So. Da haben wir also den fünften Band der A Time To-Reihe und ich muss sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Ich hatte mir eher eine clevere, lückenlose Geschichte zwischen Star Trek IX und X gewünscht. Stattdessen gibts mal wieder 08/15-Stories, die jederzeit hätten passieren können. Im ersten Zweiteiler kämpfte Picard und die Crew der Enterprise gegen ein Antimaterieschiff/Lebensform oder vielmehr WESLEY kämpfte dagegen. Picard fiel in Ungnade, weil er ein Föderationsschiff zerstört hat, das er aber nicht zerstört hat, da es kein Föderationsschiff war, sondern halt das Antimaterieschiff in Form eines solchen. Picard kam in die Klapse und durch weitere Umstände konnte er seinen Ruf reinwaschen und diejenigen davon überzeugen, die die Föderation verlassen wollten, dies nicht zu tun. Im nächsten Zweiteiler hat man dieses Ende vergessen müssen, weil ein roter Faden sich durch die Reihe ziehen musste: Die ausnahmsweise in Ungnade gefallene Enterprise. Für so einen Mist. Dabei hat die Crew der Föderation zig Mal den A... gerettet. Da kann man mal sehen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Denn im nächsten Zweiteiler bekam die Enterprise den Forschungsauftrag, einen zweihundert Jahre alten Notruf nachzugehen. Nicht, dass man noch Überlebende gefunden hatte, die sogar damals dabei waren, nein. Ein No-Name-Gegner, die Satarraner, haben sich auf einmal zum miesesten Schnurrbartzwirbelnden Gegner des ganzen Universums hochgewuselt. So mächtig wie sie hier auftraten und Picards Crew Mores lehrten, haben sie auch schnell wieder aufgegeben.
Und was haben wir hier wieder? Kyle Riker ist Ausgangspunkt. Und immer wenn dieser Mann Angelpunkt der Handlung ist, gibt es Langeweile pur. Wir erinnern uns an Jeff Mariottes Roman "Deny Thy Father", auf den sich auch Urgestein Greenberger mit Mariottes Fehler "Ann" bezieht. Die Handlung ist schnell erzählt: Die Dorsal und die Bader, seit Jahrhunderten verfeindet, haben auf Delta Sigma IV, eine gemeinsame Kolonie gegründet. Nur dort leben sie in Frieden. Es gibt dort überhaupt keine Gewalt. Um den 100. Jahrestag der Gründung der Kolonie zu feiern, ist die Föderation eingeladen. Der Jahrestag wird jedoch dadurch überschattet, dass die Kolonie ausstirbt. Es befindet sich ein Gas in der Atmosphäre, durch das die Lebenserwartung sich extrem verkürzt. In einigen Generationen werden die Bewohner noch vor ihrer Pubertät gestorben sein und somit ist die Bevölkerung dann zum Aussterben verdammt. Um dem vorzubeugen hat Starfleet Medical fünf Testsubjekte behandelt und sie gegen das Gas immunisiert. Kyle Riker hat sie mit zur bevorstehenden Jahresfeier gebracht. Doch da nietet eines der Testsubjekte das andere um - zum ersten Mal in der Geschichte des Planeten. Die Regierung ist unfähig überhaupt etwas zu tun und die Bevölkerung gibt der Föderation die Schuld. Riker ist dem Mörder gefolgt und ist seitdem verschwunden. Die Enterprise - immer noch in Ungnade - ermittelt... Irgendwie kommt mir das bekannt vor.