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Tintorettos Engel: Roman
 
 
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Tintorettos Engel: Roman [Gebundene Ausgabe]

Melania G. Mazzucco , Birte Völker
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Interview mit Melania Mazzucco: Jetzt reinlesen [191kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Albrecht Knaus Verlag (22. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813503585
  • ISBN-13: 978-3813503586
  • Originaltitel: La lunga attesa dell' angelo
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 252.196 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Melania G. Mazzucco
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Die Schriftstellerin Melania Mazzucco hat das Schicksal Mariettas erforscht und aufgeschrieben. (…) ‚Tintorettos Engel’ basiert ausschließlich auf historischen Fakten und Details, die Mazzucco über Jahre fundiert recherchiert hat.“ (ZDF aspekte )

"Für Mazzucco erwies sich Tintoretto als Tor, als Schlüssel zu Venedig." (Der Tagesspiegel )

“Mit ungeheurem Einfühlungsvermögen und reich an bestens recherchierten Details erzählt Melania G. Mazzucco die dramatische Geschichte dieses Malergenies. (…) ein ganz besonderes Leseereignis.“ (liesmalwieder.de )

Kurzbeschreibung

Der erste Roman über Tintoretto – Malergenie aus Venedig und Mensch der Renaissance

Tintoretto, der geniale venezianische Maler der Renaissance, legt auf dem Sterbebett Gott Rechenschaft ab über sein Leben – als Mensch, als Sünder, als Künstler, der alles und jeden herausfordert, als Vater mit besonderer Nähe zur Tochter.



»Von Michelangelo die Zeichnung, von Tizian die Farbe«, so lautete das Credo des Färbersohns Jacopo Robusti, genannt Tintoretto, der sich in seinem Leben alles erkämpfen musste, weil er – anders als sein Rivale Tizian – niemals ein Liebling der Venezianer war. Und trotzdem hat er seine Heimatstadt künstlerisch geprägt wie kaum ein anderer. Ungestüm und voll überbordender Schaffenskraft tritt er dem Leser aus dem Roman entgegen. Tintoretto berauschte sich daran, mit den Traditionen zu brechen und sich selbst immer neu zu erschaffen, für ihn war Malen wie Träumen. Sein unbändiges Streben nach Freiheit in der Kunst teilte er mit seiner Tochter Marietta, der ersten Künstlerin der Renaissance. Sie war das uneheliche Kind mit seiner großen Liebe Cornelia, einer deutschen Hure.

Mit ungeheurem Einfühlungsvermögen und reich an bestens recherchierten Details erzählt Melania G. Mazzucco die dramatische Geschichte dieses Malergenies des 16. Jahrhunderts. Es ist nicht zuletzt die Art, wie die Autorin diese außergewöhnliche Geschichte von Vater und Tochter erzählt und in den Mittelpunkt von Tintorettos Lebensbeichte stellt, die diesen Roman zu einem ganz besonderen Leseereignis werden lässt.


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tintoretto 10. April 2010
Von U. Wagner
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist ein gut geschriebenes Buch ,vom Stil her und von der Fühle der Informationen über die beschriebene Zeit,auch wenn es kein Sachbuch ist.Für mich war es besonders interessant ,da ich ausführlich die Scuola Grande di San Rocco und die Kirche San Giorgio Maggiore vor vielen Jahren besichtigt hatte ,und somit vertraut war mit den Örtlichkeiten und dem Werk Tintorettos, auf dessen Spuren ich jetzt,durch die Lektüre dieses Buches wieder gewandert bin.Ich weis nicht wie viel von dem erzählten Leben wahr oder erfunden ist ,es hat mir diesen großartigen Künstler auf jeden Fall näher gebracht und greifbarer gemacht .Auch die Naturbeschreibungen wie ein Gewitter über Venedig (das ich ,trotz mehreren Besuche in dieser Stadt,nie erlebt hatte)haben Korespondenz im Werk Tintorettos ,für mich besonders deutlich in den vielen sehr dramatisch gemalten Himmelfragmenten.Durch das fabulierte Innenleben dieses Menschen und ,vor allem Künstler ,kann man seinem Werk sehr viel näher kommen.Danke!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Obwohl er nur ein Zwerg war, verspottet und mit misstrauen überzogen wurde, so war Tintoretto doch für die Venezianische Malerei ein Glücksgriff. Im Buch TINTORETTOS ENGEL von Melania G. Mazzucco nähern wir uns dem Leben des großen Künstlers auf ganz ungewöhnliche Weise. Mittels einer Lebensbeichte am Lebensende des Venezianers erleben wir hautnah Aufstieg und Fall eines der größten Malereigenies Europas mit.

Sein Leben im Schatten von Leonardo da Vinci oder Michelangelo und sein hervortreten und das Schaffen der großen Werke, alles ermöglicht durch seine Muse, seine eigene Tochter - doch sein Stolz zerstörte auch viel und in 15 fiktiven Tagen bis zum Ende des Meisters wird dessen Geschichte erzählt.

Das Buch ist bildgewaltig, opulent wie halt die Zeit es damals auch war und erotisch, sinnlich aber auch gewalttätig und verschlossen. Die Kirche und der Doge hatten die Macht und vergaben die Aufträge.

TINTORETTOS ENGEL von Melania G. Mazzucco gibt uns mittels eines Historiendramas die Möglichkeit uns fiktiv, aber auch angefüllt mit Fakten, dem Künstler TINTORETTO zu nähern, seine Zeit zu begreifen und hautnah dabei zu sein wenn Kunstwerke von Weltrang entstanden.

Das man auch dabei ist beim Scheitern und bei den vielen Missverständnissen des Lebens, nun ja, dies gehört dann auch dazu.

Das Buch lässt einen nicht zur Ruhe kommen, immer ist die Welt um Tintoretto herum in Bewegung und das Buch bewegt sich auch und wir wie die Erde um die Sonne (Tintoretto) herum.

Empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überschäumendes Leben 16. Dezember 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Jacobo Tintoretto, geboren als Jacobo Robusti (1518 bis 1594), Schüler Tizians, war zu seinen Zeiten einer der bekanntesten und geschätzten Maler Italiens. Ebenso der Begründer einer Malerfamilie, denn sowohl seine Tochter Marietta (La Tintoretta), als auch sein Sohn Domenico Tintoretto traten späterhin durchaus mit Erfolg in seine Fußstapfen.

Merkmal seiner Malkunst war unter anderem, dass seine oft überladenen Bilder immer eine Reihe von Elementen enthielt, die mit dem eigentlichen Thema des Bildes, dem jeweils roten Faden, nichts zu tun hatten sondern allein aus der Lust am Schaffen ihren Weg auf das Bild fanden. Ein Stil, für den Tintoretto zu seiner Zeit mit prägend zeichnete.

Und ein Malstil, der durchaus einiges zu tun hat mit der Konzeption und Form des Buches, denn auch Melanie G. Mazzucco folgt in Teilen, auf der Basis fundiert recherchierter historischer Details, dieser assoziativen Gestaltungsweise. Auch im Buch finden sich eine Vielzahl von Nebenlinien, Einwürfen, kleinen Geschichten, die mit dem eigentlichen roten Faden, der engeren Geschichte des Malers Tintoretto mit seiner Tochter Marietta, wenig bis nichts zu tun haben. Geschickt fügt Mazzucco diese Art des assoziativen Schreibens in ihre Gesamtkonzeption mit ein. Bei ihr ist Tintoretto am Ende seines Lebens angelangt, oft durchaus bereits Fieber delirierend, so dass die Fantasie des kranken Malers im Buch sich, wie in seinen Bildern, mehr und mehr völlig freie Bahn sucht.

Durchaus spannend zu sehen und zu lesen ist diese Korrespondenz zwischen historischer Figur, malerischer Form Tintorettos und dem Stil des Buches. In ähnlicher Weise, wie man sich den Werken Tintorettos mit offenen Sinnen und der Bereitschaft zur freien Assoziation nähern muss. In gleicher Weise stellt auch das Buch seine künstlerische Form in den Raum und trifft somit punktgenau in dieser Form die Art des Malens Tintorettos. Manches Mal durchaus anstrengend beim Lesen, immer aber nah an der Intention der Hauptfigur.

Ihren Protagonisten begleitet die Autorin in den letzten 15, fiebernden, Tagen seines Lebens, in denen der Meister sein Leben in Venedig in der Ich-Form Revue passieren lässt, seine malerischen Vorstellungen, die Lust an der freien Gestaltung, der farbenfrohen, detailreichen, überbordenden Darstellung. Und in denen Tintoretto auch seine Geschichte mit der ihm innerlich nahe stehenden, unehelichen Tochter Revue passieren lässt. Seine vielen anderen Kindern werden zwar ebenfalls erwähnt, bei weitem aber nicht in dem Maße, wie sein Augenstern, seine Lieblingstochter. Marietta, die den unbändigen Drang nach Farbe und Rausch mit ihrem Vater teilt und die er in seine Lehre nimmt. Auf dem Weg dieser Erinnerungen taucht der Leser mit ein in das Schaffen Tintorettos. seine Bilder werden allerdings nur mager und in kleinen Teilen erläutert, intensiv aber das Zustandekommen, die Maltechnik, zudem findet das Leben im Venedig jener Zeit expressiven Ausdruck im Buch.

Am Ende des Buches ergibt sich ein pralles Bild eines überschäumend, leidenschaftlichen Malers, der immer seinen ganz eigenen Weg suchte und mit seinen besten Werken darin maßgebend für seine Zeit wurde und das Lebensbild eines ebenso leidenschaftlichen Lehrers, der voller Inbrunst den Weg seiner Tochter ebnet und begleitet, der aber anderseits diese Tochter immer wieder versucht, aufs Engste an sich zu binden und nicht an das Leben der Freiheit, die er selbst so hoch schätzt, freizugeben.
In der Form gewöhnungsbedürftig, assoziativ, hin und her springend zwischen den vielen Personen, Kindern, Lebensabschnitten, in der Sprache aber bildreich und ebenso prall geschrieben, wie Tintoretto malte
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