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Produktinformation
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Ihre Eltern hielten diese ungewöhnliche Jugend in Tausenden von Bildern fest und haben die schönsten 120 Aufnahmen für diesen Bildband zusammengestellt. Dabei ist ein Foto anmutiger als das andere. Und immer wieder rührt den Betrachter die unverstellte Natürlichkeit, mit der Tippi selbst auf die scheuesten Tiere zugehen kann. Da streckt sich eine kleine Hand dem Kopf einer großäugigen Antilope hin, da wird ein dicker grüngelber Frosch zärtlich in den Arm genommen.
Die Bilder lassen spüren, dass das Mädchen, das mit seinen dichten Wuschelhaaren selbst an ein kleines Löwenbaby erinnert, einen besonderen Zugang zu Tieren hat. Wie sie ihr Vertrauen erlangt, erzählt Tippi in diesem Buch. Und durch all ihre Zeilen schimmert die Freude am Leben mit den Tieren und Respekt allen Lebewesen gegenüber, eingehüllt in kindliche Weisheit. Tippi aus Afrika ist eine wahre Augenweide, ein Band, in dem jeder Leser sein ganz persönliches Lieblingsbild finden wird: Vielleicht das, auf dem Tippi mit einem Erdhörnchen kuschelt, jenen putzigen Gesellen, die stets so aussehen, als lächelten sie. --Anne Hauschild -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Wer fängt bei diesen Sätzen nicht an zu träumen, zu träumen von einem Leben in freier Natur, wo die Menschen mit Löwe und Zebra per du sind und im Einklang mit ihrer Umwelt leben? "Tippi aus Afrika" ist ein Bildband, der mich nicht zuletzt aufgrund der wunderschönen Naturaufnahmen sofort in seinen Bann zog.
Tippi ist die Tochter eines französischen Fotografenpaars, die in der freien Natur Namibias und Botswanas Tiere fotografierten. Sie wurde 1990 in Windhoek, Namibia geboren und verbrachte eine Kindheit, die wohl ebenso ungewöhnlich wie faszinierend ist. Während Kinder in unseren Breitengraden mit Fernsehen, Gameboys, Barbies und Pokemon aufwachsen, spielt Tippi mit ihrem Freund, dem dressierten Elefanten Abu, mit Löwenbabys und Pavianen ebenso wie mit Schlangen und Kröten. Tippi versteht die Tiere, ebenso wie die Tiere Tippi verstehen: Sie kann mit ihnen sprechen.
Im Buch findet man 120 Abbildungen, die einem eindrucksvoll das Leben eines Mädchens nahebringen, das in der Wildnis aufgewachsen ist. Fotos von Tippi vor den atemberaubenden Landschaften Namibias, mit denen das Kind genauso verbunden zu sein scheint wie mit ihren Freunden, den Tieren. Neben den überragenden Naturaufnahmen von Sylvie und Alain Degré wirkt der Text des Buches fast wie eine nette Beigabe. Das jedoch nur auf den ersten Blick. Tippi erzählt darin auf unterhaltsame aber auch nachdenkliche Art und Weise von ihrem Leben in der Wildnis. Von den Tieren, von ihren Eltern, von Afrika, von den Buschmännern und von ihren Abenteuern.
Obwohl Tippi Degré als Autorin genannt ist, stolpert man, wenn man den Deckel aufschlägt, über folgenden Satz: "Die Geschichten und Geheimnisse wurden Valérie Péronnet anvertraut". Wie genau die Zusammenarbeit zwischen der "Ghostwriterin" und dem Mädchen ablief, wird leider verschwiegen und das ist einer der Punkte, die mich stutzig machten. Noch stutziger wurde ich, als ich erfuhr, wie Tippi, die inzwischen mit ihren Eltern in Paris lebt, ihre Sommerferien verbrachte: Während andere, "normale" Kinder ihre Zeit damit verbringen, im Wasser herumzuplanschen, Sandburgen zu bauen, zu Zelten oder Fußball zu spielen, darf Tippi ihre Ferien in Talkshows verbringen, wo sie den betroffenen Zuschauern von ihrer Sehnsucht nach der Wildnis erzählt. Scheinbar wird der Medienrummel um das Mädchen von ihren Eltern unterstützt. Und diese Tatsache lässt das Buch in einem ganz anderen Licht erscheinen und man stellt sich unweigerlich ein paar Fragen:
1. Will das Buch seinen Lesern wirklich einen Einblick in die Kindheit dieses Mädchens verschaffen, oder ist die Geschichte eher inszeniert, zeigen die vielen ausgewählten Fotos nur das, was der Mensch hinter der Kamera sehen MÖCHTE?
2. Gibt der Text wirklich Tippis Gedanken wieder, oder ist er nur ein gefilterter und verfälschter Abklatsch, der klischeehaft mit den Sehnsüchten und Träumen des Lesers spielt?
3. Warum schreibt die Autorin aus der Perspektive des Mädchens und nicht in der dritten Person, vielleicht noch mit eingeflochtenen Zitaten des Kindes, was die Glaubwürdigkeit des Buches unterstützen würde?
Es drängt sich immer mehr das ungute Gefühl auf, den Eltern ginge es hauptsächlich um ihre Karriere als Naturfotografen und kaum um das Wohl des Mädchens. Wird Tippi von den zweifelsohne sehr begabten Fotokünstlern nur "benutzt", um ihnen einen Popularitätsschub zu verschaffen?
Jeder soll sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Aufgrund dieses schalen Beigeschmacks, gebe ich dem Buch nur 4 statt 5 Sterne. Das Buch bleibt weiterhin ein optischer Leckerbissen mit beeindruckenden Fotos und einem Text zum Nachdenken und Träumen. Die Art und Weise, wie dieses Buch und die Geschichte des Mädchens vermarktet wird, kann einem die Träumerei jedoch ein wenig vermiesen.
Vielleicht gibt es bald eine Fortsetzung des Buches: "Tippi im Rampenlicht". Gierige Raubtiere gibt es im Mediendschungel ja ebenfalls...
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