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Produktinformation
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Die erste Hälfte des Buches ist allein dem bewegenden Jahr 63 gewidmet, in dem Cicero mit der berühmten Verschwörung des korrupten Patriziers Catilina konfrontiert wird, der in der Konsulatswahl gegen ihn verloren hatte und nun auf Rache sinnt. Catilina rottet eine Schar Mitverschwörer um sich und versucht einen Putsch, bei dem Cicero ermordet und die Stadt von den Truppen der Verschwörer eingenommen werden soll. Der Staatsstreich kann von Cicero vereitelt werden, die Verschwörer werden zum Teil hingerichtet, zum Teil als Staatsfeinde der Stadt verwiesen. Doch die Probleme sind für Cicero damit noch nicht beendet: Der zweite Teil des Buches beschreibt, wie der immens reiche, intrigante Crassus, der populäre Heerführer Pompeius und insbesondere der aufstrebende Gaius Julius Caesar zu seinen mächtigen Gegenspielern werden, und als diese drei sich 60 v. Chr. zum Triumvirat zusammenschließen, muss Cicero all sein rhetorisches und taktisches Geschick aufbringen, um nicht in politische Isolation zu gelangen. Und dann erfährt er auch noch, dass ihm abermals nach dem Leben getrachtet wird…
Die Geschehnisse, die in Titan geschildert werden, sind hinlänglich bekannt. Aber genau das macht den Reiz aus: Robert Harris gelingt es ähnlich wie in Imperium, eine historisch bestens ausgeleuchtete Epoche der Weltgeschichte so mit Leben zu füllen, dass man sich fragt, wie man das früher im Geschichts- oder Lateinunterricht nur hatte langweilig finden können. Manche Episoden sind zwar, das muss einschränkend gesagt werden, etwas holzschnittartig geraten – dramaturgisch war Imperium das gelungenere Buch –, insgesamt aber ist Titan ein empfehlenswerter historischer Thriller, dessen Handlung, wäre sie nicht tatsächlich geschehen, man sich kaum besser hätte ausdenken können. -- Christoph Nettersheim
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Große politische Tragödie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Titan (Gebundene Ausgabe)
Robert Harris' "Lustrum" (so der englische Originaltitel, der deutsche Titel "Titan" ist einfach nur idiotisch) ist weit besser gelungen als der erste Teil "Imperium". Denn "Imperium" lässt uns schließlich nur auf die Anfänge der Karriere des Politikers Cicero blicken und endet, als er mit der Wahl zum Konsul den Gipfel erreicht. Und eigentlich wird es ja zu diesem Zeitpunkt erst spannend, denn die Catilinarische Verschwörung (die den größten Teil von "Lustrum" einnimmt) bietet Material für einen zeitlosen Polit-Thriller der Sonderklasse. Cicero (der im ersten Teil fast zu idealistisch gezeichnet wird) versucht, den gegen die politische Ordnung Roms gerichteten Putsch zu verhindern und seine Hintermänner aufzudecken, und sich dabei selbst treuzubleiben. Dabei kreuzt er aber das Fahrwasser der Giganten Pompeius und Caesar, die ihre ganz eigenen Pläne haben. Cicero ist als zentrale Figur dieses Buches viel glaubwürdiger als im ersten Teil, weil er fehlbarer ist (im ersten Buch scheint ihm alles zu gelingen), er muss gleichzeitig Detektiv und Politiker sein und muss gegen Ende des Bandes schließlich die Rechnung dafür bezahlen, dass er versucht hat, seinen Überzeugungen treuzubleiben. Auch die berühmte Rede gegen Catilina ("Quousque tandem..." jedem Lateinschüler noch bekannt) kommt in einer modernen Übersetzung zu ihrem Recht. Einziger echter Kritikpunkt ist für mich, dass einige Nebenfiguren (und mit Caesar sogar einer der Protagonisten) relativ schemenhaft bleiben. Insgesamt ein überaus spannender Politthriller, der zeigt, dass das alte Rom mehr als lebendig ist.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geschichtsthriller der Extraklasse,
Von
Rezension bezieht sich auf: Titan (Gebundene Ausgabe)
Robert Harris inszeniert die Geschichte des Konsulats Ciceros als äußerst spannenden Thriller. Und hier stimmen wahrhaft alle Zutaten. Der historische Stoff - im Zentrum des Romans steht die Catilinische Verschwörung - ist an sich schon äußerst spannend und facettenreich. Diesen Inhalt setzt Harris nun gekonnt in Szene. Dabei gelingt es ihm die Handlung spannend und wendungsreich zu inszenieren und eine tolle Charakterstudie Ciceros zu verfassen. Auch die Seitenhiebe auf Caesar sind großartig und historisch durchaus fundiert.Trotz aller historischen Tiefe erwartet Sie aber hier keinesfalls ein Langweiler - eine Schwarte die bestenfalls für Historienfreaks erträglich ist. Nein, "Titan" ist ein Thriller der Extraklasse, der an einen modernen Anwaltsroman im historischen Gewand erinnert und zudem gekonnt erzählt wird. Und damit schlägt "Titan" seinen Vorgänger "Imperium" qualitativ noch um Längen. Einzig auszusetzen habe ich an der deutschen Ausgabe dieses Romans, dass der Titel ziemlich daneben ist. Der Originaltitel "Lustrum" ist bei weitem treffender. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein würdiger Nachfolger für "Imperium",
Von
Rezension bezieht sich auf: Titan: Roman (Taschenbuch)
"Titan" ist - abgesehen vom Titel, der nicht wirklich passend ist und besser beim Original "Lustrum" beibelassen worden wäre - ein würdiger Nachfolger von "Imperium", dem ersten Teil der Harris'schen Cicero-Trilogie. Ich möchte in dieser Rezension nicht die Probleme historischer Romane im Spannungsfeld von Realität und Fiktion erörtern, das habe ich in der Rezension zu "Imperium" ausschweifend getan. Hier soll es vor allem um das Buch als solches gehen.Natürlich ist es für Harris rein inhaltlich dankbar, einen Roman über fünf Jahre der politischen Karriere Ciceros zu schreiben, in denen Erfolg und Untergang so nah beieinander liegen. Diesen Vorteil hatte er in "Imperium" nicht, weswegen die Figur Ciceros dort teilweise zu perfekt und glatt wirkt. "Titan" lässt den größten Rhetoriker Roms wesentlich fehlbarer und damit menschlicher erscheinen, sodass das Bild, das man als Leser von Cicero gewinnt, nun deutlich differenzierter ist als nach der Lektüre des ersten Teils der Trilogie. Ebenfalls durch den historischen Stoff zu begründen ist der gelungene Spannungsbogen des Buches: die Verschwörung des Catilina wie auch der Bona-Dea-Skandal eignen sich ausgezeichnet dafür, in geschichtlichen Romanen umgesetzt zu werden. Und eben diese Umsetzung durch Harris ist es, die den wahren Reiz an "Titan" ausmachen; trotz aller "Vorarbeit", die Cicero und die späteren Geschichtsschreiber für Harris geleistet haben, ist es gewiss keine leichte Aufgabe, die beiden komplexen Episoden der römischen Geschichte in für uns verständlicher Weise aufzuarbeiten, sodass ein spannendes, ergreifendes und dennoch gut greifbares Buch entsteht - Harris gelingt dies bestens. "Titan" ist damit nicht nur eine tolle Fortsetzung des Trilogie um Cicero, sondern sogar noch einen Ticken besser als "Imperium" und macht daher auch noch große Lust auf den dritten Teil der Serie - eine Leistung, die man nicht jeder Fortsetzung unterstellen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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