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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Toller Film auf durchwachsener Blu-ray, 6. Juni 2009
Zum Film selbst muss sicher nicht mehr viel gesagt werden. Terry Gilliams Geniestreich ist ein Meisterwerk an Fantasie, mit tollen Charakteren, unglaublich viel Humor und einem eindringlichen Appell an die eigene Fantasie ohne aufdringlich zu wirken. Auch wenn "Time Bandits" unterm Strich vielleicht noch nicht ganz das verschrobene Kino ist, was uns Gilliam sonst präsentiert, ein Must-See ist es allemal. Die Blu-ray dazu hinterläßt dagegen einen zwiespältigen Eindruck. Vor allem die Bildqualität läßt einen unentschlossen zurück. Es gibt nicht wenige Szenen bei denen die Schärfe überzeugt, die Farben knackig sind und auch der Kontrast einiges her macht. Aber es gibt leider auch mindestens genauso viele Szenen, bei denen nichts zu stimmen scheint und man manchmal sogar das Gefühl hat eine abgenudelte VHS auf dem Bildschirm zu sehen. Vor allem die Bildverschmutzungen sind teilweise extrem und für eine Blu-ray teils nicht mehr hinnehmbar. Zudem ist auch das Filmkorn teils überstark present. Kurzum ein High-Def-WOW Bild sieht vollkommen anders aus. Doch unterm Strich stört einem die Bildpräsentation trotzdem nicht so sehr, vor allem wenn man weiß unter welchen Umständen der Film gedreht wurde. Ähnlich sieht es mit dem Ton aus. Man hat sich die Mühe gemacht, sowohl die deutsche Tonspur als auch die Originaltonspur auf DTS HD 5.1 aufzumöbeln, dennoch klingt der Ton meist recht blechern und mitunter auch viel zu überdreht. Vor allem die Stimmen beherrschen den Saal mitunter viel zu sehr. Für einige, nicht unpassend gesetzte, Surroundeffekte ist aber dennoch gesorgt. Die Originaltonspur klingt zudem einen Tick humaner. In Sachen Extras erhält man eine 1:1-Umsetzung der bekannten DVD-Extras. Sprich es gibt Interviews, einsichten in Gilliams Storyboard, ein Featurette zu Gilliam und die Trailer. Alles in SD, außer eine Bildergalerie, welche in HD vorliegt. Kurzum hier kann man zufrieden sein. Fazit: Eine Blu-ray die ihrem Medium nicht wirklich gerecht wird, für alle die den Film noch nicht in der Sammlung haben, aber dennoch einen Blick wert ist. Die Bildqualität schwankt stark, mal gibt es durchaus scharfe, knallige und saubere Bilder, dann aber auch immer wieder Szenen, die sogar auf VHS-Niveau sind. Der Ton blechert mehr schlecht als recht durch den Raum, hat aber auch so manchen Surroundeffekt zu bieten. Die Extras überzeugen. Wer bereits die DVD hat sollte daher nicht über ein Update nachdenken. Alle anderen können aber, sofern sie die Erwartungen an die Präsentation ein wenig nach unten schrauben können, trotzdem zuschlagen, so bald es die BD mal für nen 10er geben sollte! Ach ja: Es liegt leider KEIN Wendecover vor!
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Welt durch Kinderaugen, 19. Januar 2007
"Aufregend genug für Erwachsene und klug genug für Kinder" wollte Terry Gilliam seinen Film machen. Nicht anders herum, wohlgemerkt. Denn weder der vordergründige Effekt noch jener geradlinige missionarische Eifer, der aktuelle Fantasystreifen so unerträglich macht, lagen dem Ex-Monty-Python je am Herzen. Zum Jubiläum von "Time Bandits" gab er ein Interview, das auf der bestens ausgestatteten Bonus-DVD enthalten ist. Das Credo des Regisseurs: "Ich hoffe, die Filme werden weiterhin - egal wie alt sie sind - die Menschen überraschen, damit sie die Welt mit anderen Augen sehen." Und welcher Protagonist wäre dazu besser geeignet als ein britischer Schuljunge, der sich im Reihenhausglück seiner Eltern ziemlich allein fühlt und von richtigen Abenteuern träumt, von fernen Ländern und fernen Zeiten. Eines Nachts bricht das Abenteuer tatsächlich polternd in das Kinderzimmer des jungen Kevin: Er wird von Zeitreisenden heimgesucht, die ihn kurzerhand mitnehmen. All die großen Gestalten der Weltgeschichte, deren Schicksal er mit glühenden Wangen in seinen Büchern verfolgt hat, kann Kevin plötzlich persönlich treffen. Er lernt den machthungrigen Napoleon kennen, er kentert mit der "Titanic" und landet im Griechenland der Antike. Sogar mythische Figuren wie Robin Hood und der Fliegende Holländer kreuzen seinen Weg. Sie alle liegen auf der Route, die die seltsamen Liliputaner aufsuchen müssen, um "Zeitlöcher" zu stopfen. Denn Gott hat bei der Erschaffung der Welt ziemlich geschlampt. Randall, der Anführer der Truppe, klärt den Jungen auf: "Das Universum ist weit davon entfernt, perfekt zu sein. Da ist 'ne ganze Menge gestümpert worden. Er hatte ja auch nur sieben Tage Zeit dazu." "Time Bandits" stellt sich mit 111 Minuten Spielzeit als epischer Bilderbogen dar, der genauso spaßig wie mysteriös ist, genauso spannend wie auch fundamental-philosophisch. Hat Gott bei der Schöpfung versagt? Entspringt gar das Böse auch seiner abgefahrenen Kreation? Wie sieht dieser Typ überhaupt aus? Und kann es eventuell sein, dass Robin Hood eine schwule Zicke mit Sprachfehler war? Warum nicht? Wer wie Gilliam die Perspektive wechselt, könnte früher oder später auf diese Fragen stoßen. "Ich wollte den Film aus der Perspektive eines Kindes zeigen", sagt Gilliam im Interview. "Die Kamera sollte tiefer stehen - die Welt durch Kinderaugen." Und in dieser Welt findet das Böse, das Gute und das Nichtdefinierbare seinen rechten Platz - trotz einiger unschöner Löcher.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Good Morning, ya scum!, 2. Februar 2006
Gehört für mich nebst „Brazil" und „Fear and Loathing in Las Vegas" zu den besten Solo-projekten von Terry Gilliam. Der kleine Kevin, der sich inmitten seines trostlosen Zuhauses am liebsten mit Geschichte und dem Fantastischem beschäftigt, wird mehr oder weniger unfreiwillig von einer Bande Lilliputaner durch die Zeit geschleift. Diese waren mal Arbeiter bei Gott („Das höchste Wesen") und mithilfe seiner Landkarte, die sie klauten, durchforsten sie sämtliche Löcher im Raum-Zeit-Kontinum, um reiche Persönlichkeiten wie Napoleon zu bestehlen. Klingt schon ziemlich albern, aber dieser Plot macht auch Spass. Umgesetzt ist das mit diversen Effekten und Ideen, die zweifellos von Terry Gilliam stammen. Zudem ist dieser Film ein „Halbpython", den von der ehemaligen Comedytruppe Monty Python sind ebenfalls Michael Palin und John Cleese mit von der Partie (als Darsteller). Aber auch die unbekannteren Schauspieler (z.B. eben die Zwerge) sind nicht zu verachten. Eine Botschaft? Vielleicht die, dass die Welt, die Gott erschaffen hat, auf das Böse nicht verzichten kann. Sonst aber scheint der Film nicht händeringend nach einer Botschaft zu suchen. Bild und Ton sind aktzeptabel, die deutsche Synchronisation trotz des fehlenden britischen Akzents sämtlicher Darsteller gelungen, Haupt- und Untermenüs sind minimal animiert, dafür musikalisch unterlegt. Die Extras sind ein langes Interview mit Terry Gilliam und Terry Jones (auch Ex-Python), ein Filmchen über die Entstehung zu Handmade Films (über George Harrison), Trailer zum Film, Gallerien und Trailer zu anderen Filmen (u.a. der wunderbare „Zug des Lebens").
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