Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein Forscherteam arbeitet in Frankreich an Ausgrabungen der Burg La Roque, um die 1357 zwischen Engländern und Franzosen erbittert gekämpft wurde. Als ihr Professor und Vater eines Teammitglieds von einem Besuch beim Sponsor ITC nicht mehr zurückkehrt, sorgt dies für erhebliche Aufregung. Doch die Ereignisse kommen erst richtig ins Rollen, als plötzlich eine Nachricht des Professors in den historischen Dokumenten des Klosters der Anlage auftaucht! Als das Team die Wissenschaftler von ITC aufsucht, werden sie mit Hilfe eines Wurmlochs auf den Spuren des Professors ebenfalls in das finstere Mittelalter geschickt. Nur zu bald erweist sich ihre Zeitreise als Wettlauf mit dem Tod.
Routiniert in Szene gesetzt wurde das Zeitreise-Spektakel von Altmeister Richard Donner (Lethal Weapon-Reihe). In Hauptrollen geben u.a. Paul Walker, Gerald Butler und David Thewlis ihr Bestes. Wer sich nicht weiter daran stört, dass es im Mittelalter keinerlei Verständigungsprobleme gibt, plötzlich alle reiten können und sich ohne weiteres in das mittelalterliche Leben einfügen, der wird seinen Spaß an dem SF-Abenteuer haben. Wer der Handlung etwas mehr Logik und den Charakteren mehr Tiefe abverlangt, der ist vielleicht besser beraten, das Buch zu lesen. Allerdings rühren einige Handlungssprünge auch daher, dass der Film radikal umgeschnitten wurde ohne Rücksicht auf Verluste. --Birgit Schwenger
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Knackiges Bild, sehr solider Ton.
Bild: Der grandiose Kontrast und die trotz eines leichten, feinkörnigen Grundrauschens (00.34.34, Pullover) ausgezeichnete Schärfe verhelfen der Produktion optisch zu einem Gesamt-Sehr-Gut. Dazu kommt eine hervorragende Bewegungsstabilität (00.03.20, Kopf in Bewegung). Die Schärfe läßt sich ihre Detailtiefe auch in Halbtotalen nicht nehmen, wo sie etwa Gesichter immer noch exakt konturiert abbildet (00.56.00). Bei sehr gesunder Farbsättigung und minimalen Mattscheibeneffekten: Begeisternd.
Ton: Mit einer sehr soliden Klangtiefe kann die Disc aufwarten. Die Effekte könnten teilweise etwas durchsichtiger und in direktionalen Feinheiten einen Hauch konturierter sein (01.40.33, Zeitreise). Die Musik ist klar und dynamisch gemischt und einzelne sehr stimmungsvolle Momente (00.55.33, im Fluß) begeistern durch eine geschickte Nutzung der Rearkanäle. Die Stimmen sind sauber und verständlich, in der englischen Fassung einen Hauch voluminöser.
Extras: Ein stimmiges, themenorientiertes (Handlung) Making Of mit Interviews und der furiose Trailer machen Spaß. Nett auch, daß sogar der Teaser enthalten ist. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Ein abrupt wirkender Prolog zeigt einen von Rittern gejagten Mann in Mönchskutte, der sich sterbend auf einem Highway materialisiert und als letztes Wort 'Castlegard' haucht. Dabei handelt es um eine archäologische Ausgrabungsstätte in Frankreich, wohin die Action kurz darauf verlegt wird. Geleitet wird diese Ausgrabung von Archäologie-Professor Johnston (Billy Connolly), dessen Sohn Chris in bester Keanu-Reeves-Surfer-Manier von Walker verkörpert wird. Chris interessiert sich zwar nicht im geringsten für die alten Burgruinen, dafür aber umso mehr für die Studentin Kate (Frances O'Connor aus 'A.I. - Künstliche Intelligenz'). Die Ereignisse überschlagen sich, als Johnston von einem Trip zu der High-Tech-Firma ICT nicht zurückkehrt, im Ausgrabungstunnel jedoch ein altes Dokument mit einem Hilferuf des Profs gefunden wird. Dabei lässt sich die Tinte auf das 14. Jahrhundert zurückdatieren. Es stellt sich heraus, dass ICT eine Art Zeitmaschine entwickelt und per Wurmloch Zugang nach Castlegard im Jahr 1357 gefunden hat. Chris, Kate, Johnstons Assistent Andre Marek (Gerard Butler aus 'Lara Croft 2') und ein paar weitere Studenten werden nun, begleitet von drei Handlangern des zwielichtigen ICT-Chefs (David Thewlis gibt einen guten Bill-Gates-Klon ab), in die Vergangenheit geschickt, um Vater Johnston zu retten und nach einem abtrünnigen ICT-Angestellten zu suchen. Für diese Aufgabe haben sie sechs Stunden Zeit. Als zusätzliche kleine Komplikation handelt es sich ausgerechnet um den Tag, an dem die Franzosen eine blutige Schlacht mit den Engländer ausfechten.
Eine gewisse mangelnde Kontinuität der Actionfantasy stammt nicht von ungefähr, da von einem derart radikalem Neuschnitt des Films nach einer wenig zufrieden stellenden Erstfassung die Rede ist, dass der Originalscore von Jerry Goldsmith nicht mehr passte und so neue Musik von Brian Tyler in Auftrag gegeben wurde. Die Spezialeffekte für die Zeitreise sind im Vergleich zum psychedelisch-faszinierenden Trip in 'Contact' ein wenig trocken ausgefallen: Viel mehr als eine Spiegelkammer, gleißendes Licht, Wind und schmerzverzerrte Gesichter werden nicht geboten. Aber sie stehen auch nicht im Mittelpunkt dieser gut aufgelegten Action-Fantasy, die Richard Donner mit der Routine des gediegenen Handwerkers grundsolide auf die Leinwand zaubert. Entsprechend sind die Schlachtszenen nicht unbedingt das, was man nach 'Herr der Ringe' als Standard bezeichnen würde, aber sie sind allemal guter Standard, wobei der atemberaubende Einsatz von feurigen Katapulten den größten Eindruck hinterlässt. Kein Meisterwerk, aber insgesamt ein eskapistischer Spaß zum Popcorn-Knabbern. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Ohne ein Wort der Erklärung macht sich der Professor nach New Mexico auf, um ein ominöses Problem mit den Sponsoren der Ausgrabung zu klären. Doch statt wieder zurückzukehren, findet sich seine Brille in einer unterirdischen Kammer wieder, die 600 Jahre versiegelt war. Völlig verwirrt fliegen Chris und das Archäologen-Team ebenfalls nach New Mexico, um Erklärungen von Johnstons Finanziers notfalls zu erzwingen. Doch Robert Doniger, der Wissenschaftler und Leiter der International Technology Corporation ITC, zeigt sich überraschend auskunftsbereit und wartet mit unfassbaren Neuigkeiten auf. So ist es ITC bei Forschungen gelungen, eine Maschine zu entwickeln, die mit Hilfe der Quantentechnologie dreidimensionale Objekte in Sekundenschnelle an jeden beliebigen Ort der Erde transportieren kann. Und nicht nur dies: Auch Menschen seien laut Doniger schon mit der Maschine gereist. Durch Raum - und auch durch die Zeit, denn zufällig habe sich bei den Experimenten ein Schlupfloch ins 14. Jahrhundert aufgetan. Und Professor Johnston ist offenbar nicht der erste, der in die Vergangenheit gereist und nicht zurückgekehrt ist...
Da sich außer ihnen niemand so gut mit den Gepflogenheiten des Mittelalters auskennt, lässt sich das Archäologen-Team nicht lange bitten und tritt die abenteuerliche Rettungsmission an. Die Risiken könnten allerdings