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Titanic ist ein lupenreines Popkultur-Phänomen. Er hat alle Ingredienzen eines Blockbusters: Er ist romantisch, voller Leidenschaft, er ist großartig ausgestattet, hat einen hervorragenden Bösewicht und erzählt eine Geschichte, die das Leben aller Beteiligten verändern wird. Dies sind Zutaten vieler Blockbuster-Filme, warum also hat kein Regisseur vor Cameron mit einem Film einen derartigen Erfolg erzielen können? Camerons genialer Einfall ist es gewesen, Realität und Fiktion miteinander zu kombinieren. Er erzählt das Märchen einer tragischen Liebe vor dem realen Hintergrund der Titanic-Katastrophe und verbindet beides zu einer epischen Geschichte, in deren Mittelpunkt der arme Künstler Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) und die englische Lady Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet) stehen. Um ihren vornehmen Namen zu bewahren, soll Rose einen amerikanischen Industriellen (Billy Zane) heiraten, stattdessen aber verliebt sie sich in Jack. Ihre kurze, tragische Liebe gibt Camerons Megafilm jene Menschlichkeit, die Titanic von anderen Big-Budget-Filmen unterscheidet und in ein emotionales Erlebnis verwandelt.
Einige Szenen, die in der Gegenwart spielen (mit Gloria Stuart als 101 Jahre alte Rose) machen den Zugang zur Geschichte für das junge Publikum leichter. Obwohl sich einige Zuschauer vehement gegen Camerons Gefühlsmanipulationen gewehrt haben, kann kaum jemand die eindrucksvollen Leistungen der Produktion verleugnen. Auch wenn einige der computergenerierten Effekte etwas künstlich aussehen, sind andere, wie die erste Nachtfahrt der Titanic oder das Auseinanderbrechen des Schiffes und der Untergang, inzwischen Standards, an denen sich andere Produktionen messen lassen müssen. Die Ausstattung und die Kostüme stehen für sich und rufen nurmehr Verblüffung und Erstaunen hervor.
Titanic ist ein Filmerlebnis, ein Monument von Camerons Kühnheit und Risikobereitschaft. Es ist ein Film, der in einem zeitlosen Rahmen der wahren Geschichte der Titanic ihren Respekt zollt. Titanic ist eine große Liebesgeschichte, die den Vergleich mit Vom Winde verweht nicht zu scheuen braucht. Es ist ein Film für die Ewigkeit. --Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
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Moviemans Kommentar zur DVD: Eine Collectors Edition, die jeden nur denkbaren Extrawunsch erfüllt.
Bild: Neu an dieser Special Edition ist, dass der Transfer nun anamoprh ist und die wenigen Treppenmuster an diagonalen Kanten verschwunden sind, die bei genauem Hinsehen auftraten. Alle Werte liegen sehr nahe am Optimum, das mit der MPEG-2 Encodierung möglich ist. Vor allem die Morphszenen, wenn der Titanicrumpf sich von alt zu neu verändert, zeigt hier jetzt noch eine spur mehr Graubastufungen und mehr Hintergrundtiefe gegenüber der Erstfassung. Die Schärfe ist bestenfalls in der subjektiven Wahrnehmung etwas besser geworden und es ist eine wahre Freude, Rose´faltiges Gesicht bis in die Atome scharf zu sehen, wenn Sie in den Spiegel blickt und bemerkt, das sich das Spiegelbild im Lauf der Zeit verändert hat (01.24.46). Auch die ultrascharfen Bilder aus dem Maschinenraum haben einfach Testbildcharakter (00.29.00). Hier sind auch die hintersten Schrauben noch erkennbar. Nur sehr selten tritt ansatzweise ein stehendes Rauschmuster in Bildern mit sehr hohen Hell/Dunkel-Übergängen auf.
Ton: Darauf haben die Fans des Filmes eigentluch viel zu lange warten müssen: Ein deutscher 5.1- bzw. 6.1-Mix. War die Erstausgabe nur mit lauem deutschem ProLogic-Ton ausgestattet, so dürfen wir uns nunmehr an einem der Prefektion nahe stehenden DTS 6.1-Track erfreuen, der sich um Welten von der peinlichen Erstabmischung absetzt. Dies gebinnt schon mit der ungemein kraftvoll agierenden LFE-Unterstützung. Der Subwoofer wahrt in jeder Situation die Contenance mit fein timbrierter Schlagkraft. Wutschnaubend tobt er dann in der zweiten Filmhälfte, wenn das Schiff unerhört tief unter der immensen Wasserlast ächzt. Die EX-Tonspur von Dolby Digital läuft hier auch zu großen Leistungen auf, die jeden Vergleich mit anderen Actiontiteln aufnimmt, kann aber nicht die vollends die magische Dynamik der DTS-Spur erreichen. Die Atmo baut eine aufwendige Kulisse um den Zuhörer auf, egal, ob die Enge im Tauchboot, oder die Weite des Speisesaals nachgezeichnet werden soll. Auch die schwierigen Außenszenen im weiten "Ozean" werden mit gößter Akkuratesse gemeistert.
Extras: Die Collectors Edition enthält zusätzlich zur Special Edition 2 weitere Bonus-DVDs mit weiteren Extras, die im überwiegenden Teil interessant und sogar amüsant sind. So werden Regisseur und Co-Regie mit ihren Marotten aufgezogen, andauernd "You know what i mean (Cameron) und "Shshsh" (stellv. Regisseur) zu sagen. Weitere 44! Minuten Extraszenen, bzw. erweiterte Szenen, denen man ein eigenes Kapitelmenü gegönnt hat, historische Bilder von der Titanic und einen 4-minütigen Zeitraffer vom Setaufbau übertreffen hier eigentlich die Höchstwertung.Etliche Trailer, TV-Spots und eine Unmenge Fotos, zusammengefasst in mehrere Kapitel sind vor allem für den Profi von Interesse. 3 Audiokommentare, die von Unterhaltsamkeit (Darsteller und Crew) über reichhaltige Produktionsdetails (Regie) bis hin zu der historischen Begleitung der filmischen Ereignisse durch den Historiker Don Lynch reicht, sind mustegültig und kaum zu bewältigen. Das alternative Ende ( doch, sie geht auch hier unter), ist in der Tat, wie James Cameron einleitet, schlüssiger und macht das Ende eigentlich harmonischer. Die Möglichkeit, während des Filmes in die entsprechende Sequenz des 30-minütigen Making ofs einzusteigen ist nett, aber reißt einen irgendwie immer aus dem Film heraus. Das Ansehen als ganzes Making of ist da irgendwie angenehmer. Störend ist ebenfalls der ellenlange Menüvorspann und der unkomfortable Wechsel der Tonspuren via Hauptmenü>Einstellungen>Ton auswählen>Rückkehr zum Film. Vollkommen überflüssig, ebenso das textlose Kapitelmenü, in dem man den Kapiteln nur Nummern, aber keine Info zuordnet, die die Orientierung ermöglichen würde. --movieman.de