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Titanic [VHS]
 
 

Titanic [VHS]

Sybille Schmitz , Kirsten Heiberg , Herbert Selpin , Werner Klingler    Freigegeben ab 6 Jahren   Videokassette
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Sybille Schmitz, Kirsten Heiberg, Hans Nielsen
  • Regisseur(e): Herbert Selpin, Werner Klingler
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Castle/Eagle Rock Entertainment
  • Spieldauer: 52 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RO4D
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.248 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Es hat in der Geschichte der christlichen Seefahrt viele Schiffskatastrophen gegeben, aber keine hat die Fantasie der Menschen bis heute so nachhaltig angeregt wie die der Titanic. Am 10. April 1912 verließ die Titanic, unter dem Kommando von Kapitän Edward John Smith, Southhampton mit dem Ziel New York. Am 14. April stieß sie mit einem Eisberg zusammen, der sechs ihrer wasserdichten Schotten aufriß, die sie "unsinkbar" machen sollten. Für mehr als 70 Jahre lag sie unentdeckt in den Tiefen des Atlantiks, bevor sie 1985 von dem Wissenschaftler Dr. Ballard gefunden wurde. Mit Hilfe von Fotos, Archivaufnahmen und einem Interview mit einer der wenigen noch lebenden Überlebenden, schildert dieser Film das tragisch kurze Leben der Titanic und die Katastrophe, die nie hätte passieren dürfen. Erzähler: Robert Powell"

DVD & Video Report

Während des Zweiten Weltkrieges entstandene, deutsche Version vom Untergang der Titanic, die vor allem durch die geschickt inszenierte Massenpanik nach dem Kontakt mit dem Eisberg überzeugt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Eigentlich sollte der 1942 gedrehte Titanic ein ganz typischer Film der NS-Zeit werden, großes Unterhaltungskino, das seine in diesem Fall anti-britische Propaganda in die Geschichte einer der größten Katastrophen unseres Jahrhunderts einfließen lässt. Doch schon die Dreharbeiten wurden von einer Tragödie überschattet, die einen Skandal heraufbeschwor. Regisseur Selpin hatte sich auf Grund von Schwierigkeiten beim Drehen in der Öffentlichkeit ziemlich geringschätzig über die Wehrmacht geäußert und wurde, weil er diese Bemerkungen nicht zurücknahm, in ein Gestapo-Gefängnis gebracht, in dem er sich erhängte. Fertiggestellt wurde der Film dann von Werner Klingler. Goebbels befürchtete inzwischen, dass diese Geschichte vom Untergang des berühmten Luxusdampfers die Stimmung im Volk negativ beeinflussen würde und verbot den Film. So kam Titanic erst im Februar 1950 in die bundesdeutschen Kinos und wurde sofort wieder, diesmal von den Westalliierten, verboten. In seiner Zeichnung der Katastrophe entwickelt der Film nicht nur einen emotionalen Sog, dem nur schwer zu widerstehen ist, er nimmt auch einiges aus James Camerons Riesenerfolg Titanic vorweg. So erinnert eine Episode mit einem in einer Kajüte eingesperrten Betrüger ganz deutlich an die Sequenz, in der Kate Winslet Leonardo DiCaprio befreit. Außerdem brilliert hier der zu Unrecht vergessene Star Sybille Schmitz in der Hauptrolle als verarmte und lebensmüde Aristokratin, die im Untergang über sich hinauswächst.
Basierend auf der wahren Geschichte des Ufa-Stars Sybille Schmitz, die nach Kriegsende verarmt und drogenabhängig in München lebte, entstand später Fassbinders Film "die Sehnsucht der Veronika Voss"!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. Hesse
Format:DVD
Als bekennender Anhänger der TITANIC-Geschichte kam ich mit diesem Film als Erstes in Berührung. Viele Andere folgten. Jedoch ist dieses Epos ein Film, den man einfach gesehen haben muß! Auch, wenn meine Vorredner des Öfteren sicher die Bildqualität des Streifens kritisieren, sollte man nicht außer Acht lassen, daß der Film schon über 65 Jahre alt ist und irgendwann kann man da eben auch "nicht mehr rausholen"...
Geschichtsträchtig geht der Film ein wenig an der Realität zwar vorbei (was hier und da ein paar Details angeht), aber das lag an der damaligen Zeit und der Filmpropaganda.
Interessant zu sehen, daß der Film damals auf der "Cap Arkona" gedreht wurde, und somit kaum große Nachbauten für die Außenaufnahmen usw. nötig waren. Dies verspricht Schiffsfeeling pur!
Lediglich einen Wermutstropfen gibt es auch bei dieser Fassung (wie schon damals auf der VHS-Version): Es fehlt die am Ende stattfindende Gerichtsverhandlung, die den Film um ca. 3-4 Minuten verlängert hätte. Warum dieser Film hier nur so zu bekommen ist, ist fraglich. In den USA gibt es die DVD in der kompletten Länge zu kaufen...! (jedoch von einem dortigen Label).
Schade für das Ende des Filmes, denn so versinkt sie in den Fluten und im Anschluß prangert ein großes "ENDE" dem Zuschauer entgegen.
Obwohl die TITANIC zwar damals das größte Schiff aller Zeiten war, wird ihr einziger deutscher Spielfilm auf DVD "ihrer" Länge nicht gerecht, und somit gibts für die abermalige "kürzere Fassung" auch "nur" 4 Sterne, was der Handlung und dem schauspielerischen Glanzleistungen keinen Abbruch tut.
Kauftipp!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bryllyant TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Geschichte um das wohl bekannteste Schiffsunglück aller Zeiten, wollen wir mal zumindest zeitweise etwas vernachlässigen. Das Thema dürfte ja auch so hinreichend bekannt sein. Dafür ist der Film aber unglaublich interessant und auch seine eigene Geschichte ist definitiv erwähnenswert.
Ein deutscher Film über die Titanic im Jahre 1943, sollte natürlich genauer unter die Lupe genommen werden. Immerhin herrschte zu dem Zeitpunkt Krieg und eine britische Legende sieht im Kontext des Entstehungsjahrs natürlich erstmal seltsam aus. Allerdings bot der Stoff allerhand Material, um daraus einen antibritischen Propagandafilm zu schaffen. Selbstverständlich hatte man es damals mit der Wahrheit nicht so genau genommen und verfälschte die Geschichte. Nein, das Schiff sinkt selbstverständlich auch hier, aber die Personen an Bord haben eine klare Aufteilung. Die Briten sind alle geldgierig, die "White Star Line" kurz vor der Pleite, aber um den Aktienkurs in die Höhe schnellen zu lassen, versucht man sich an einer Rekordfahrt, mit dem Hintergrund das blaue Band zu gewinnen. Das ist natürlich völliger Käse, aber 1943 dürften dazu nicht sehr viele Fragen vom Publikum gefallen sein. Damit aber nicht nur der schnöde Mammon im Vordergrund steht, gibt es natürlich auch einen couragierten Deutschen, der das Unglück voraussieht und versucht es zu verhindern. Deshalb kann man den Film natürlich klar und deutlich als Propagandafilm einstufen, aber die Amis haben ja auch viele Jahre lang die Russen denunziert. Dies fiel dann aber meist einfach unter die Kategorie Action.........
Ebenfalls erwähnenswert vor diesem Hintergrund, ist noch die Tanzszene einer Zigeunerin. Lasterhaft in Szene gesetzt fällt schnell auf das diese keinen BH trägt und man die Oberweite mehrmals absolut klar und deutlich, durch die fast durchsichtige Bluse schimmern sieht. Im Entstehungsjahr mit Sicherheit skandalös, aber wohl eben nicht in diesem fragwürdigen Kontext.

Natürlich liest sich das jetzt erstmal nicht so toll, aber da tut man dem Film absolut Unrecht. Von der technischen Seite ist der Film brillant und der Untergang äußerst anschaulich gefilmt. Aber der Film ist eben aus heutiger Sicht durch mehrere Facetten sehenswert. Wer nur am Untergangsspektakel interessiert ist, ist natürlich bei Cameron deutlich besser aufgehoben.
Interessant ist aber auch das James Cameron für seine Version wohl sehr genau hingeschaut hat. Vieles hat er nämlich wohl aus diesem Film übernommen. Es gibt Gefangene die in einer Zelle festsitzen, ein Schmuckdiebstahl bei dem ein reicher Aristokrat betroffen ist, eine frisch entstehende Liebe die für Jack und Rose Pate gestanden haben könnte und auch die Einblicke ins Abendvergnügen der verschiedenen Klassen. Im Unterdeck ist eine wilde Party im Gange, während die finanziell besser Gestellten eher gemäßigt feiern. Zusätzlich werden natürlich die reichen Briten auch bei der 97er Version nicht zwingend besser dargestellt. Aber auch einige Kameraeinstellungen weisen Parallelen auf.

Der Film und seine Entstehung bietet aber noch mehr Geschichten. Regisseur Herbert Selpin hat sich während der Dreharbeiten abfällig über die Wehrmacht geäußert, was auch sein Untergang war. Nur kurz nach seiner Verhaftung fand man ihn tot in seiner Zelle. Ob es Selbstmord war ist bis heute ungeklärt. Werner Klingler hat danach die Dreharbeiten fortgeführt.
Diese wurden zum Teil auf dem deutschen Schiff "Cap Arcona" fertiggestellt. 2 Jahre nach dem Film ging es ebenfalls unter. Es befanden sich mehrere Tausend KZ-Insassen an Bord und wurde von britischen Jagdbombern versenkt.

Der Film stand damals insgesamt unter keinem guten Stern. In den Kriegsjahren wurde er nämlich in Deutschland nie gezeigt. Seine Uraufführung fand im besetzten Paris statt, aber Goebbels wollte den Film durch die veränderte Kriegslage nicht im eigenem Reich bringen. Erst 1950 kam er in die deutschen Kinos. Allerdings nicht lange, da die Alliierten den Film wegen der Propaganda wieder aus dem Verkehr zogen. Nur die sowjetische Besatzungszone zeigte den Film, da man ihn dort ebenfalls als Propagandafilm einsetzte. Hier allerdings gegen die kapitalistische Denkweise.
Meines Wissens wurde der Film erstmalig in den 90ern im TV gezeigt. Hier unterlief der ARD wohl ein Fauxpas. Man sendete ihn kommentarlos, ohne Hinweise auf die Propaganda. Auch nach der Sendung erwähnte man es mit keinem Wort. Den ein oder anderen Zuschauer könnte das in jedem Fall ziemlich erschreckt haben.

Man sieht also, das der Film aus vielen Gründen gesehen werden sollte. Einmal aus der wirklich famosen technischen Seite des Films, dann als Lehrstück des Propagandafilms im dritten Reich und auch als Fan des Titanic-Universums, sollte man ein Auge drauf werfen. Es lohnt sich!
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