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Time Out of Mind Import

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Time Out Of Mind
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Audio-CD, Import, 26. September 1997
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Produktinformation

  • Audio CD (26. September 1997)
  • Erscheinungsdatum: 26. September 1997
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Col (Sony Music)
  • ASIN: B000024UY9
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  Mini-Disc  |  MP3-Download
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Time Out of Mind

Rezension

Bob Dylan war gut beraten, wieder mit Daniel Lanois zu produzieren: Der Franko-Kanadier schuf eine Studioatmosphäre, die der Legende Dylan erlaubte, lebendige Musik zu machen. Nie war die sonst eher nuschelige Stimme so präsent, selten so entspannt. Top-Instrumentalisten arbeiten der Aura der einzelnen Stücke zu. Der Live-Appeal der teils minimalistischen Arrangements unterstreicht ihren spontanen Charakter. Und Dylan gönnt sich die Freiheit, auch mal Profanes zu formulieren. So wird der Mensch hinter dem Mythos hörbar.

© Audio -- Audio

Bob Dylans 1989er, von Daniel Lanois produzierter Longplayer "Oh Mercy" wird von Dylanologen jeder Couleur zu den besten Platten des legendären Songschreibers gezählt. "Time Out Of Mind" ist jetzt nach sieben Jahren endlich wieder ein Album mit Originalkompositionen des Meisters, und es wurde von Dylan zusammen mit Lanois produziert. Des letzteren Handschrift ist unverkennbar. Die in der Besetzung Baß und Schlagzeug, Keyboards (zumeist Orgel) und elektrische Rhythmusgitarre klassisch schlicht ausgestatte Begleitband liefert einen extrem stimmigen und effektiven Sound, der über das ganze Album hinweg nur wenig variiert. Außerdem hat Lanois eine superbe Einstellung für Dylans Stimme gefunden, die in ihrer raspelnden Tiefe souveräner denn je klingt. Die Tempi der Songs sind mit wenigen Ausnahmen (der Neo-Rockabilly von "Dirt Road Blues" etwea und der akzentuierte Rock-Groove von "Cold Irons Bound") moderat gehalten, und man nimmt sich wiederholt alle Zeit der Welt für Instrumentalpassagen, die den Gesangsvortag von "His Bobness" unterbrechen. Zu den interessanteren Songs des Albums zählen sicher der Opener "Love Sick", dem ein langsamer "walking beat" unterliegt, und das ebenfalls langsame, als Jazz-Shuffle arrangierte "Million Miles". Schließlich gibt es am Schluß "Highland", mit einer Laufzeit von sechszehneinhalb Minuten Dylans bisher längster Song. Schade nur, daß dieser, wie etliche andere Titel des Albums auch, auf einer sattsam bekannten Blues-Akkordfolge komponiert wurde.

© Stereoplay -- Stereoplay


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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Nachdem Bob Dylan für längere Zeit keine wirklichen Studiohighlights mehr setzen konnte, veröffentlichte er 1997 den Songzyklus "Time out of mind", welcher zugleich von der Kritik in den Himmel gehoben wurde - und das zurecht.
Diese CD enthält 11 Songs mit gespenstischer Atmosphäre.
Die Produktion unterstützt diesen Eindruck bewusst, auffälligstes Merkmal der Instrumentierung ist der Einsatz einer düster klingenden Orgel. Die Rhythmusabteilung untermalt dezent die meist gitarren- oder klavierlastigen Stücke.
Dylan's mal wieder unheimlich kratzige, rauchige Stimme trägt natürlich enorm zum vorher geschilderten Eindruck bei.
Man stellt sich das lyrische Ich in den meisten Songs als dunkle Gestalt vor, die nachts über verflossene Liebschaften und den Sinn des Lebens grübelnd von Pub zu Pub tingelt.
Paradebeispiele für diese Stimmung sind der Opener "Love sick", der durch stakkatoartiges Orgelspiel und ein sehr überraschendes, wenn auch kurzes Gitarren-Riff auffällt,
der in diesem Zusammenhang ungewöhnlich in Szene gesetzte "Dirt road blues" sowie das wunderschöne nachdenkliche "Standing in the doorway". Die klavierbetonten Songs "Tryin' to get to heaven" und "Make you feel my love" wirken zumindest in Bezug auf Sound und Melodieführung etwas massenkompatibler, bleiben damit jedoch Ausnahmen auf dieser Platte für close-listener.
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Format: Audio CD
dieses album, gemacht von einem, der grad noch einmal dem tod von der schaufel gerutscht ist, ist die verzweifelte erkenntnis, dass wir alle sterbende sind, vom moment der geburt an. es ist schaurig und beängstigend und ergreifend. ein höllenhund von einem album.

im elften Song, dem gefühlt stundenlang vor sich hin mäandernden, faszinierenden, den hörer auf eine unheimliche weise einsaugenden "highlands") singt er: ich hör mir neil young an / ich muß ihn auf volle laustärke drehen / und irgendwer schreit immer / dreh das leiser. exakt so klingt er auch: wie jemand, der neil young laut gehört hat und ihn nun
leiser wiedergibt. dieses album brüllt, aber es brüllt leise.

die musik ist furchteinflössend grimmiger bluesrock, in dem die orgel und die e-gitarre dominieren. die produktion von daniels lanois ist zuum glück viel weniger geschleckt als die von "oh mercy", wo die songs fast zu sehr geschönt wurden. sie kracht und grammelt und knarzt und passt einfach perfekt.

dieses album, gesungen wirklich aus großer not, ist das letzte meisterwerk von bob dylan, es steht in einer reihe mit "highway 61" und "blond on blonde" und "blood on the tracks" und "desire". man sollte aber aufpassen, wie man drauf ist, bevor man es im dunkeln hört. es ist so lebensnah, es kann einen zu tode erschrecken.

ganz, ganz große kunst. it' not dark yet, but it's getting there.

I was born here and I'll die here against my will
I know it looks like I'm moving, but I'm standing still
Every nerve in my body is so vacant and numb
I can't even remember what it was I came here to get away from
Don't even hear a murmur of a prayer
It's not dark yet, but it's getting there.

ein song, ebenso lebensgefährlich und echt und ergreifend wie "a letztes lied" auf dem letzten album von georg danzer.
18 Kommentare 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Von Stephan Urban TOP 1000 REZENSENT am 21. Oktober 2009
Format: Audio CD
nach langem und weil ich grade dabei bin, mich durch dylans gesamtwerk zu fressen, hab ich die da aus dem jahre 1998 (auch schon wieder elf jahre her, erschreckend...) wieder mal ausgegraben, seinerzeit habe ich gekauft, reingehört und beiseite gestellt, kaum gespielt, kann gar nicht sagen warum, vielleicht war mir das im jahr meines 40ers zu deprimierend.

heute, um die erfahrung einiger weiterer - vor allem älterer - dylan-alben reicher, kommt das wieder ganz anders. das gefühl, dass hier kein zukünftiger "klassiker" des BD songbooks vertreten ist, kam wohl daher, dass hier alles ein wenig düster ist, ein bissi weh tut und vor allem auf durchgehend höchstem niveau daherkommt.

also, intensiv damit befasst und etwaige negative schwingungen sind empfindungsmäßig zu revidieren. das ist ein großes, ein wichtiges, dylan album, eingekochte gemütszustände, mit rauher stimme vorgetragen, ohne echte uptempo-nummern, aber urig, bluesig, bodenständig und weniger nach schönklang, nach soundeffekten orientiert als "oh mercy". im gegensatz zur eben genannten, ist daniel lanois als produzent nicht so herauszuhören, das ist einerseits schade aber andererseits auch sehr gut so.

wenn songs hervorzuheben sind, dann ist es die eröffnungsnummer, weitere anspieltipps sind "not dark yet" mit einem sehr schönen flow, für "cold irons bound" gilt beinahe dasselbe und "highlands" heißt die lange und intensive abschlussnummer. insgesamt rumpeln und holpern dylan und die band hier auf seine unnachahmliche art dahin und kommen bei einigem nummern tom waits so nahe wie auf keinem anderen album.
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