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Emir Kusturicas Filme sind immer ein Erlebnis. Er erzählt Geschichten, die aus dem Leben gegriffen scheinen und doch von der Magie des Films leben. TIME OF THE GYPSIES ist ein frühes Werk des Regisseurs, das auch in einer erweiterten 270 Minuten langen Fassung existiert. Auf DVD gibt es "nur" die normale Kinofassung, die dicht erzählt ist, mit prächtiger Visualität aufwartet und dem Zuschauer so Bilder offeriert, die im Gedächtnis hängen bleiben, auch wenn der Film längst vorbei ist. Kusturica erzählt eine kleine große Geschichte, von jungen Männern, die tun, was sie tun müssen, und von zwei Kulturen, die aufeinandertreffen. Auch mehr als zwei Jahrzehnte später ist TIME OF THE GYPSIES noch immer ein Erlebnis. Fazit: Ein Kunstwerk.
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Farben sind nicht sehr stark ausgeprägt. Es sind eher matte und realistische Farbtöne, die hier vorherrschen, wodurch sich ein realistisches Gefühl ergibt. Die Kanten sind sehr unsauber gestaltet. Starke Doppelkonturen sind bemerkbar (00:10:48). Die Kompression fällt durch Artefaktbildung und Blockrauschen auf. Der Bildstand ist immer wieder sehr unruhig. Details sind nur bei Nahaufnahmen erkennbar, ansonsten ist das Bild doch recht diffus. Der Monoton ist im Deutschen und Rumänischen annähernd gleichwertig. Leichtere Verzerrungen sind des Alters wegen immer mal wieder zu hören, alles in allem ist die Qualität aber gut. Die Sprachverständlichkeit weiß zu gefallen. Emir Kusturica erinnert sich in einem Interview an die Entstehung des Films, die mittlerweile auch mehr als 20 Jahre zurückliegt. Außerdem gibt es ein nicht uninteressantes alternatives Ende und den Trailer. --movieman.de
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Der junge Roma Perhan wurde in Jugoslawien gemeinsam mit seiner Schwester Danira von seiner Großmutter aufgezogen, die ihn zu Ehrlichkeit und Anständigkeit aufruft. Dass man damit in Zigeunerkreisen nicht sehr weit kommt, stellt sich deutlich heraus, als Perhan um seine Liebe Azra freien will. Um zu Geld zu kommen, lässt er sich auf ein Angebot des zwielichtigen Ahmed ein, der mit seinen Brüdern krumme Geschäfte im italienischen Mailand organisiert. Dort mischt Perhan mit und kann in der Bande aufsteigen. Bei einem Besuch in der Heimat stellt sich jedoch nicht nur heraus, dass Ahmed ihn mit leeren Versprechungen köderte, sondern auch, dass Azra im fortgeschrittenen Stadium schwanger ist.
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Berauschender Einblick von Emir Kusturica ("Underground") in die Lebenswelt der Zigeuner, die von wunderbaren Elementen durchzogen präsentiert wird: Die Hauptfigur hat telekinetische Fähigkeiten, andere Figuren beginnen zu schweben und Brautschleier führen ein Eigenleben, während all das von der großartigen Musik von Goran Bregovic untermalt wird. Kusturica präsentiert eine verwirrende Vielzahl von Handlungssträngen, wobei das Schicksal des Jungen Perhan (Davor Dujmovic) trotz des fremdartigen Milieus deutliche Züge der Geschichten von Charles Dickens aus dem 19. Jahrhundert trägt.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Emir Kusturica gewährt einen berauschenden Einblick ins Zigeunerleben.
Kurzbeschreibung
Emir Kusturicas bei den Filmfestspielen in Cannes preisgekröntes Meisterwerk ist eine tragisch-komische Reise voller Wunder und Grausamkeit in eine fremde Welt.
Rezension
"„Zigeuner" ist im Deutschen ein Schimpfwort, seit der Ermordung der Sinti und Roma durch die Nazis kann man es nicht mehr sagen. „Time of the Gypsies" gibt der alten Bezeichnung ihre Würde wieder. „Ein Liebesfilm" heißt es im Untertitel: Die Liebe dieses Films gilt den Menschen, von denen er erzählt, ihrer Leidenschaft, ihrer Heftigkeit, ihrem Scheitern. Gerade diese so verschwenderische wie schonungslose Hingabe an die Realität der Zigeuner wird zur Anklage gegen eine Welt, die sie assimilieren und marginalisieren will, die ihr bestenfalls ein Lebensrecht zugesteht, nicht aber das Recht auf Anderssein. „Time of the Gypsies" ist ein politischer Film, weil Kusturica sich um das Politische nicht schert." Christiane Peitz in: Die ZEIT "Was also lehrt uns dieser Film? Erstens, daß das Verdikt über »Verfall und Ende« unseres öffentlichen Lebens (Sennett) nicht unabänderlich ist. Zweitens, daß die Befolgung von Lehren nicht das Mittel ist, sich der eigenen Expressivität wieder zu versichern. Es ist daher zwar unangebracht, sich in Spekulationen über die gesellschaftliche und ästhetische Funktion dieses Films zu verbeißen. Aber wie sollte man sonst - in Worten - zum Ausdruck bringen, daß »Time of the Gipsies«, der sich mit einer marginalen Gruppe beschäftigt, durch Bilder und Töne etwas grundsätzlich Neues entwirft, das allgemein gültig zu werden verspricht? " Dieter Kuhlbrodt in: Konkret (1991)
"Wildes Kino. Ein Film, der Augen und Ohren weit öffnet." DER SPIEGEL
Produktbeschreibungen
Time of the Gypsies - Zeit der