Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Fortsetzung zu Tintenherz, 23. September 2005
Während in Teil 1 (Tintenherz) diverse Figuren aus dem gleichnamigen Buch in die unsere, "reale Welt" kamen, ist Protagonistin Meggie nun wie versessen darauf, in die "Tintenwelt" des Buches einzudringen. Tintenblut spielt also diesmal in der Fantasy-Welt des Buches "Tintenherz", welches Fenoglio geschaffen hat. Die beschriebene Welt hat mich etwas an das Herr-der-Ringe-Universum erinnert, was ja schon mal gut ist. Zudem verfügt es über eine größere Tiefe als "Tintenherz", da nun ca 50 neue Charaktere zu den bisher bekannten hinzukommen, was aber auch teils etwas verwirrend ist. Wer Tintenblut lesen will, muss unbedingt Tintenherz gelesen haben, soviel steht jedenfalls fest.Ich persönlich fand, dass sich der mittlere Teil des Buchs etwas zieht, sprich die Spannung kommt abhanden. Anstatt dass die Handlung vorangeht, kommen immer mehr und mehr neue Personen hinzu. Meggie und Mo sind getrennt, die meisten aus Tintenherz bekannten Charaktere haben nur noch eine Nebenrolle (Mo, Resa, Elinor, Basta...) Im Zentrum stehen jetzt Meggie und Fenoglio sowie Staubfinger und Farrid. Auch die in "Tintenherz" hochgepriesene Liebe zu Büchern im Allgemeinen und das Herein/Herauslesen in und aus Büchern spielen nur noch untergeordnete Rollen. Die Handlung ist nicht mehr ganz kindgerecht wie im ersten Buch, sondern entwickelt eine eher traurige, düstere, teils blutige Atmosphäre. Sehr schön finde ich, dass die Idee aus dem ersten Buch, nämlich jedes Kapitel mit einem passenden Auszug aus einem bekannten Kinderbuch zu beginnen, fortgeführt wurde. Fazit: Das Buch ist etwas lang, man muss sich schon im mittleren Teil etwas zwingen, weiterzulesen, die Handlung stockt, dafür wurde hier eine riesige Fantasy-Welt erschaffen. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen, auch wenn der Spannungsgrad von "Tintenherz" nicht mehr ganz erreicht wird.
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37 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Im Vergleich mit anderen Kinderbüchern, 12. Februar 2006
Ich liebe Kinderbücher und interessiere mich für alles zwischen Michael Ende, Astrid Lindgren bis J.K.Rowling. Deswegen habe ich auch Cornelia Funkes "Tintenherz" und "Tintenblut" gelesen. Bei "Tintenherz" schien mir Idee, dass Mo und Meggie, die Hauptpersonen des Buches, Gestalten aus Büchern "herauslesen" können, noch sehr gut. Auch die Geschichte war spannend und die Ideen neu. Bei diesem zweiten Buch nun, der Fortsetzung, in der die Gestalten nicht nur in Meggies Welt erscheinen, sondern Meggie sich nun mit Farid, einem Jungen aus 1001 Nacht, in das Buch "Tintenherz" hineinliest, störte mich aber eines: Und zwar sind meines Erachtens die Figuren in den Gründen für ihre Handlungen nicht immer gut genug herausgearbeitet. Statt beispielsweise die kleine nette Liebesgeschichte zwischen Farid und Meggie mit Gesten, Momenten und Andeutungen wachsen zu lassen, lesen wir im Buch dutzende Male, Farid sei "verliebt" in Meggie und diese würde "rot". Für mich ist das unangenehm, etwas so profan ausgesprochen zu finden. Ich liebe es, wenn die Handlungen von Charakteren sprechen, mehr als solch beschreibende Sätze.Auch, dass die Zeitungen wie "New York Times" etc. gerade das loben, dass Cornelia Funke das "Buch" als solches so poetisch heraushebt - auch das hat mich diesmal ein wenig gestört. Sätze wie "Das Buch konnte erst jetzt atmen" oder die sich immer wieder wiederholende Hymne auf die Lebendigkeit der Wörter,... irgendwie wurde mir das diesmal zu viel. Ich hatte die Idee verstanden und fand dann auch die gewählten Worte nicht mehr neu, sondern echt wiederholend. Ein solches Gefühl habe ich bei Büchern von Michael Ende an keiner Stelle je entwickelt. Funkes "Tintenbücher" stehen in den USA zur Zeit ganz oben in den Bestsellerlisten. Warum aber ist das denn so? Die Geschichte hat mit einer netten Idee begonnen, wird dann aber - finde ich - zu einer durchschnittlichen Abenteuergeschichte: Lager im Wald, eine Burg, der Weglose Wald,... hier und da noch ein besonderes Detail, wie dass Staubfinger in seiner Welt noch herrlicher zum Feuer sprechen kann... aber sonst eigentlich nichts Besonderes oder Unvergleichliches. Insgesamt, auch, wenn ich jetzt sicherlich die Strafe der Fan-Leser in den Negativabstimmungen zu spüren bekommen werde - fand ich dieses Buch nicht mehr so lesenswert wie den ersten Band. Auch finde ich wieder, dass die Form der Gewalt, die in beiden Bänden auftaucht (ein toter Hahn hängt von der Decke, ein Gewehr reißt den Bauch von Mo auf) zu realistisch für ein Kind. Böse Zauberer, Geister... all das kann Kinder gruseln. Echtes Blut aber und realistische Bedrohungen machen Angst - so ging es mir jedenfalls. Ich finde das Buch daher nur bedingt kindgerecht und für Kinder ab frühestens 10 Jahren geeignet. Bei aller Kritik aber hebt sich das Buch immer noch ab vom durchschnittlichen Buch des Kindermarktes, deswegen gebe ich 3 Sterne.
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35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Fortsetzung von Tintenherz, 14. September 2005
Eigentlich ist es doch recht gut ausgegangen, das Abenteuer von Tintenherz. Resa, die Mutter von Meggie, ist nach Hause gekommen. Der böse Capricorn ist besiegt und mit ihm viele seiner Getreuen. Und Farid zieht mit Staubfinger umher, glücklich, endlich nicht mehr allein zu sein.Doch dieses Glück währt nicht lange. Nicht alle Schurken sind entkommen und Basta ist Meggie und Mo schon bald auf den Fersen. Staubfinger gelingt es endlich, jemanden zu finden, der in der Lage ist, ihn in die Tintenwelt zurück zu lesen. Doch dieser durchaus begabte Leser spielt ein doppeltes Spiel und so bleibt Farid zurück. Da es nur eine gibt, die ihm helfen kann in die Tintenwelt zu gelangen, sucht auch er nach Meggie und findet sie vor Basta. Meggie verzehrt schon lange eine geheime Sehnsucht nach der Tintenwelt, von der ihre Mutter ihr so viel erzählt hat. Als Farid sie bittet, eine Tür für ihn zu öffnen, kann sie nicht widerstehen. Das Unmögliche gelingt und beide gelangen in die Tintenwelt. Dort geht der Kampf zwischen Gut und Böse weiter und sie sind bald in lebensgefährliche Abenteuer verstrickt. Dabei treffen sie einige alte Bekannte wieder und es steht viel auf dem Spiel. Cornelia Funke hat die Geschichte weitergesponnen, wieder hoch spannend, unterhaltsam und oft sogar philosophisch. Der Wechsel zwischen den Welten, zwischen der so genannten Realität und der Geschichte, vollzieht sich oft so schnell, dass die Grenzen verschwimmen. So bleibt das Buch fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Allerdings muss man schon dran bleiben. Die Länge mit 736 Seiten ist gerade für jüngere Leser eine Herausforderung und man muss aufpassen, um keinen Erzählstrang zu verlieren. Mit Tintenblut ist die Trilogie um die Tintenwelt in die zweite Runde gegangen. Und mit viel Spannung warten wir jetzt auf das letzte Abenteuer. Spannend!
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