Dieser guter Film kann durch seine Zeitsprünge und seine scheinbar (!) irrtümliche Schwerpunktsetzung, die sich immer wieder in ausgeprägten Nebenhandlungen, die die Haupthandlung abschwächen, äußert, sicherlich nur ein kleines Publikum erreichen. Aber darin liegt durchaus ein Reiz, eben das Bemühen sich vom Mainstream abzusetzen, was überwiegend gut gelingt und der Film kann sich somit als gelungene Abwechslung an einem konventionell-künstlerischen Markt etablieren.
Die Schauspieler wissen gewohnt zu überzeugen, allen voran Gary Oldman, der mit einer starken Performance aufwartet.
Ebenfalls gelungen ist, dass die Problematik und Sentimentalität der Kleinwüchsigkeit nicht zu sehr breit getreten wird und hier durchaus Objektivität zum Tragen kommt, wenn kleinwüchsige (vermeintliche) Antagonisten um ihre Daseinsberechtigung kämpfen.
Dieser Film ist anders, das bekommt von der ersten Minute an zu spüren, aber er schafft es, einen eigenen Charakter zu entwickeln, den er gut durchhält und damit lässt er sich irgendwo zwischen Mainstream und Experimentalkino einordnen.