Wer Shaun, das Schaf, mag, der findet sicherlich auch Timmy sympathisch. Allerdings wird beim Zuschauen schnell klar, dass die Timmy-Geschichten eindeutig auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten sind. Die ironischen Nebenschauplätze, die auch erwachsene Zuschauer bei Shaun mitschmunzeln lassen, sind bei Timmy arg reduziert. Den kleinen Zuschauern, die ja sowieso noch kein Verständnis für Ironie haben, fällt das aber eh nicht auf. Auch Timmy und seine Freunde werden liebevoll charakterisiert und sprechen ebenfalls keine Menschensprache. Alles läuft über die Mimik und Gestik der Tiere, sowie über die entsprechenden Geräusche. Timmy erlebt klassische Kindergartensituationen, die sich immer um ein bestimmtes Ereignis drehen: Timmy hat Geburtstag, Bastelstunde, Timmy sucht einen Spielkameraden; und so weiter. Die kurzen Geschichten sind einzeln, aber auch gleich als Gesamtpaket abspielbar. Die Episoden greifen bekannte Situationen aus dem Kindergartenalltag auf. Was gerade Timmy besonders sympathisch macht, ist die Tatsache, dass er zunächst immer ein Problem hat, das er sich größtenteils selber eingebrockt hat (z. B. futtert er seinen Geburtstagskuchen auf, noch bevor seine Gäste an der Tafel sitzen; oder er stibitzt seinen kleinen Kumpels Bastelutensilien für seinen Traktor, sodass diese ihre Ideen nicht richtig in die Tat umsetzen können usw.). So muss er sich eine Lösung einfallen lassen, um seine Fehler wieder gut zu machen. Dabei helfen ihm oft auch seine Freunde. Dieses Verfahren kommt aber nicht platt moralisierend daher, um die Zuschauer vor dem Fernseher mit erhobenem Zeigefinger zu belehren. Und wie das so ist bei guten Geschichten: Sie können öfter als einmal angeschaut werden. Auch wenn die Geschichten nicht hochkompliziert sind und ohne Sprache auskommen, würde ich sie erst für Kindergartenkinder ab ca. drei Jahren empfehlen.