Haben sich die Zutons mit ihem ersten Album "Who killed... the Zutons" in Großbritannien stetig eine große Fangemeinde erarbeitet und sind auch hier zum Geheimtipp avanchiert, so sollte spätestens mit der Veröffentlichung von "Tired of hangin' around" auch hierzulande klar sein, dass die Zutons längst kein Geheimtipp mehnr sind, sondern ein richtig großes Ding.
Zutons-Sänger und Gitarrist Dave McCabe gibt als Musikeinflüsse immer wieder gern Devo, family Stone oder Die Talking Heads an, doch die Zutons haben im Grunde bereits ihren ganz eigenen Stil entwickelt, der von Fans auch gern als "Zuton Fever" bezeichnet wird.
"Tired of hangin' around" ist straighter und rockiger als sein Vorgänger, massentauglicher könnte man unter vorgehaltener Hand tuscheln.
Wichtig ist jedoch der funkige Sound, der für die Zutons so typisch geworden ist.
Soulige Anleihen in den Backgroundvocals kann man bereits beim ersten Stück "Tired of hanging around" erhaschen, ein Stück, dass sich vor allem live hervorragend macht und eine prima Single abgibt.
"It's the little things we do" hätte wiederum auch einen Platz auf "Who killed... the Zutons" verdient, kratzige Gitarren und McCabes verzweifelter Gesang harmonieren wunderbar, bis der Chorus etwas Entspannung bietet.
"Valerie" könnte ein weiterer Single-Hit werden, wunderbar funkige Gitarrenarbeit und das Zutons-typische Saxophon, gespielt von Abi Harding machen den Song zu einer lockeren Tanznummer, die gute Laune verbreitet.
Die Lyrics von "Someone's watching over me" könnten die Zutons auch von einem Gospelchor geklaut haben, es geht ruhig zu.
Dieses Stück ist eine interessante Mischung aus Countrymusik und Hawaii-Anleihen.
"Secrets" ist auch eher ruhig, ein paar Mal denkt man das es gleich krachen könnte, nur um mit einem Chorus bedient zu werden, der im Ohr bleibt.
Leider istd as Lied nicht abwechslungsreich genug um wirklich zu überzeugen.
Anders "How does it feel?" Hier sind besonders die lyrics hervorzuhaben.
wieder einmal macht der Chorus süchtig, die Bassline bleibt nachhaltig im Ohr.
Dann kommt man zur ersten Single des Albums "Why won't you give me your love". Wahrlich, eine Single, die zum Mitwippen und Mitsingen der witzigen Lyrics einlädt, die fast schon zur Kategorie "Anti-Lovesong" gehören. Bei diesem Stück merkt man zudem, wie gut sich die Stimmen von Harding und McCabe ergänzen.
In "Oh Stacey" kommt man wieder einmal nicht um das Saxophon herum, will man aber auch gar nicht. Der Text beruht auf einer wahren Begebenheit, und auch wenn das Thema nicht gerade lustig ist, verbreitet der Song selbst gute Laune en masse.
"You've got a friend in me" ist wieder ruhig, soulig, aber etwas zu ruhig, mit dezentem Saxophon und tollen Lyrics, doch leider ist nichts Besonderes an dem Song hervorzuheben.
"Hello Conscience" mag zunächst gewöhnungsbedürftig sein, ist aber ein hunderprozentiger Live-Hit. Der Bass ist beeindruckend, in Kombination mit den Drums kann man wieder einmal kaum die Füße stillhalten.
Das letzte Stück "I know I'll never leave" fängt ruhig an, soulig sogar, und es scheint als bräuchte die Band etwas zeit um warm zu werden, nur um dann wieder in ruhiges Gewässer zu tauchen. Eine interessante Mischung.
Fazit: Die Zutons geben sich weniger experimentierfreudig, ahben mit diesem Album aber einen würdigen Nachfolger geschaffen, der ihnen auch den Weg in unsere Gefilde ebnen sollte.