18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Alles geht unter - nur der Film nicht, 4. August 2008
Rezension bezieht sich auf: The Titanic [2 DVDs] (DVD)
Dieser Zweiteiler ging in der von James Cameron ausgelösten Euphorie natürlich fast unter. Das ist zum größten Teil schade, da dieser Film fast noch historischer ist als der von James Cameron. Die Szenen, die Cameron damals aus seinem Film nahm, um sich auf Jack und Rose spezialisieren zu können, wurden hier untergebracht: wären da die belegten und fundierten Gespräche innerhalb der Besatzung und im Funkraum, die Daten der Titanic oder das Geschehen während des Untergangs, wie zum Beispiel das Verhalten der Offiziere und Passagiere oder die grundlegenden Sachen. Man merkt, dass dieser Film die historischen Aspekte auf jeden Fall festhalten will. Der Film basiert übrigens auf dem Roman "Titanic: An Illustrated History".
Außerdem war es eine gute Idee, nicht direkt mit dem Geschehen an Bord anzufangen, sondern erst einmal die Vorgeschichte der Charaktere zu erzählen. Da wäre der mittellose Dieb Jamie, der einem Kohlearbeiter die Fahrkarte klaut, die Familie Allison mit ihrem neuen Kindermädchen oder das anfangs angespannte Verhältnis zweier Menschen, die sich liebten und sich an Bord wieder begegnen. Jede Person hat seine eigene Geschichte, auf die ein größtmöglicher Fokus gerichtet wird, vernachlässigt wird dabei keiner der Protagonisten.
Hinzu kommt, dass diese Charaktere von einer Starbesetzung gespielt werden, die Leistungen der einzelnen Protagonisten stimmen jedenfalls.
Zu loben sind auch die Kostüme, die übrigens eine Emmy-Nominierung enthielten. Außerdem gab es einen Fernseh-Oscar für den "Besten Ton".
Für eine Fernsehproduktion ist der Aufwand zu loben. Regisseur Robert Lieberman ließ Teile der Decks nachbauen, allerdings sind diese leicht verfälscht und demnach auch nicht ganz detailgetreu.
Leider gibt es auch ein paar negative Aspekte. Da wären zum Beispiel die Computersimulationen, welche die Aufnahmen des Schiffes in der totalen Perspektive zeigen. Diese wirken sehr künstlich, selbst auf dem Simulator für den PC würde man diese heutzutage besser hinbekommen.
Da der Film auf dem Roman "Titanic: An Illustrated History" basiert, übernimmt er leider auch den Fehler mit der Person Alice Cleaver. Diese nimmt den Part der verurteilten Kindermöderin ein, allerdings gab es zwei Frauen mit identischem Vor- und Zunamen, auf der Titanic reiste eine andere Alice Cleaver, als die, die im Film gemeint ist, da diese die hysterische Kindermöderin darstellen soll.
Insgesamt überwiegen aber auf jeden Fall die positiven Aspekte, auch wenn das Drehbuch gegen Ende ein wenig nachlässt. Der Aufwand ist beachtlich für eine Fernsehproduktion, die Besetzung lässt für eine solche auch keine Wünsche offen und immerhin wurde versucht, den Film so originalgetreu und authentisch wie möglich wirken zu lassen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Solide gearbeitete Titanic-Verfilmung, 15. Dezember 2005
Dieser Film enthält zwar ein paar historische Ungenauigkeiten (z.B. über Ismay, der zwar den Kapitän zur Höchstgeschwindigkeit animierte, nicht jedoch selbst in den Kesselraum ging, um ordentlich "einzuheizen" oder es fehlt die Figur des Schiffskonstrukteurs Andrews, der dem konsternierten Kapitän die "mathematische Gewißheit" erläutert, mit der die Titanic innerhalb der nächsten Stunden sinken wird - stattdessen spricht Captain Smith selbst) - deshalb 1 Stern Abzug; für den Sachverhalt und die Darstellung des Untergangs sind dies jedoch recht unwesentliche Details.
Es werden Passagiere der ersten sowie der dritten Klasse auch in ihren Einzelschicksalen gezeigt, wobei etliche der bekannten Legenden eingewoben wurden, z.B. die "unsinkbare" Molly Brown oder die Geschichte des Kindermädchens der Familie Ryerson. Es wird allerdings auch das auf dem Schiff herrschende Klassensystem veranschaulicht, das - kombiniert mit Desorganisation - den Tod so vieler Menschen aus der dritten Klasse verursacht hat.
Wenngleich die bildliche Umsetzung des Schiffes und seines Untergangs etliche Etagen "bescheidener" angesetzt ist als der Cameron-Film, so hat er mich auf der emotionalen Ebene dennoch weitaus tiefer berührt als jener. Hier gibt es keine "herzzerfetzende" Liebesgeschichte wie die zwischen Rose & Jack - aber dafür gibt es (und das halte ich für weitaus wichtiger)Liebe in deren unterschiedlichsten Erscheinungsformen, es gibt Pflichtgefühl, Feigheit und auch Niedertracht - halt die ganze Skala menschlichen Seins. All dies so nachvollziehbar dargestellt, daß ich mir auch im Jahre 2005 gut vorstellen kann wie es 1912 war.
Sollte ich eine "Hitliste" der bisherigen Titanic-Verfilmungen aufstellen, so käme dieser solide gearbeite Film an die zweite Stelle nach "A night to remember" und erst danach das vielgepriesene Cameron-Spektakel (und letzterer nur wegen der minutiös geschilderten Untergangssequenz und der erstklassigen Wrackaufnahmen)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein schöner Fernsehfilm, 19. Oktober 2004
Der Film kann zwar technisch nicht mit James Camerons Meisterwerk mithalten, dafür aber inhaltlich. Vor allem, weil es in jeder Titanic-Verfilmung um die an Bord herrschenden Klassenunterschiede geht.
Die Besetzung ist auch erstklassig allen voran Tim Currey als schmieriger Stewart.
Auf jeden Fall empfehlenswerter Fernsehfilm zum guten Preis.
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