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Bob Dylan war gut beraten, wieder mit Daniel Lanois zu produzieren: Der Franko-Kanadier schuf eine Studioatmosphäre, die der Legende Dylan erlaubte, lebendige Musik zu machen. Nie war die sonst eher nuschelige Stimme so präsent, selten so entspannt. Top-Instrumentalisten arbeiten der Aura der einzelnen Stücke zu. Der Live-Appeal der teils minimalistischen Arrangements unterstreicht ihren spontanen Charakter. Und Dylan gönnt sich die Freiheit, auch mal Profanes zu formulieren. So wird der Mensch hinter dem Mythos hörbar.
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Bob Dylans 1989er, von Daniel Lanois produzierter Longplayer "Oh Mercy" wird von Dylanologen jeder Couleur zu den besten Platten des legendären Songschreibers gezählt. "Time Out Of Mind" ist jetzt nach sieben Jahren endlich wieder ein Album mit Originalkompositionen des Meisters, und es wurde von Dylan zusammen mit Lanois produziert. Des letzteren Handschrift ist unverkennbar. Die in der Besetzung Baß und Schlagzeug, Keyboards (zumeist Orgel) und elektrische Rhythmusgitarre klassisch schlicht ausgestatte Begleitband liefert einen extrem stimmigen und effektiven Sound, der über das ganze Album hinweg nur wenig variiert. Außerdem hat Lanois eine superbe Einstellung für Dylans Stimme gefunden, die in ihrer raspelnden Tiefe souveräner denn je klingt. Die Tempi der Songs sind mit wenigen Ausnahmen (der Neo-Rockabilly von "Dirt Road Blues" etwea und der akzentuierte Rock-Groove von "Cold Irons Bound") moderat gehalten, und man nimmt sich wiederholt alle Zeit der Welt für Instrumentalpassagen, die den Gesangsvortag von "His Bobness" unterbrechen. Zu den interessanteren Songs des Albums zählen sicher der Opener "Love Sick", dem ein langsamer "walking beat" unterliegt, und das ebenfalls langsame, als Jazz-Shuffle arrangierte "Million Miles". Schließlich gibt es am Schluß "Highland", mit einer Laufzeit von sechszehneinhalb Minuten Dylans bisher längster Song. Schade nur, daß dieser, wie etliche andere Titel des Albums auch, auf einer sattsam bekannten Blues-Akkordfolge komponiert wurde.
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TIME OUT OF MIND