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am 2. November 2006
Komplexe Systeme, ob es Gesellschaften sind, Lebewesen oder eine Zelle haben gemeinsame Eigenschaften. Unter anderem kann es ploetzlich zu starken Aenderungen kommen, die nur durch geringe Veraenderungen ausgeloest werden. Mit diesem Themenbereich beschaeftigt sich das Buch von Gladwell.

Das Thema ist also vielversprechend und koennte auf eine inzwischen reichhaltige Forschungsliteratur aufbauen. Gladwell zitiert auch einige interessante Untersuchungen von allerdings unterschiedlicher Qualitaet. Er vermittelt dem Leser ein Eindruck ueber das Gebiet. Das geschieht allerdings nicht sehr zusammenhaengend. Die Beispiele erscheinen teilweise zufaellig und die Argumentation ist nicht immer schluessig. Historische Beispiele werden als Beleg verwendet, obwohl sie hoechstens als Hypothese dienen koennte. Die Kindersendung "Sesamstrasse" wird in einem interessanten Beitrag gewuerdigt, hat aber mit dem Hauptthema nur mittelbar etwas zu tun. Die Zitierung von Einzelpersonen entspricht einer sehr "amerikanischen" Schreibweise.

Richtig enttaeuschend ist, dass dem Verfasser der Blick ueber den Tellerand fehlt. Bei weiten mehr wissenschaftliche Bereiche als nur Psychologie, Soziologie oder Oekonomie haben sich mit dem Sachverhalt beschaeftigt. Es fehlt der Verweis auf die bereits sehr fundierten Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Mathematik und angewandten Physik, die diese Phaenomene untersucht und in Modellen beschrieben haben. Die Versprechung, zu zeigen wie Systeme beeinflusst koennen, wird nicht eingeloest. Das ist vielleicht auch zu frueh, aber dann sollte der Autor das nicht auf dem Klappentext akzeptieren. Warum der Verlag umbedingt einen englischen Ausdruck benutzen musste ("Tipping point") anstatt des gleichwertigen deutschen Ausdruckes ("Umschlagspunkt"), ist wohl sein Geheimnis.

Bilanz: Ganz nett, aber es gibt bessere Buecher.
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am 31. Oktober 2006
BUCHINHALT:

"Die Welt um uns herum mag unbeweglich und unnachgiebig erscheinen. Sie ist es nicht."Mit diesem Glaubenssatz eröffnet M. Gladwell einen neuen Blick auf unsere Umwelt: mit dem kleinsten Anstoß kann man sie "wenn man den Tipping Point trifft" kippen. Dem Konzept des Tipping Point liegt der Gedanke zu Grunde, dass es genügt, die Aufmerksamkeit auf einige wenige Stellschrauben zu richten, um zu erklären, warum bestimmte Ideen, Verhaltensweisen oder Produkte "Epidemien" auslösen und andere nicht. Diese Stellschrauben, die sukzessive im Buch erläutert werden, sind:

1.) das "Gesetz der Wenigen",

2.) die "Verankerung" und

3.) die "Macht der Umstände".

Das Gesetz der Wenigen besagt, dass "Kenner", "Vermittler" und "Verkäufer" dafür verantwortlich sind, dass Mund-zu-Mund Epidemien entstehen. Darauf aufbauend argumentiert das Gesetz der Verankerung, dass Ideen, Produkte oder Verhaltensweisen sich zusätzlich ausreichend einprägen und uns zum Handeln bringen müssen, wenn sie in der Lage sein sollen, Epidemien auszulösen. Neben den Leuten, die Epidemien verbreiten und den wesentlichen Zügen von erfolgreichen Epidemien, kommt ein dritter entscheidender Faktor hinzu: Epidemien hängen von den Bedingungen und Umständen der Zeit und des Ortes ihres Geschehens ab. Demnach kann sich eine Reihe relativ kleiner Veränderungen in unserer äußeren Umgebung dramatisch auf unser Verhalten auswirken.

BEWERTUNG:

M. Gladwell stellt sein Konzept der Tipping Points anhand einer Vielzahl interessanter Beispiele und Geschichten "von der Verbrechensbekämpfung in New York über die "Faszination Rauchen" bis hin zur Vermarktung von Schuhen und Kindersendungen überaus anschaulich, gut strukturiert und schlüssig dar. Wem die insbesondere im Kapital zum Verankerungsfaktor sehr detailliert geratenen Fallbeispiele zu langatmig erscheinen, dem sei gesagt, dass die wichtigsten Aussagen nochmals kurz am Ende eines Kapitals zusammen gefasst sind. Das dritte Kapitel zur Macht der Umstände sei aber ausdrücklich zur vollständigen Lektüre empfohlen.

Insgesamt macht das Buch in eindrucksvoller Weise deutlich, dass die Linie zwischen Ablehnung und Akzeptanz oder zwischen einer Epidemie, die den Tipping Ppint erreicht und einer, die ins Leere läuft, oft sehr viel schmaler ist, als wir glauben. Durch gezieltes Drehen an den richtigen Stellschrauben können wir weitreichende Veränderungen in den verschiedensten Bereichen unserer Umwelt bewirken. Die hohe Kunst liegt darin, die Tipping Points ex-ante zu identifizieren und gezielt zu steuern. Eine konkrete Anleitung hierfür kann aber auch von diesem intelligenten Buch nicht erwartet werden.
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am 17. Juli 2009
Sparen Sie Zeit und Geld - der Inhalt ist so dünn, dass er auf einen Bierdeckel passt:

1. Ideen und Verhaltensweisen verbreiten sich wie Epidemien.
2. Daher können kleine Veränderungen (wie bei einem Grippevirus) dramatische Auswirkungen haben.
3. Es gibt Menschen, die sehr viele Bekannte haben und sehr überzeugend sind.
4. Wenn man diese Menschen überzeugt, so kommt eine Lawine in Gang.
5. Dafür ist es wichtig, dass die Ideen haften bleiben.
6. Es kommt auch auf die äußeren Umstände an.

Zitat aus dem Buch: "Das Gesetz der Wenigen sagt, dass es ein paar ungewöhnliche Leute da draußen gibt, die eine Epidemie auslösen können. Man muss sie nur finden. Die Lehre der Verankerung ist dieselbe. Es gibt Methoden, Informationen so zu verpacken, dass sie unwiderstehlich ist. Man muss sie nur finden."

Leider schweigt sich das Buch über das "Man muss sie nur finden" völlig aus. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie man Informationen so verpackt, "dass sie unwiderstehlich sind", so lesen Sie besser das unwiderstehliche Buch "Made to stick" von Chip Heath und Dan Heath.

Fazit: sehr wenig Inhalt, viele Aussagen sind banal, Darstellung teilweise fehlerhaft. Interessant fand ich lediglich das dritte Kapitel über die Entstehung des Konzeptes für die Sendung "Sesamstrasse". Dafür insgesamt noch gerade 2 Sterne.
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am 13. September 2000
Einfach zu lesendes und spannend geschriebenes Buch über den tipping point und seine Rahmenbedingungen. Der tipping point ist der Moment, an dem ein kleiner Trend zu einer großen Welle wird, ein Produkt zum Renner reift, eine Epidemie größeres Ausmaß annimmt.
Gladwells Hypothesen zu den Bedingungen des tipping point lauten:
Das Gesetz der Wenigen - einige wenige, aber zentrale Charaktere haben Einfluss auf die Verbreitung, ohne sie wird der tipping point nicht erreicht (Gladwell unterscheidet drei Arten von Charakteren).
Der Verankerungsfaktor - wichtig ist es, die Botschaft bei den Empfängern (den Käufern, der Zielgruppe etc.) zu verankern, z.B. durch Wiederholung.
Die Macht der Umstände - der tipping point wird nur dann erreicht, wenn die Umstände es zulassen, die Ausweitung des Trendes also auf fruchtbaren Boden fällt.
Mit diesen Hypothesen verbindet Gladwell den Gedanken der Gestaltbarkeit. D.h., ausgesuchte wenige Menschen können, wenn sie die Botschaft angemessen verankern und die Umstände entsprechend gestaltet werden, den tipping point herbeiführen.
Um seine Hypothesen zu untermauern führt Gladwell Beispiele aus der soziologischen und psychologischen Forschung an, die seine Argumentation stützen und sich gegenseitig im Sinne seiner Ausführungen ergänzen.
Fazit: Das Buch ist insgesamt lesenswert, gerade auch, wenn man sich für die von Gladwell referierten wissenschaftlichen Untersuchungen interessiert - und davon gibt es eine ganze Reihe. Dabei sollte der Leser aber nicht unkritisch mit dem Inhalt umgehen, beispielsweise mit den Ergebnissen der New Yorker Polizei-Strategie der Null-Toleranz, die m.E. deutlich umstrittener ist, als Gladwell es darstellt. Schade ist, dass Gladwell es nicht wirklich schafft, seine Idee des tipping point und dessen Gestaltbarkeit überzeugend zu transportieren - dazu reicht das einfache Zitieren verschiedener Studien nicht aus. Trotzdem eine amüsante und kurzweilige Lektüre.
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am 30. Juni 2005
Meine Beschäftigung mit Tipping Point hatte vier Phasen: Enttäuschung, Begeisterung - Ernüchterung - Weiterempfehlung.
1. Phase: Enttäuschung
Die Erkentnisse Gladwells erscheinen zunächst banal: Sein Tipping Point erscheint zunächst als nichts anderes, womit sich jeder Business-Plan für Web-Seiten beschäftigt: Wie kann ich die kritische Masse erreichen, damit mein Produkt sich von alleine multipliziert. Das war mir dann doch zu wenig für ein Buch, das so gehyped wurde.
2. Phase: Begeisterung
Gladwells wirklich mitreißende Art zu schreiben ließ mich weiterlesen. Wie er die Typen von Multiplikatoren (Vermittler, Verkäufer, Kenner) beschreibt, ist eine geniale Mischung aus Zusammenfassung von Studien sowie eigenen Erlebenissen und Abstraktionen. So etwas liest man nicht oft.
3. Phase: Ernüchterung
Zu einer Produktenttäuschung kam ich, da das Buch als Managementberatung verkauft wurde: Das gerade ist es nicht. Denn Gladwell gibt keinerlei konkrete Hinweise, wie man den eigenen Tipping Point für sein Unternehmen finden kann. Auch eine nachgeschobene zweiseitige Anleitung am Ende kommt über den Ruch - da hat der Lektor am Ende gesagt: Wir brauchen aber auch eine Handlungsanleitung - nicht hinaus.
4. Phase Weiterempfehlung
Hat man sich vom Klappentext-Versprechen gelöst, ist Gladwell nahezu ein Muss. Denn er gibt einem so viele Geschichten an die Hand in denen man seine Managementziele verdeutlichen kann, eigenes Vorgehen reflektieren kann oder einfach nur Spaß zum Überdenken der Gewichtung von Entscheidungen, dass er sich völlig lohnt.
Deswegen am Ende: Volle Punktzahl
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am 25. Oktober 2006
Gladwell zeigt, wie man eine kleine Revolution in Gang setzen kann. Wenn eine geringe Anzahl Kranker eine Grippe-Epidemie erzeugen kann, überlegt er, was ist mit Handelnden oder anderen Faktoren, die Ideen verbreiten, politische Trends voranbringen und sozialen Wandel erzeugen können ?

Gladwell zufolge ist Mundpropaganda ein stark unterbewerteter Faktor beim Erschaffen von Trends. Dabei spielen drei Typen eine entscheidende Rolle: Der „Vermittler“, der jeden kennt und eine große Anzahl von Leuten aneinander bindet, der „Kenner“, der alle relevanten Informationen sammelt und der „Verkäufer“, der andere von einer Vorgehensweise überzeugen kann.

Dann ist da noch das „Gesetz der Wenigen“. Gladwell sagt, daß Gruppen von 150 oder weniger Personen überwältigenden Erfolg haben könne, wenn sie eine Idee vorantreiben wollen.

Ein weiterer Faktor ist die „Macht der Umstände“. New York litt in den Achtzigern unter einer hohen Verbrechensrate. Dieser Trend wurde ins Gegenteil gekehrt. Wahrscheinlich haben viele Faktoren zur Verbesserung der Situation beigetragen. Am wirkungsvollsten aber war die städtische „Broken Windows Policy“ – will sagen: Repariere die zerbrochenen Scheiben in von Kriminalität geplagten Vierteln, sofort und immer wieder, und sende unerbittlich das Signal aus, daß Gesetzwidrigkeiten nicht toleriert werden.

Lausige Verhältnisse tragen zu lausigem Sozialverhalten bei. Und umgekéhrt. Dieses, schon 1992 erschienene Buch bietet in vielen Feldern der aktuellen gesellschaftlcihen Diskussíon mutmachen Ansätze.
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am 29. Juni 2009
Darf man das? Ein Buch besprechen, das man nicht zu Ende gelesen hat? Sei's drum. Auf Seite 213 von 300 war meine Geduld mit 'The Tipping Point' von Malcolm Gladwell (gelesen habe ich die englischsprachige Taschenbuchausgabe) jedenfalls zu Ende und wenn ich es recht bedenke, verlor ich das Interesse an diesem US-Nationalen Nr. 1-Bestseller wohl schon in der Mitte des Buches. 'Wie kleine Dinge Großes bewirken können' lautet der Untertitel des Schmökers. Dies ist ein Thema, das mich interessiert und außerdem lag das Buch auf dem Tisch mit dem großen Schild 'buy 1, get 1 half price'. Jetzt aber genug der Entschuldigungen.

Der 'Tipping Point', das ist laut Buchdeckel jener 'magische Moment, an dem eine Idee, ein Trend oder ein soziales Verhalten eine Schwelle überschreitet, umkippt, und sich wie ein Flächenbrand ausbreitet.' Die Suche nach Gesetzmäßigkeiten, die erklären könnten, wie es zu diesem Umkippen kommt, beschäftigt den Autor Malcom Gladwell, der zehn Jahre lang als Reporter für die Washington Post gearbeitet hat, erst als Wissenschaftsjournalist, und dann als Leiter des New Yorker Büros. Als Business-Ratgeber sei das Buch großartig, lobte denn auch ein Kritiker, denn der 'Tipping Point' stecke voller neuer Theorien über die Wissenschaft der Manipulation.

Epidemien, behauptet Gladwell, gingen immer von einigen wenigen Leuten aus. Claro, würde ich entgegnen, denn sonst wären es ja keine Epidemien. Aber Gladwell hat noch mehr entdeckt: die Schlüsselpersonen, die eine Epidemie verbreiten, ließen sich anhand ihres speziellen Charakters und ihrer Talente in drei Gruppen unterscheiden: Die 'Connectors', das sind grob gesagt Leute, die sehr viele Leute kennen. Die 'Mavens' sind diejenigen mit Ahnung. Experten also, oder wandelnde Lexika, die noch dazu ein tiefes Bedürfnis haben, ihr Wissen anderen mitzuteilen. Und natürlich dürfen auch die 'Salesmen' nicht fehlen ' gute Verkäufer die eine Idee oder ein Produkt an den Mann bringen. Als Beispiel muss die Wiederentdeckung der Hush Puppies herhalten, einer Reihe von Schuhen, die jahrzehntelang immer weniger verkauft wurden und dann binnen weniger Jahre Bestseller wurden, nachdem ein paar New Yorker Jugendliche sie für cool befunden hatten. Auch die amerikanische Revolution, hätte Gladwells Logik zufolge nicht stattgefunden oder wäre anders verlaufen, wenn Paul Revere (er warnte die Kolonialisten vor den heran rückenden britischen Truppen) ein anderer Mann gewesen wäre.

Dann ist da noch die Feststellung 'Little things can make a big difference'. Natürlich kann man, wie Gladwell das tut, große Ereignisse so lange unter die Lupe nehmen, bis man einen scheinbaren Schlüsselfaktor entdeckt, ohne den das Ganze nicht statt gefunden hätte. Man kann aber auch den Standpunkt vertreten, dass irgendwann das Fass voll ist und dass der berühmte Tropfen, der zum Überlaufen führt, jede x-beliebige Kleinigkeit sein kann. Gladwell geht den ersten Weg und arbeitet nach dem Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht".

Zugegeben: Gladwell schreibt angenehm flüssig, sei Stil ist lebendig und er ist leicht verständlich. Aber sein Bemühen - oder sollte ich sagen, seine Masche? - Gesetzmäßigkeiten herzuleiten, wo andere lediglich den Zufall am Werk sehen, wirkt streckenweise sehr ermüdend und vor allem sehr unwissenschaftlich. Spannend wird es dort, wo der Autor über die Verbreitung von Aids und Syphilis schreibt oder über das plötzliche Verebben eine Welle von Gewaltverbrechen in New York City, nachdem Bernie Goetz in der U-Bahn vier Schwarze nieder schoss und dadurch fast zum Volksheld wurde. Allerdings hat man diese Erzählungen anderswo auch schon gelesen und es beschleicht einen der Verdacht, dass hier Dinge in ein Schema gepresst werden, um eine vorgefasste Meinung zu untermauern. Eine saubere Recherche oder gar wissenschaftliche Arbeit, bei der auch andere Erklärungsmöglichkeiten überprüft würden, sieht jedenfalls anders aus.

Geradezu absurd wird es, wenn am Beispiel der Sesamstraße minutiös-langatmig erklärt wird, wie deren Macher durch fleißiges herum experimentieren zum Erfolg kamen oder wenn die religiöse Gemeinschaft der Hutterer, die Armee und die Firma Gore-Tex dafür herhalten müssen, die Zahl 150 zur magischen Obergrenze für erfolgreiche Gruppenarbeit zu erklären.

Nein, Herr Gladwell, so geht das nicht. Der Ansatz ist löblich, die Frage wichtig, doch in der Ausführung halte ich dieses Projekt für gescheitert. Abgesehen von einigen netten Anekdoten habe ich von dieser Lektüre nichts zurück behalten außer der Verwunderung darüber, wie ein Buch mit derart löchriger und angreifbarer Argumentation auf Platz 1 der (amerikanischen) Bestsellerliste klettern konnte.
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am 28. Januar 2007
In Tipping Point wird in verschiedenen Beispielen aus dem Leben, die Wirkung kleiner Maßnahmen aufgezeigt.

Das Gesetz der Wenigen: hier wird die Wirkung von Vermittlern, Kennern und Verkäufern am Beispiel des Amerikanischen Freiheitskrieges 1775 aufgezeigt. Die zur Aufgabe Berufenen sind immer erfolgreicher. In unserem Berufsleben wird der Erfolg des Unternehmens in der Regel durch Klischees und fehlende Führungskompetenz, die Berufung erkennt, kanalisiert und leitet, am unteren Niveau gehalten.

Die Macht der Umstände: Der Vandalismus in der New Yorker U-Bahn, der Kampf gegen die Vandalen indem immer nur saubere von Graffiti freie U-Bahngarnituren in den Betrieb gehen. Die simple Erhöhung der Kontrollen in den U-Bahngarnituren. Diese einfachen Maßnahmen bringen es mit sich das der Vandalismus und die Kriminalität schlagartig langfristig zurückgehen.

Die magische Zahl 150: ein Unternehmen ist sehr konventionell und einfach überschaubar bis die Zahl von Mitarbeitern weniger als 150 beträgt. Wird diese Zahl an Menschen in einem Unternehmen Überschritten so bedarf es neuer anderer Organisation - und Führungsmethoden um erfolgreich zu bleiben.

Der Verankerungsfaktor: Am Beispiel einer Fernsehserie, der Sesamstrasse", werden Elemente aufgezeigt, die Kinder, und das sind die kritischsten Zuseher, aktiv im Film bleiben. Wie dieselbe Wiederholung der Serie mit jedem Tag mehr Zuseher gewinnt. Verankerung der Botschaft durch Wiederholung.

Fallstudie Airwalking: Schlagworte als Markenbegriff für Produkte der Skateboarder-Szene aufgegriffen. Produktion gestartet, die Skateboarder haben Produkt so überarbeitet, dass es cool für sie wurde. Produktionsunternehmen wuchs sehr schnell, orientierte sich immer mehr an der Konkurrenz und wollten ihr Spezialprodukt in einem Übermaß in allen Läden an den Markt bringen. Sonderstellung des Produktes ging verloren, mit ihm die Kunden.

Diese Buch zeigt für jedes Unternehmen Punkte auf, an denen es rasch mit einem kleinen Budget handeln und Erfolg erzielen kann. Der Mut zum Handeln sollte schon vorhanden sein um den Erfolg einzuleiten und erleben zu können..
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am 13. August 2006
tipping point ist die geschichte der idee, daß man dramatische veränderungen und entwicklungen in unserem alltag am besten versteht, wenn man sie sich als epidemie vorstellt.

epidemien haben drei eigenschaften: "zum einen die ansteckung, zum zweiten die tatsache, daß kleine ursachen große wirkungen haben können, und zum dritten, daß die veränderung nicht allmählich, sondern in einem dramatischen moment eintritt." ... "... und den dramatischen moment in einer epidemie, wenn alles plötzlich umschlagen kann, nennt man tipping point."

WARUM DAS WICHTIG IST

"ideen und produkte und botschaften und verhaltenweisen verbreiten sich genauso wie ein virus.", schreibt malcolm gladwell, und: "eine welt, die den regeln von epidemien folgt, unterscheidet sich sehr von der welt, in der wir im moment zu leben glauben."

WARUM DAS FÜR MARKETING UND MANAGEMENT WICHTIG IST

"... man kann, glaube ich, sagen, daß die mundpropaganda, das gespräch, selbst in unserem zeitalter der massenkommunikation und der multimillionen-werbekampagnen noch immer die wichtigste form menschlicher kommunikation ist."

...

"es gibt eine menge werbeleute, die glauben, daß die mundpropaganda, gerade weil werbung und marketing in unserem alltag praktisch allgegenwärtig sind, die einzige art der überredung geworden ist, auf die die meisten von uns überhaupt noch reagieren."

DAS ERFOLGSREZEPT

auf den ersten 40 seiten legt malcolm die grundlagen. danach erklärt er ausführlich die ingredienzien einer erfolgreichen 'epidemie':

'kenner', 'vermittler' und 'verkäufer' werden anhand anschaulicher beispiele charakterisiert und ihre ausschlaggebende rolle für den erfolg dargelegt. sie sind bestandteile des 'gesetzes der wenigen', welches, ebenso wie die 'verankerung' und die 'macht der umstände', bestimmend für den verlauf einer epidemie sind.

alles weitere steht im buch. also:

FAZIT

unbedingt lesen! auch wenn es nicht für kommunikation, business und marketing geschrieben wurde, so kann neben dem menschen auch der manager noch eine menge lernen und durch die aktive auflösung bestehender vorurteile neuland beschreiten.
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Ideen und Botschaften verbreiten sich innerhalb menschlicher Gemeinschaften genau so, wie Viren von Mensch zu Mensch und Gruppe zu Gruppe überspringen. Diese Prämisse, dass soziale Trends Bevölkerungen wie ansteckende Epidemien durchtränken, ist die interessante Basis für Malcolm Gladwells Untersuchung in seinem Buch, das zeitweise wirklich faszinierend zu lesen ist. Das Buch läuft zur Hochform auf, wenn es darum geht, die Theorie der Epidemie im Marketing anzuwenden. Man erkennt die Schlüsselfiguren, die einen Trend oder in diesem Fall eine Krankheit zu verbreiten helfen. Trotzdem gelingt es Gladwell nicht immer, diese Beobachtungen in einem stichhaltigen und schlüssigen Argument zusammenzufassen. Das Buch liest sich wie Notizen, von denen einige etwas abdriften. Aber auf Grund der Texte, die den Zyklus der Trendverbreitung wirklich durchleuchten, empfiehlt getAbstract.com dieses Buch Marketing- und Werbeleuten, aber auch anderen Trendinteressierten.
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