die Geschichte unseres Alltagslebens mal poetisch (Chlodwig Poth oder Max Goldt), mal bissig, hin und wieder sogar bösartig mitverfolgt und kommentiert hat. Da werden sich ausgesprochene Titanic-Fans gern zurückerinnern. Und Neueinsteiger werden staunend bewundern, was ihnen bisher entgangen ist. - Thomas Köster
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Prachtband, der die Welt in Ordnung bringt,
Von Wirtshausberater (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Titanic - das endgültige Satirebuch: Das Erstbeste aus 30 Jahren (Gebundene Ausgabe)
Wie soll man einem Buch gerecht werden, welches das "Erstbeste" aus dreißig Jahren Zentralorgan des bissigen wie feinen Humors enthält? Das auf 400 großen Seiten die schönsten Titelbilder, Zeichnungen, Artikel und Aktionen der Titanic versammelt, die der Republik oder wenigstens der distinguierten Leserschaft drei Jahrzehnte lang das Zwerchfell gekitzelt haben?Vielleicht mit etwas Sachlichkeit. Redakteure aus allen Titanic-Epochen, nämlich Peter Knorr, Hans Zippert, Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn und Mark-Stefan Tietze haben diesen Prachtband zusammengestellt. Man liest von den Anfängen, wie Robert Gernhardt, F.K. Waechter, Chlowig Poth und Co. die Zeitschrift "Pardon" verließen, um in einem neuen Heft auf all den Irrsinn in Staat, Politik und Gesellschaft zu reagieren. Und zwar nicht mit Borniertheit und erigiertem Zeigefinger, sondern mit Veräppelung in Strich und Wort und damit Demaskierung. Ein Konzept, das mühelos über drei Jahrzehnte trägt. Aus den ersten zehn Jahrgängen gibt's u.a. eine "(Anti-)Faschismus-Revue", F.K. Waechters zeichnerische Zwiesprachen z.B. mit dem weiblichen Geschlechtsorgan, die ersten Anzeigenparodien ("Woran wir glauben - echtes Geld"), Hilke Raddatz' schönste Illustrationen der Adressaten der "Briefe an die Leser" und Eckhard Henscheids vielschichtige Betrachtungen der Psychologie von Fotograf und Modell bei der Aktfotografie. Mit der Wiedervereinigung kamen "Zonenkönig" Chlodwig Poth, Max Goldts erste Kolumnen, "die roten Strolche" um "Ziege" Scharping, die untertänigst bei "Oberförster" Kohl um die Macht anfragten, u.v.m. Zum Ende des Jahrhunderts zeichnen Greser & Lenz (Mahn-)"Male für alle", die garantiert nie gebaut wurden, packt Martin Sonneborn die SPD-Chefs telefonisch nach dem Labour-Sieg in England an ihrem Schwachpunkt, der Eitelkeit, und erklärt Jugoslawien "nachträglich" per Fax den Krieg. Zu den '00er-Jahren schließlich liest man Thomas Gsellas Ländergedichte, Fanny Müllers erfrischend andere Hausfrauenprosa, die Werbekampagne "Deutsche Wurst - alles andere ist Käse", die Abenteuer bei der PARTEI-Gründung und betrachtet die großartigen Themencartoons "Hier lacht der Betrachter". Natürlich fehlen auch die bekannten Geschichten und Motive nicht, Bernd Fritz' Buntstiftsgeschmacksprobe bei "Wetten, dass ...?", Zonen-Gabi ("meine erste Banane"), Birne Kohl, Genschman und Martin Sonneborns Bestechungsfaxe, die dem Vaterland die WM 2006 einbrachten. Interessanterweise liest man die Aktionen nicht im Original, sondern Rückblicke der Autoren. Dazwischen verklären die Herausgeber und Andere die Heftgeschichte, dass es eine Freude ist. So ordnet Mark-Stefan Tietze all die juristischen Klagen von Engholm, Katholischer Kirche, Stuckrad-Barre u.a. ein, was gleichermaßen über Intention der Titanic und Humorzustand der Kläger aufklärt. Dass bei manchen Artikeln der Autor verlorengegangen ist, und man über die Auswahl im Detail natürlich diskutieren kann, ist geschenkt. Was ist's nun, was an der Titanic soviel Vergnügen bereitet? Humor als "Gegenmittel zur Angst" (Leo Fischer, amtierender Chefredakteur) oder Alternative zu "Politik und Bombenwerfen", um "auf all den Irrsinn zu reagieren, der einen so umgibt" (Martin Sonneborn, Vorvorgänger)? Wie auch immer, solange es die Titanic gibt, ist die Welt noch in Ordnung - irgendwo und irgendwie. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein wundervoller Reigen Deutscher Hochklassensatire,
Von Mr.Fonk (Offenbach/Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Titanic - das endgültige Satirebuch: Das Erstbeste aus 30 Jahren (Gebundene Ausgabe)
Es war zu erwarten, dass die Creme de la Creme der Deutschen Satire mit diesem Band ihr Meisterstück, ein Kompendium, eine Bibel abliefern wird. Ein buntes Pot(h)pourri aus Sondermann, "Birne" Kohl, verbotenen Titelbildern und der immer noch filmreifen Geschichte, wie Titanic die WM 2006 nach Deutschland holte. Dazu viele Highlights und etliche satirische Geheimwaffen, die erst in der Rückschau zeigen, wie zündend sie damals schon waren.Wenn etwas in den letzten 30 Jahren in unserer Spießbürger- und Bananenrepublik konstant war, dann die Titanic als Monolith Deutschen Humors. Ich bin 1979 geboren und wenn ich dieses Werk durchblättere schaue ich auch auf meine eigene Lebensgeschichte. Das Buch teilt sich auf in 4 Epochen: 1.) 1979-1988, 2.) 1989-1994 3.) 1995-2000 4.) 2001-2009 und gibt Überblick auf, wie Querschnitt durch das Schaffen der Titanic-Redaktion. Ein Muss für jeden ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Titanic-Leser. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schade, da wäre mehr drin gewesen, viel mehr...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Titanic - das endgültige Satirebuch: Das Erstbeste aus 30 Jahren (Gebundene Ausgabe)
Ich war Titanic-Abonnent von der ersten Ausgabe an, bis Anfang der 90er Jahre. Dann wurde sie mir zu blöd - und auch bösartig, was sicher mit einem Generationswechsel in der Redaktion zu tun hatte. Und immmer nur die Wiedervereinigung als Thema. Auf Dauer nervte das. Seither kaufte ich Titanic immer nur sporadisch, wenn mir das Titelbild gefiel.Mit diesem Buch sah ich eine gute Möglichkeit, etwas von meinen alten, leider längst verschollenen Heften, wieder zu bekommen. Leider wird den ersten 10 Jahren viel zu wenig Raum gewidmet. Dabei war das gerade die beste Zeit, mit den Genies der Neuen Frankfurter Schule (Gernhardt etc.). Aber Tote können keine Ansprüche stellen, und so füllte man das Buch mit vielen neuen, nicht ganz so lustigen Sachen der jüngeren Generation, die bei der Zusammenstellung anscheinend mitreden konnte. Dabei wäre dieses Jubiläum eine perfekte Möglichkeit gewesen, noch einmal richtig tief in die Anfangszeit der Titanic einzutauchen. Zugegeben, auch das, was jetzt im Buch drin ist, ist immer noch weit besser als alles Andere, was sonst noch als 'Satire' in Deutschland verkauft wird, aber ich glaube, da wäre weit mehr drin gewesen. Schade! Die schärfsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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