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Tinkers: Roman
 
 
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Tinkers: Roman [Gebundene Ausgabe]

Paul Harding , Silvia Morawetz
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (29. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630873677
  • ISBN-13: 978-3630873671
  • Originaltitel: Tinkers
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 210.514 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein ganz besonderes Buch. Großartig geschriebene Literatur!" (Wolfgang Herles / ZDF )

"Ein kleines Wunder, dieses Buch." (KulturSPIEGEL )

"Ein wunderbares Buch." (Angela Wittmann / Brigitte )

Kurzbeschreibung

Ein Roman voll poetischer Kraft und Zärtlichkeit

Der Uhrmacher George Washington Crosby liegt, umgeben von seiner Familie, in seinem Haus in dem Städtchen Enon im Sterben. Paul Hardings Roman begleitet ihn durch seine letzten Tage, reist aber auch zurück durch die Zeit und spürt den Erinnerungen nach, beschwört die Landschaft von Maine herauf, Georges ärmliche Kindheit, das Leben seines Vaters Howard, der noch als »Tinker«, als Kesselflicker und fahrender Händler, mit dem Maultierkarren über Land zog.

Am Ende seines Lebens beginnt George Washington Crosby zu halluzinieren: Er sieht die Wände, die Decke, den Himmel, ja sogar die Sterne auf sich herabstürzen, sieht sich unter alten Fotos, rostigen Werkzeugen, tickenden Uhren begraben. Gleichzeitig versucht er, sein Leben an sich vorüberziehen zu lassen, was gar nicht so einfach ist, wie er feststellt, denn die Erinnerungen kommen ungebeten und unchronologisch. Da ist seine Leidenschaft für Uhren, die er erst spät entdeckte und die ihm nicht nur Geld einbrachte, sondern auch ganz neue Erkenntnisse über das Universum erschloss. Da ist seine ärmliche, aber abenteuerliche Kindheit und die geheimnisvolle Landschaft im Norden von Maine. Da ist sein Vater Howard, der als »Tinker«, als Kesselflicker und fahrender Händler, mit dem Maultierkarren über Land zog und immer wieder epileptische Anfälle hatte, was nicht nur die Kinder, sondern auch seine Frau Kathleen ängstigte – so sehr, dass sie ihm nahelegte, sich in eine psychiatrische Heilanstalt einweisen zu lassen. Darauf verließ Howard seine Familie; George war gerade mal zehn Jahre alt.

All diese Erinnerungen und Geschichten fügen sich in Paul Hardings unglaublich poetischem Roman zu dem Porträt eines außergewöhnlichen Menschen und seiner Zeit, zu einem sprachlichen Meisterwerk über Mensch und Natur, über Zeit und Erinnerung und die Hoffnung auf eine Ordnung aller Dinge.


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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgen Zeller TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diesmal fällt mir meine Meinungsäusserung äusserst schwer. Dieses Buch hat den Pulitzerpreis gewonnen und ich bin sicher das die Feuilletons der Zeitungen und Zeitschriften eine Laudatio nach der andern publizieren werden, Lobpreisungen dürften in Hülle und Fülle über diesen Roman und den Autoren Paul Harding ausgeschüttet werden und dann kommt so ein kleiner unbedeutender Amazon-Schreiberling wie ich und erfrecht sich das Buch zu kritisieren. Bin ich ein Frevler, ein Mensch der die hohe Kunst des Schreibens nicht zu würdigen weiss, selbst wenn sie ihm, so wie hier, dicht vor Augen steht? Mag sein, aber ich bin ein Leser, ein Konsument der weiss was ihm gefällt und seine ehrliche Meinung schreibt.

Die Geschichte dieses preisgekrönten Romans hat keine nennenswerte Handlung, sie beschränkt sich auf die Erinnerungen, die einprägsamen Momente vom Leben des im sterben liegenden George Washington Crosby. Das ungewöhnliche an Erinnerungen ist, dass es nicht immer die grossen Ereignisse im Leben sind die bleiben sondern die flüchtigen Augenblicke eigentlich unwichtiger Dinge oder die kurzen Begegnungen mit Menschen die sich im Gehirn festsetzen und die man zeitlebens nicht mehr vergisst. Der Gewinn den solche an sich banalen Momente bieten ist manchmal höher als die einschneiden Ereignisse und prägen das Leben mehr und machen es so wie es eben sein sollte, LEBENSWERT.

George Washington Crosby ist in Gedanken versunken und mit dem Tod vor Augen beginnt er zu halluzinieren, sieht Wände einfallen oder den Himmel mitsamt den Sternen auf sich hinabstürzen. Das Leben zieht rasant an ihm vorüber und an einigen mehr oder weniger zufälligen Stellen bleibt es stehen und genau diese Momente werden im Buch beschrieben, dass was George so alles erlebt hat und wen er getroffen hat. Aber an was und wen erinnert sich das Gehirn in den letzten Stunden auf den Sterbebett? An seinen Vater der an Epilepsieanfällen litt, George früh verlassen hatte und als Kesselflicker durchs Land zog, die späte Leidenschaft von George für Uhren und diese zu flicken und bis zur kleinsten Schraube und Zahnrädchen zu verstehen. Aber auch an die Gefühle von Sehnsucht, Bitterkeit über stille Wut bis zur Hoffnung das sich stets alles zum Guten wenden wird..

Das Buch ist sprachlich und literarisch auf einem hohen Niveau, ganz fein geschliffen und überaus detailreich erzählt. Der Intellekt sowie der Geist werden direkt angesprochen und nach ein paar Seiten habe ich die beseelte Art wie die Geschichte erzählt wird gedanklich registriert. Aber leider geschah dies nur auf rationaler Kopfebene, mein Buchgefühl und mein Gemüt haben leider nicht den geringsten Zugang zur Geschichte und zur Person von George gefunden. Zu meinem Leidwesen entfaltete der Roman mit dem filigranen Stil nicht die erhoffte Wirkung, er blieb mir verschlossen wie ein Kokon dem nie ein wunderschöner Schmetterling entschlüpfen wird. Mein Herz ist aber weder morsch, noch verschlissen oder aus dem Takt, es konnte schlicht und einfach mit dieser Geschichte nichts anfangen oder es war das falsche Buch zur falschen Zeit. Mehr als 3 Amazon Sterne kann ich für diesen 189 Seiten kurzen und eher emotionslosen Roman nicht vergeben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Schreibstil war für mich sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, teilweise stark verwirrend. Manchmal wusste ich nicht, was mir der Autor sagen möchte. Es gleicht ein wenig den Gedankengängen, die wir alle haben = lange verschachtelte Sätze, ohne Punkt, die Gedanken treiben weiter und weiter. Nur ist es dabei für den Leser nicht immer leicht, den Inhalt des Geschriebenen zu begreifen.

Der Lesefluss war demnach bei mir etwas stockend, nicht nur die langen Sätze sondern auch das Springen der Erzählperspektiven und der Unterschied zwischen Realem und Halluzination trugen dazu bei.
Es ist kein Buch, welches sich mal eben auf die Schnelle lesen lässt. Ich empfehle daher, sich für diese Geschichte etwas mehr Zeit zu nehmen, um den Inhalt als solches auch wirklich aufnehmen zu können.

Streckenweise war ich davon überzeugt das Buch nicht weiterlesen zu können, weil ich das Gelesene durch den Schreibstil nicht aufnehmen konnte.

Ganz klar zieht sich die 'Vater-Sohn-Beziehung' wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Es beschreibt die Eindringlichkeit einer Liebe, die allerdings nie ausgelebt wurde.

Wer anspruchsvolle und geistreiche Literatur sucht, wird diese in 'Tinkers' finden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ailis TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Müsste ich diesen Roman mit nur einem Wort beschreiben, fiele meine Wahl wohl auf "anstrengend". Ich habe absolut nichts gegen lange Satzschlangen, im Gegenteil, wenn sie gekonnt formuliert und raffiniert aufgebaut sind, kann ich ihnen durchaus etwas abgewinnen und die sprachlichen Findigkeiten des Autors genießen. So ergeht es mir mit Javier Marías' Literatur, um nur ein Beispiel zu nennen. Paul Hardings Sätze jedoch haben sich nicht für eine Qualität à la Marías entschieden, sondern sind zu einem Ärgernis geworden. Außerdem wirkt Hardings Sprache sehr bemüht und steif, so als habe er verzweifelt versucht, seinem Schreibstil einen gelehrten Ton zu geben, was für mich allerdings nach hinten losging, da ich bemühte Gelehrsamkeit nicht ausstehen kann. Harding neigt zu ausufernden Abschweifungen, die man manches Mal vergbelich mehrmals liest, die aber auch nach dem dritten Mal nicht mehr Sinn ergeben. Einzig, wenn er sich erzählerisch der eigentlichen Geschichte widmet, entsteht so etwas wie ein Lese- und Interessensog, der einen dazu bringt, trotz allem an dem Buch festzuhalten.
Harding erzählt die Geschichte des im Sterben liegenden George Washington Crosbys und seines Vaters Howard Aaron Crosby. Howard war fahrender Händler und Kesselflicker, der gerade genug verdiente, um seine Familie am Leben zu halten. Seine starken epileptischen Anfälle erleichterten sein Leben nicht wirklich und die Familie konnte nur schwer mit dieser Krankheit umgehen. Gerade Howards Frau, Georges Mutter, verbitterte zusehends und suchte nach einem Ausweg.
Jahre später liegt der 80-jährige George im Sterben und erinnert sich an Bruchstücke seines langen Lebens, hauptsächlich an Erinnerungen aus seiner Kindheit, an seine eigene Familie und an seine Leidenschaft, nämlich das Reparieren alter Uhren.
Harding springt nun immer zwischen diesen beiden Zeiten und Männern, die Erzählperspektive wechselt ständig, selbst innerhalb der vielen einzelnen Episoden.
Ich mochte die Lebensgeschichten, die Harding sich für seine beiden Protagonisten ausgedacht hat, ich mochte die Gedanken, die er seinen Figuren schenkte und die Gefühle, die er sie äußern ließ. Auch mit dem schwierigen Thema des Sterbens und Dahinscheidens geht Harding sehr gefühlvoll um, weswegen ich es doppelt schade finde, dass es ihm nicht gelungen ist, seinem Erzählfluss treu zu bleiben, sondern immer wieder ein wirres Intermezzo nach dem anderen einbauen musste.
Es mag nun gerne angehen, dass man darin eine neue Idee oder ein besonderes Stilmittel sieht - was wohl letztlich auch geschehen ist, denn Harding hat für diesen Roman 2010 den Pulitzer-Preis erhalten -, doch für mich wurde die Lektüre dadurch sehr anstrengend und die erzählerischen Umwege habe ich als sehr enervierend empfunden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sprachlich sicherlich top, aber für mich trotzdem ein Flop.
Der Pulitzer Preis ist eine Auszeichnung für hervorragende journalistische Leistungen in den USA. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Virginia veröffentlicht
hochgelobt, konnte mich aber nicht überzeugen
Paul Harding "Tinkers" erzählt die letzten acht Tage von George Washington Cosbys Leben.

Dieser liegt zu Hause im Sterben, umgeben von seiner Familie, beginnt zu... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Sarah O. veröffentlicht
An seiner Auszeichnung gemessen eine Enttäuschung
Sprache und Ausdrucksform werden zu 100 Prozent dem gerecht, was man von einem Pulitzerpreisträger des Jahres 2010 erwartet. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
Während die Uhren ticken
liegt George im gemieteten Krankenhausbett in seinem, mit eigenen Händen errichteten Haus. Um ihn herum, Zuschauer oder Beobachter eines Kammerspiels, seine Familie. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Doris Küstner veröffentlicht
Anspruchsvoll-merkwürdig...
Regelrechte Monstersätze, endlos, surreal, verzerrt und anspruchsvoll merkwürdig habe ich dieses Buch erlebt, dessen Schreibstil gewöhnungsbedürftig ist und vor... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von A. Zanker veröffentlicht
Wenn der Vater geht . . .
Die letzten Lebenstage des George Washington Crosby hat Paul Harding in seinem Buch eindrucksvoll, bisweilen sogar ein wenig humorvoll geschildert. Lesen Sie weiter...
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