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Julia Timoschenko. Die Zukunft der Ukraine nach der Orangenen Revolution
 
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Julia Timoschenko. Die Zukunft der Ukraine nach der Orangenen Revolution [Gebundene Ausgabe]

Dmitri Popov , Ilia Milstein
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Am 26. März wählt die Ukraine. Das aktuelle Buch zur Zukunft eines Landes, ein Politthriller.

Die Bilder der ukrainischen Orangenen Revolution aus dem Winter 2004 sind noch in Erinnerung. An der Seite von Viktor Juschtschenko eroberte Julia Timoschenko als geheimnisvolle und charismatische Jeanne d’Arc mit dem wie einen Heiligenschein um den Kopf gelegten Zopf die Herzen der Ukrainer. Die frühere Industrielle und vom amerikanischen Wirtschaftmagazin Forbes zur drittmächtigsten Frau der Welt ausgerufene Julia Timoschenko wurde im Herbst 2005 von ihrem ehemaligen Verbündeten und Freund, dem zum Präsidenten gewordenen Viktor Juschtschenko, als Premierministerin aus dem Amt entlassen. Die Ukraine, und damit die Zukunft der Demokratie, der Kampf gegen die mächtigen Oligarchen und die Befreiung aus der Umklammerung durch Putins Imperium stehen auf dem Spiel. Die »eiserne Julia«, wie ihre Gegner sie nennen, lässt keine Zweifel daran, dass sie bei den Parlamentswahlen im März 2006 siegen und dann als nicht mehr vom Präsidenten, sondern vom Parlament ernannte Regierungschefin zurückkehren wird.

Über den Autor

Ilia Milsteingeboren 1960 in Moskau, studierte an der Journalistischen Fakultät der Lomonossow-Universität und arbeitete für verschiedene russische, polnische und deutsche Medien wie Iswestija, Moscow News, Gazeta Wyborcza und Deutsche Welle. Seit 1997 lebt und arbeitet er in München. Dmitri Popow geboren 1963 in Moskau, absolvierte ein Studium am Moskauer Filminstitut und arbeitete als Journalist für Ogonjok und andere angesehene Zeitschriften. Seit 1990 lebt er in München, wo er u.a. für Radio Liberty arbeitete. Heute ist er Mitarbeiter des Magazins Focus und schreibt für den Tages-Anzeiger und Freitag.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Autoren beschreiben, wie die schöne Politikerin Timoschenko ins Gefängnis gesteckt wird. In der Zelle angekommen, wird erst einmal das Licht ausgeschaltet, damit die Inhaftierte es mit der Angst zu tun bekommt und panisch wird. Das passiert aber nicht. Als später das Licht wieder angeht, bittet sie ihren hereinkommenden Rechtsanwalt um Reinigungsmittel und Gummihandschuhe, um die völlig verdreckte Zelle sauber zu machen. Als sie aus dem Gefängnis kam, litt sie unter Tuberkulose und kam ins Krankenhaus. Timoschenko ist heute 50 Jahre alt. Ihr Vater verließ die Familie sehr früh. In der Schule war sie durchschnittlich. Sie studierte Wirtschaft, wobei man leider nicht erfährt, ob sie Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft oder Wirtschaftswissenschaften studierte. Jedenfalls arbeitete sie nach dem Studium als Ökonomin in einem Gasunternehmen. Als sie merkte, dass sie nicht mit weißer Weste weiter arbeiten konnte, wechselte sie in die Politik. Die Autoren schreiben, dass sie ins Gefängnis kam, weil sie öffentlich kritisierte, dass ein Journalist ermordet wurde. Der Staatsanwaltschaft warf ihr Wirtschaftskriminalität und Korruption vor. Später erfährt man, dass Timoschenko zuerst Wirtschaftskybernetik und dann Arbeitsökonomie studierte. Sie eröffnete bald eine Videothek, wo westliche Actionfilme und Softerotikfilme gezeigt wurden. Die Autoren beschreiben leider nicht nur das Leben Timoschenkos, sondern auch die Geschichte der Ukraine vor der Sowjetunion, die Geschichte der Ukraine im Kommunismus und danach. Das nervt etwas, denn eigentlich will ich soviel wie möglich über Timoschenko wissen, aber es wird einem auch bewusst, dass das Leben der ukrainischen Politikerin mit der Geschichte ihres Landes und mit der Sowjetunion bzw. dem heutigen Russland verbunden ist. Das Vermögen Timoschenkos wird auf sechs Milliarden Euro geschätzt. Sie wird irgendwann stellvertretende Ministerpräsidentin und bekämpft offensiv die Korruption und die Mafia in der Ukraine. Dem Staat, der teilweise selbst korrupt ist, geht das zu weit, so dass er den Ex-Mann Timoschenkos ins Gefängnis steckt. Timoschenko hat nun die Wahl zwischen der Befreiung ihres Ex-Mannes und der Beendigung ihres Krieges gegen die Korruption oder die weitere Inhaftierung ihres Ex-Mannes und dem Risiko, dass sie selbst bald ins Gefängnis gesteckt wird. Timoschenko entscheidet sich dafür, die Korruption weiterhin zu bekämpfen und sie versucht, ihren Ex-Mann mit den besten Rechtsanwälten des Landes herauszubekommen, was ihr später auch gelingt. Der Journalist Gongadse enthüllt einen Skandal um den Präsidenten Kutschma, der so wütend auf ihn wird, dass er unvorsichtig über ihn spricht und ihn zum Teufel wünscht. Das wird auf Band aufgenommen und veröffentlicht. Es kommt zu einem weiteren Skandal, denn Gongadse wird ermordet und dann enthauptet. Bis jetzt hat man nicht erfahren, wer die Mörder waren, aber der Präsident wird verdächtigt, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Es kommt zu einem Kuhhandel. Kutschma braucht nicht zurückzutreten. Dafür soll Timoschenko ins Gefängnis gesteckt werden, was auch passiert, wie oben schon erwähnt. Die Autoren springen etwas zu oft in der Zeit herum. Das Buch ist nicht ganz chronologisch, aber trotzdem unglaublich interessant und spannend. In der orangenen Revolution protestieren viele Menschen gegen Kutschma, der schließlich zurücktritt. Präsident wird Juschtschenko, Timoschenko wird Ministerpräsidentin. Sie bekämpft weiterhin die Korruption im Land, was Juschtschenko ein Dorn im Auge ist. Am Ende des Buches entlässt er sie. Hier endet die Biographie Timoschenkos. Leider. Trotzdem ein gutes Buch.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Julia Timoschenko 24. März 2008
Von Leseratte
Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch über die ukrainische "Jeanne d'Arc" ist ein sehr lesenswerter Beitrag nicht nur über Julia Timoschenko, ihren Werdegang und ihre Persönlichkeit, sondern es gibt auch Einblicke in die Entwicklung nicht nur der Orangenen Revolution, sondern der Geschichte der unabhängigen Ukraine seit Ende der Sowjetunion überhaupt. Dmitri Popov schafft es, durch gute journalistische Recherche ein Persönlichkeitsbild zu schaffen, das Sympathien weckt, aber dennoch auch eine Menge kritische Fragen stellt. Die "Heldin" des Buches, Julia Timoschenko, gewinnt dadurch durchaus die Sympathie des Lesers, wird aber auch kritisch hinterfragt, so wie die gesamten Ereignisse in der Ukraine vor und nach der Orangenen Revolution hinterfragt werden. Dabei geht Popov sehr ausgewogen vor, ohne als ein in Russland ausgebildeter Journalist die eine oder andere Waagschale in der politischen Beurteilung der Orangenen Revolution zu überlasten. Julia Timoschenko erscheint somit in der Tat "eisern", treibt Gegner in die Enge, wird selbst in die Enge getrieben und hinterläßt doch auch selbst den einen oder anderen Geruch an Korruption. Das Buch macht Spaß, guter Schreibstil, nachvollziehbare Verflechtungen, die dem Leser Lust machen, sich eingehender mit den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und Osteuropa auseinanderzusetzen.
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