So präsentiert sich Klaus Schulze auf seinem 5. Album, das 1975 zuerst veröffentlicht wurde. Wie die Titel ("Bayreuth Return" und "Wahnfried 1883") vermuten lassen, ist diese Platte seinem großen musikalischen Vorbild Richard Wagner gewidmet. Zum ersten Mal arbeitet er auf dieser CD mit Sequenzern und das zahlt sich nicht nur bei den Kritikern aus, die ihm dafür den "Grand Prix Internationale Du Disques" verleihen, den zuvor als einzige Rockmusiker "Jimi Hendrix", "Pink Floyd" und "Soft Machine" erhielten. In den beiden halbstündigen Werken mit denen er den Begriff "Berliner Schule" (das meint noch heute lange; episch (teils minimalistisch) angelegte Sequenzer-Stücke) prägte, ist sein Grundmuster, wie er Alben und auch Konzerte in dieser Zeit gestaltete, sofort wiederzuerkennen. Nach ruhigem Beginn lagern sich Flächensounds und Sequenzen immer dichter übereinander, bis er unvermittelt abbricht oder diesen Soundteppich zum Ende hin wieder aufknüpft. Dadurch erzeugt er eine unglaubliche Spannung, besonders im ersten Stück, man wartet förmlich von Sekunde zu Sekunde auf weitere Einsätze, doch Schulze weiss geschickt zu verzögern, bis die Spannung unerträglich wird, dann erlöst er uns - ein absolutes Meisterwerk, zu empfehlen nicht nur dem Elektronik-Liebhaber sondern auch all jenen, die einmal über ihren Tellerrand hinaushören wollen, hier lohnt es sich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)