Man mag von der Verfilmung des Stoffs "Titanic" halten was man will und auch die schauspielerischen Leistungen von Leonardo di Caprio sind sicherlich unterschiedlich aufzufassen doch die Filmmusik zu dieser Monumentalverfilmung hat es buchstäblich in sich.
Selten habe ich eine Filmmusik erlebt und gehört, welche Bewegung so glänzend und schön umgesetzt hat wie diese. Das Thema verfolgt einen über die gesamte Länge und widerspiegelt sich in jedem Stück. Ob es der Anfang mit dem Dudelsackklängen ist oder die Melodie zum Auslauf der Titanic, immer wieder begegnet man der einen einprägsamen Melodie.
Die erste Hälfte der CD ist geprägt von einer Freundlichkeit und Freude die sicherlich mit dem Schiff und seiner Jungfernfahrt zu tun hat. Im zweiten Teil der CD (dem Untergang) wird die Musik leider öfters ein wenig chaotisch und es ist nicht gerade ein Genuß diese Teile über die Musikanlage einfach so zu hören, zu nah ist die Verknüpfung mit dem schrecklichen Untergang der weit über Tausend Menschen in den Tod riß.
Man hat immer wieder das Gefühl, daß die leichten irischen Einsprengsel, welche man beständig hört entweder durch den irischen Charakter her rühren, den das Schiff bekam, weil es von Iren erbaut wurde oder weil Irland und irische Musik seit „Lord of the Dance" einfach nur „in" ist. Als englisches Schiff der „White Star Line" wäre ansonsten irische Musik ein wenig deplaziert.
Nichts desto trotz hat die Filmmusik einen wunderbar angenehmen Charakter im ersten Teil und es macht immer wieder Freude diese zu hören, der zweite Teil gehört halt eben dazu und wozu gibt es ansonsten auch die Sprungtaste des CD-Players mit der man einfach wieder zurückspringen kann, wenn man denn will.