Pressestimmen
»Bang erweist sich hier einmal mehr als ungemein moderner, fein nuancierender Erzähler.« (
NZZ am Sonntag, 30.10.2011 )
»Bang hat ein dichtes Gewebe geflochten aus Krieg, Liebe und Grauen. Aus Leidenschaft und Verrat. Aus gelähmtem Verstand und wechselhaften Gefühlen. Aus nationaler und persönlicher Überforderung.« (
dradio.de, 23.09.2011 )
»Neben den thematischen Aspekten, die auf elegante, unaufdringliche Weise in den Roman eingearbeitet sind, wird man als Leser vor allem den Stimmungszauber bewundern und genießen, den Bang, der in "Tine" auf der Höhe seines Könnens ist, Seite um Seite entfaltet.« (
DIE WELT, 23.12.2011 )
Kurzbeschreibung
Eine Liebe in Zeiten des Krieges: Herman Bang erzählt die bewegende Geschichte eines jungen Mädchens, das sich angesichts des Sterbens in ein Dickicht aus Konvention und Pflichtgefühl, leidenschaftlicher Sehnsucht und Lebensgier verstrickt.
Tine, die Tochter des Küsters auf einer malerischen dänischen Ostseeinsel, ist bei dem jungen Ehepaar Berg ein gern und häufig gesehener Gast. Vor allem mit Frau Berg verbindet sie eine innige Freundschaft. Doch dann bricht jäh der Krieg in die Idylle ein: Tines friedliches Heimatdorf liegt plötzlich am Rand eines Schlachtfelds, Flüchtlinge und Verwundete werden einquartiert, während der Kanonendonner immer näher rückt. Inmitten der spannungsgeladenen Atmosphäre wird sich Tine ihrer lange verdrängten Gefühle für Berg bewusst …
Vor dem Hintergrund des deutsch-dänischen Krieges 1864 entfaltet sich eine leise, melancholische Liebesgeschichte, in verhaltenen Gesten und zaghaften Blicken zunächst nur angedeutet. Eindringlich und mit großer stilistischer Feinheit schildert Herman Bang die schmerzhafte Sehnsucht und stumme Verlorenheit seiner Protagonistin.
Neuübersetzung zum 100. Todestag Herman Bangs am 29.1.2012