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Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
 
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Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen [Gebundene Ausgabe]

Hallgrímur Helgason , Kristof Magnusson
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Toxic hat es echt nicht leicht: Eben ist der Kroate noch erfolgreicher Auftragskiller in New York, doch dann geht bei einem der Morde etwas schief. Auf der Flucht vor dem FBI bringt er einen Fernsehprediger um die Ecke, um dessen Platz im Flieger nach Island zu besetzen, und muss dort notgedrungenermaßen die Rolle weiter spielen. Er meistert einen reichlich obskuren Auftritt im isländischen Bibel-TV und verliebt sich in die Tochter seiner Gastgeber - klar, dass die Maskerade irgendwann auffliegt. Jetzt wird es erst recht ungemütlich für ihn, denn seine gottbeseelten Hausgenossen haben beschlossen, ihn zu einem besseren Menschen zu machen - ob er will oder nicht. Und schließlich kommen auch noch seine alten Killerkumpane zu Besuch auf die Insel im Nordmeer. Hallgrímur Helgason tut mal wieder das, was er am besten kann: Er verflicht schnelle, irrwitzige Handlungsstränge mit einer großen Portion schwarzem Humor und garniert das spannende Ganze mit einem Klecks Gesellschaftskritik. Nicht zu stumpf, nicht zu belehrend, sondern genau richtig. (es)

Pressestimmen

»Hallgrímur Helgason ist ein neuer Streich geglückt, ein Gesellschaftsroman, der Komik und Ernst wunderbar vermischt.« --Rainer Moritz, Die Welt, 03.04.2010

»Der kroatische Mafia-Auftragskiller Tomislav Boksic, genannt Toxic, muss nach einer Panne New York verlassen und strandet auf einer Insel, die ihm sehr seltsam vorkommt: Island. Eine schräge Story erzählt Autor Hallgrímur Helgason in seinem neuen Buch - eine Art "Pulp Fiction" des Heimatromans.« --Bernd Haasis, Stuttgarter Nachrichten, 17.04.2010

Kurzbeschreibung

Eine einzigartige Mischung aus Spannung und Humor

Es läuft nicht gut für Toxic. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität übernehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger ... Hallgrímur Helgasons neuer Roman ist noch schneller, noch spannender und noch witziger als seine Vorgänger.

Klappentext

Eigentlich ist er Kroate, eigentlich lebt er in New York und eigentlich ist er kein Priester, sondern ein Auftrags killer mit 66 erfolgreich ausgeführten Morden. Doch einmal in Island angekommen, bleibt Toxic nichts anderes übrig, als die Rolle des Predigers zu spielen. Mehr schlecht als recht absolviert er einen Auftritt in einer TV-Show und verliebt sich auch noch in die Tochter seiner Gastgeber. Bald schon droht er aufzu fliegen ... Hallgrímur Helgason hat eine schräge Geschichte an den Rändern Europas geschrieben.

»Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.«

Über den Autor

Hallgrímur Helgason, 1959 in Reykjavík geboren, nach dem Studium an der Hochschule für Kunst und Kunstgewerbe in Reykjavík, besuchte er ein Jahr die Kunstakademie in München. Seit 1982 arbeitet er als Autor und bildender Künstler in seiner Heimatstadt. Sein erster Roman erschien 1990. Den internationalen Durchbruch brachte ihm 1996 »101 Reykjavík«, der kurze Zeit später auch verfilmt wurde, wie zuletzt auch sein Roman »Rokland«.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. TOXIC

Meine Mutter hat mich Tomislav genannt, und mein Vater war ein Bok?si'c. Nach der ersten Woche in Amerika nannten mich alle nur noch Tom Boksic. Es war bloß eine Frage der Zeit, bis daraus Toxic wurde.

Der, der ich heute bin.

Ich frage mich oft, ob ich meinen Namen vergiftet habe oder er mich. Ich bringe Gefahr. Sagt zumindest Munita. Die ist süchtig nach Gefahr. Meine leicht entflammbare Freundin. Munita hat in Peru gelebt. Bis Terroristen ihre Familie in die Luft gesprengt haben und sie nach New York gezogen ist, wo sie einen Job an der Wall Street bekommen hat. Ihr erster Arbeitstag war der 11. September. Auf unserer ersten Reise nach Kroatien wurde sie Zeugin zweier Morde. Den ersten habe ich zugegebenermaßen selbst begangen, aber das mit dem zweiten war reiner Zufall. Und eigentlich sogar ganz schön romantisch. Wir waren in Mirkos Restaurant essen, als der Mann am Nebentisch eine Kugel in den Kopf bekam. Etwas von seinem Blut ist in Munitas Weinglas gespritzt. Ich hab's ihr nicht gesagt. Es war sowieso Roter.

Eigentlich mag sie gar keine Gewalt, sagt sie, aber ich glaube, dass sie sich von Herrn Gefährlich angezogen fühlt, gerade weil er so toxisch ist. Bei uns vergeht nie viel Zeit bis zum nächsten Knall. Der Sex ist immer explosiv. Munita ist das, was die Amis ein body-girl nennen. Wenn Männer sie ansehen, beginnen sie immer unten. Wie die meisten Südamerikanerinnen ist sie nicht groß, und manche Leute haben sogar gesagt, sie sei fett, aber diese Leute haben danach nicht mehr viel gesagt. Wenn man mit ihr eine ruhige Straße entlanggeht, kann man hören, wie ihre Brüste hin und herschwingen. Sapp-schwapp, sapp-schwapp. Mein Lieblingsgeräusch hier in Amerika. Wenn sie ihre merkwürdige orangefarbene Bluse trägt, hören die anderen es auch. Seit ich sie kenne, werde ich das Gefühl nicht los, dass ich sie früher irgendwo schon mal gesehen habe. Bevor wir heiraten, sollte ich sie fragen, ob sie mal in einem Porno mitgespielt oder im Internet gestrippt hat.

Das Beste an Munita ist allerdings, dass ihre Familie tot ist. Keine Schwiegermutter, keine Onkel und Tanten, keine Thanksgiving-Feiern, Kindergeburtstage oder Hochzeiten, bei denen man sich sehen lassen muss und dann, fünfzig Leute im Rücken, in brütender Hitze auf irgendeiner Wiese herumsteht.

Munita Rosales hat eine Schwäche für Waffenträger. Vor mir war sie mit einem dieser Talotypen aus Long Island zusammen. (Wir nennen Italien immer Talien, seit Niko mal aus Versehen bei einem ihrer Restaurants das »I« weggeschossen hat.) Sein Lebenslauf war wesentlich kürzer als meiner, aber als Kollege zählt er wohl trotzdem.

Ich bin das, was man in unserer Sprache pla?ceni ubojica nennt. In New York sagen sie dazu hitman , Auftragskiller. Seit ich vor sechs Jahren hierher gekommen bin, habe ich den Bestattungsinstituten einiges zu tun gegeben. Ich habe sogar mal darüber nachgedacht, mit einem eine Kooperation zu starten - erst vor ein paar Tagen habe ich zu Dikan gesagt, er solle heimlich eins aufkaufen. Dann könnten wir an unseren Opfern auch noch verdienen, nachdem sie tot sind.

Erlauben Sie mir, Ihnen etwas von meiner Arbeit zu erzählen. Die meiste Zeit kellnere ich im The Zagreb Samovar , unserem gemütlichen Restaurant auf der East 21st Street. Das englische Wort waiter passt ganz gut, denn ein großer Teil der Arbeit eines Auftragsmörders besteht darin, auf den nächsten Auftrag zu warten. Was ganz schön nerven kann. Die Balkanbestie in meiner Seele bekommt nie genug. Wenn zwischen zwei Schüssen mehr als drei Monate vergehen, werde ich unausstehlich. Mein flauestes Jahr war 2002. Nur zwei Treffer und ein Fehlschuss. Letzteren bereue ich noch heute. Fehlschüsse können in meiner Branche tödlich sein. Wer will schon eine angeschossene beleidigte Leberwurst, die durch die Stadt tobt und dafür sorgen möchte, dass man selber die Abschiedskugel kriegt? Die Leute reagieren nun mal ziemlich genervt, wenn sie merken, dass man sie umbringen will. Aber ich versichere Ihnen: Der, den ich 2002 verfehlt hatte, musste 2003 als Erster dran glauben. Seitdem lasse ich nichts mehr anbrennen. Ich bin dreifacher Sixpacker. Das ist wohl Manhattan-Rekord. Perrosi, der Taliener, hat Ende des letzten Jahrhunderts ein, zwei Six-packs geschafft, als John Gotti noch König von Queens war, aber drei sind noch niemandem gelungen. Die Taliener sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn die mehr Filme über dich drehen, als du Leuten den Hals umdrehst, hast du den Zenit überschritten. In zwanzig Jahren wird es eine Fernsehserie über uns geben: Die Sli?skos . So wie Die Sopranos . Aber ich werde dann wahrscheinlich so aussehen wie unser Freund Shaking Trigger, mit Dauerwelle und dauernd auf Viagra.

Munita sage ich immer, dass es mir bei dieser Sixpack -Geschichte um die Umwelt geht. Ich möchte in dieser ohnehin schon lauten Stadt einfach keine unnötigen Schüsse abfeuern. Das habe ich ihr bei unserem dritten Date gesagt, nachdem sie mich zum dritten Mal gefragt hat, was ich beruflich mache. Um sie zu einem vierten Date zu bekommen, musste ich ihr vier Wochen hinterhertelefonieren und einen kleinen Einbruch machen.

Sorry, ganz vergessen: Ein packer zu sein, bedeutet, dass man ein Sixpack geschafft, also mit sechs aufeinanderfolgenden Schüssen je einen unter die Erde gebracht hat. Sechs Kugeln, sechs Beerdigungen. Mit flennenden Witwen, Blumen und allem.

Dikan hätte mich längst befördern sollen, aber der Sack ist störrischer als ein Esel mit Kopfschmerzen. Das Einzige, was dieser Fingerlutscher sagt, ist:

»Toxic ist ein verlässlicher Kellner. Die Leute sind bedient.«

Ich freue mich schon darauf, wenn von Bili?c der Befehl kommt, den Fingerlutscher umzulegen. Sein Spitzname kommt übrigens daher, dass er seine kurzen fetten Finger nach jeder Mahlzeit ablutscht.

Wir versuchen, so unauffällig zu sein, wie es geht. MWA ist unsere Spezialität: Möglichst Wenig Aufsehen. Daher bemühe ich mich, meine Aufträge im privaten Rahmen abzuwickeln; bei den Leuten zu Hause, im Auto oder im Hotel. Am liebsten ohne Zeugen. Wenn das nicht klappt, laden wir das Opfer auch gern mal zum Essen in unser Restaurant ein. Zum letzten Abendmahl, wie wir immer sagen. Nach dem Essen präsentiere ich dem Gast eine Rechnung, die so hoch ist, dass er sie nur mit seinem Leben begleichen kann. Dann geleiten wir ihn in ein spezielles Hinterzimmer, das Rotes Zimmer heißt, obwohl es grün gestrichen ist.

Im The Zagreb Samovar gibt es keine Stammgäste.

Ehe ich es vergesse: Der Name von dem Laden ist komplett bescheuert, ein Samowar ist eine Teemaschine, die nicht das Geringste mit kroatischer Kultur zu tun hat, aber Dikan findet gerade das total smart.

»Sich dumm stellen, ist die beste Tarnung«, sagt er dauernd.

Obwohl ich in unserer Hierarchie immer noch ziemlich weit unten stehe, kann ich mich nicht beklagen. Die Bezahlung ist gut und das Essen natürlich auch. Ich habe eine fantastische Wohnung auf der Wooster Ecke Spring, eine Immobilie, für die Munita sich niederlegt. Ich liebe dieses Noisy York, obwohl ich meine Heimat natürlich an jedem einzelnen Scheißtag vermisse. Doch seit wir vor einigen Monaten ein bisschen an der Kabelbox herumgeschraubt haben, kann ich nun wenigstens HRT und Hajduk Split auf meinem Flachbildfernseher sehen. Meine Mutter ruft jedes Jahr an und fragt, wann ich wieder zu studieren anfange. Das ist kroatischer Slang für »Geld alle«. Sobald sie auflegt, überweise ich ihr über das Internet zweitausend Dollar, und dann habe ich ein Jahr Ruhe.

Sie lebt allein mit meiner kleinen fetten Schwester. Mein Bruder und mein Vater sind im Krieg gestorben. [...]

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