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am 24. Mai 2001
Willy ist der Besitzer von Mr. Bones und Willy geht es nicht sehr gut. Was auch wenig verwundert, denn er hat den größten Teil seines Lebens auf der Straße verbracht. Die letzten sieben Jahre zusammen mit Mr. Bones. Diese Promenadenmischung ist kein gewöhnlicher Hund und darum Hauptperson in diesem Buch. Das Leben von Mr. Bones ist bisher recht gut verlaufen. Er hat ein Herrchen, das mit ihm redet als sei er ein Mensch und kein Hund. Paul Auster gibt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Welt der Hunde. Und obwohl sie in der gleichen Welt leben wie wir Menschen, so ist es doch eine ganz andere. Beherrscht, geleitet und verführt von Gerüchen, das Leben aus der kniehohen Hundeperspektive betrachtend, läuft Mr. Bones Willy treu hinterher. Bis zu dem Tag, an dem sich sein Leben schlagartig ändert, denn wie gesagt, Willy geht es nicht gut. Willy ist nicht nur ein einfacher Landstreicher, Willy ist Philosoph, Dichter und Denker, Autor, Erfinder und Botschafter von Santa Claus. Dieser ist ihm in einer Vision erschienen und hat ihn zu seinem Jünger gemacht. Seitdem heißt Willy mit Nachnamen "Christmas". Aber alle diese festen Konstanten im Leben von Mr. Bones fallen von heute auf morgen einfach weg und so macht sich der kleine, aber zuweilen geistig große Hund, auf die Suche nach einem neuen Herrchen.

Die Geschichte von Mr. Bones ist faszinierend, witzig und tragisch-sentimental zugleich. Obwohl er die Sprache der Menschen versteht, ergeben einige Wörter oder Redewendungen für ihn keinen Sinn. Paul Auster hat mit Timbuktu ein außergewöhnliches Buch geschrieben
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am 5. Juni 2014
Ein Hund
der stirbt
und der weiß
daß er stirbt
wie ein Hund
und der sagen kann
daß er weiß
daß er stirbt
wie ein Hund
ist ein Mensch
(Definition von Erich Fried)

Dieses Gedicht kam mir beim Lesen von Timbuktu öfters in den Sinn. Denn in dem Roman von Paul Auster geht es vor allem um eins, ums Sterben.

Die HANDLUNG:
Die Geschichte beginnt an einem verregneten Tag in Baltimore. Mr. Bones ist ein Hund und seinem Herrchen Willy sehr verbunden. Umso trauriger macht es ihn, dass er weiß, dass Willy G. Christmas nicht mehr lange am Leben sein wird. Dieser ist todkrank und hustet jeden Tag mehr. Die beiden sind schon eine Weile in mehreren Städten Amerikas unterwegs auf der Suche nach Willys alter Lehrerin. Diese hatte früh das Schreibpotential von Mr. Bones Herrchen erkannt und ihn immer gefördert, bis sie sich aus den Augen verloren. Der letzte Wunsch Willys ist es, diese Frau noch einmal wiederzusehen. Seine Hoffnungen, sie in Baltimore zu finden, sind groß.
Mr. Bones hingegen bereitet sich immer mehr auf ein Leben ohne sein Herrchen vor, auch wenn er sich das nicht vorstellen kann und will. Er weiß, dass das Ende ihres gemeinsamen Weges nah ist und Willy nach Timbuktu, dem Ort nach dem Leben, gehen wird. Ob dort auch Hunde hingehen können, wenn sie sterben? Schneller als gedacht ist Mr. Bones auf sich alleingestellt und lernt neue Dinge über das Leben und den Tod kennen...

AUFBAU: Wie schon beschrieben ist das ganze Buch aus Sicht eines Hundes, nämlich Mr. Bones beschrieben. Jedoch erfährt man auch ebenso oft die Gedanken seines Herrchens oder anderen Menschen um ihn herum, denn Mr. Bones ist ein sehr einfühlsames Wesen und weiß viel über das menschliche Leben. Er ist auch sehr klug und wünscht sich sehr oft sprechen oder wenigstens lesen zu können, um besser mit seinem Herrchen Willy kommunizieren zu können. Anfangs erscheint es ungewohnt, ein Buch aus der Sicht eines Tieres zu lesen, doch man gewöhnt sich daran. Besonders, da Mr. Bones’ Gedanken den unseren kaum nachstehen. Oft wird man dann beim Lesen sogar vergessen, dass er ein Hund ist. Das Buch ist nicht lang und hat insgesamt nur fünf Kapitel. Diese gehen, abgesehen vom letzten, jeweils um die 40 Seiten. Die ersten beiden umspannen einen Nachmittag, die letzten ungefähr ein halbes Jahr.

MEINE KRITIK: Ich habe das Buch von meiner Oma zu Weihnachten geschenkt bekommen. Normalerweise bin ich immer etwas skeptisch bei Buchgeschenken, die ich mir nicht gewünscht habe, aber da ich ein kurzes Buch zum Lesen für den Weg zur Uni gesucht habe, kam es mir genau richtig! Also begann ich das Buch ganz unvoreingenommen zu lesen...
Paul Auster ist ein sehr bekannter und erfolgreicher Autor. Dieses Buch soll ein bisschen anders sein als seine restlichen Werke. Der größte Unterschied ist wahrscheinlich die Länge. Mit seinen 191 Seiten ist Timbuktu ein ziemlich kurzer Roman. Man könnte ihn fast als Novelle oder englische Short Story bezeichnen.
Eines ist klar Paul Auster kann schreiben: Seine Beschreibungen gefielen mir sehr gut, auch wenn sie mir manchmal zu ausführlich waren. Das ist wahrscheinlich auch der einzige Kritikpunkt an dem Buch: die unnötigen Ausschweifungen! Ich bin eigentlich ein Fan von schön geschriebenen Büchern mit vielen Details und Beschreibungen, aber selbst mir war es an manchen Stellen einfach zu viel. Oft habe ich das Abschweifen verstanden, wenn z.B. im ersten Kapitel Mr. Bones über seine Vergangenheit und die seines Herrchens Willy berichtet. Viele Anekdoten waren zwar ganz nett und unterhaltsam, aber jedoch völlig unnötig für die Geschichte und im zweiten Kapitel geht es so weiter... Die Kapitel drei bis fünf halten sich hierbei zurück, sie bringen die Handlung voran und sind spannend und gut zu lesen. Jedoch da die ersten zwei Kapitel, die sich zeitlich wie schon erwähnt nur über einen Nachmittag erschrecken, aber 50 % des Buches ausmachen, sind sie eindeutig zu lang geraten! Deswegen fällt es bestimmt vielen schwer, sich in das Buch rein zu lesen, und nicht gelangweilt zu werden. Natürlich verstehe ich, dass es wichtig für den Leser ist Mr. Bones Vorgeschichte zu kennen, um das starke Band zu seinem Herrchen besser verstehen zu können, aber hier hätte man um einiges kürzen können... Insgesamt jedoch ist das Buch wunderschön geschrieben und die letzten Kapitel machen die ersten um einiges wett.
Was das Buch insgesamt lesenswert macht, ist auf jeden Fall die ungewohnte Perspektive. Paul Auster ist zwar nicht der erste Autor, der auf die Idee kommt ein Buch aus der Sicht eines Tieres zu schreiben, jedoch fand ich es erfrischend anders und spannend. Mr. Bones mag zwar oft wie ein Mensch denken, jedoch bleiben seine Handlungen immer die eines Hundes. Somit fiel der Autor nicht in die Falle, das Tier zu sehr zu personifizieren, womit daraus ein Tierkinderbuch geworden wäre. Auch wenn man oft gegen Ende vergisst, das Mr. Bones ein Hund ist. Seine Handlungen machen es einem immer wieder bewusst. So möchte man ihm in manchen Szenen am liebsten zurufen: „Nein, tu das nicht!“ Bis einem auffällt, das er nun mal ein Hund ist und es einfach nicht besser weiß.
Allein dies zeigt schon wie emotional und berührend das Buch ist. Es nimmt einem ganz schön mit. Auch geht es besonders um ein Thema, „den Tod“. Dies zieht sich durch das ganze Buch. Timbuktu steht für den unbekannten Ort, den wir alle mal betreten werden, wenn wir nicht mehr da sind. Jeder hat sich mal um diesen Ort Gedanken gemacht, wieso soll dies nicht auch ein Hund tun. Paul Auster schafft es sich diesem sensiblen Thema behutsam zu nähern ohne kitschig oder zu rational zu werden und lässt viel Spielraum für eigene Vorstellungen und Gedanken über den Tod. Dies ist auch die größte Stärke des Romans, wie er durch die Gedanken eines Hundes, die eigenen Gefühle und Gedanken in Gang bringt.

MEIN FAZIT: „Timbuktu“ ist ein schön geschriebener Roman mit vielen Emotionen, der einen zum Nachdenken über das Leben anregt. Die Kürze des Romans tut der Tiefe des Geschehens nichts ab. Einzig manche der Anekdoten sind zu lang geraten, weswegen es wohl manchen schwerfallen wird, über die ersten zwei Kapitel hinauszukommen.
Trotzdem bezeichne ich Paul Austers Roman als gelungen. Man muss kein Hunde- oder Tierfan sein, um ihn zu mögen. Die ungewohnte Perspektive unterstreicht das Thema und zeigt hier eine andere Sicht auf die großen Fragen der Menschheit, lenkt aber nie davon ab. Ich empfehle das Buch für alle Liebhaber von bisschen ernsteren und traurigeren Romanen. Wer gerne Anekdoten über das Leben liest, die auch gerne etwas ausgefallener sein dürfen, ist hier genau richtig! Natürlich ist der Tod, der das eigentliche Hauptthema des Romans ist, keine leichte Kost, aber mir gefiel es, sich diesem Thema auf eine andere Weise zu nähern. Ein kleiner Roman mit großer Wirkung. Ein lautes Bellen dafür!
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am 8. Februar 2001
Willy ist der Besitzer von Mr. Bones und Willy geht es nicht sehr gut. Was auch wenig verwundert, denn er hat den größten Teil seines Lebens auf der Straße verbracht. Die letzten sieben Jahre zusammen mit Mr. Bones. Diese Promenadenmischung ist kein gewöhnlicher Hund und darum Hauptperson in diesem Buch. Das Leben von Mr. Bones ist bisher recht gut verlaufen. Er hat ein Herrchen, das mit ihm redet als sei er ein Mensch und kein Hund. Paul Auster gibt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Welt der Hunde, der Freundschaft zwischen Hund und Obdachlosen und . Und obwohl sie in der gleichen Welt leben wie wir Menschen, so ist es doch eine ganz andere. Beherrscht, geleitet und verführt von Gerüchen, das Leben aus der kniehohen Hundeperspektive betrachtend, läuft Mr. Bones Willy treu hinterher. Bis zu dem Tag, an dem sich sein Leben schlagartig ändert, denn wie gesagt, Willy geht es nicht gut. Willy ist nicht nur ein einfacher Landstreicher, Willy ist Philosoph, Dichter und Denker, Autor, Erfinder und Botschafter von Santa Claus. Dieser ist ihm in einer Vision erschienen und hat ihn zu seinem Jünger gemacht. Seitdem heißt Willy mit Nachnamen "Christmas". Aber alle diese festen Konstanten im Leben von Mr. Bones fallen von heute auf morgen einfach weg und so macht sich der kleine, aber zuweilen geistig große Hund, auf die Suche nach einem neuen Herrchen.
Die Geschichte von Mr. Bones ist faszinierend, witzig und tragisch-sentimental zugleich. Obwohl er die Sprache der Menschen versteht, machen einige Wörter oder Redewendungen für ihn keinen Sinn. Paul Auster hat mit Timbuktu ein außergewöhnliches Buch geschrieben.
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Dieses Buch von Paul Auster handelt vom Tod eines Landstreichers, einer bedauernswerten Seele, der mehr oder weniger zufällig zu einem Hund kam. Und dieser Hund nimmt im Buch auch die Erzählerrolle ein. Und so wird alles was geschieht aus der Sicht des Vierbeiners berichtet. Man bekommt also viele Dinge aus Vierbeiniger Sicht erzählt und als sein Herrchen dann stirbt, ist der Hund auf sich alleine gestellt und muss seinen Lebensweg bis hin nach Timbuktu (dem Land, in dem die Toten sind) alleine meistern.
Das Buch ist aber weit weniger interessant als seine Idee. Langatmig und sich in Wiederholungen verlierend, ist "Timbuktu" eine Herausforderung auf seinen gerade einmal knapp 200 Seiten. Und ich musste mich über weite Strecken leider wirklich zum Weiterlesen zwingen.
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am 10. Dezember 2003
„Timbuktu ist die Welt der Seelen. Dort wo die Weltkarte endet, fängt Timbuktu an." Das hatte sein Freund Willy gesagt, bevor er starb. So macht sich Mr. Bones auf die Suche nach einem neuen zu Hause, doch das ist nicht so einfach für einen Hund von der Strasse. Er sehnt sich zurück nach Willy, dem obdachlosen Penner, nach dem Leben mit ihm und seinen Geschichten voller Philosophie.
Mr. Bones erzählt die Geschehnisse aus seiner Sicht, der eines feinfühligen Hundes, dessen Welt aus Gerüchen besteht. Er schildert die tragisch-komischen Gedanken und Ansichten eines Hundes, der genau spürt, was um ihn herum geschieht, der das Schicksal der Menschen, die ihn umgeben schneller durchschaut als sie selbst es tun.
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TOP 100 REZENSENTam 16. April 2015
Die Geschichte einer ganz besonderen Mensch-Hund-Beziehung. Die Geschichte von Mr. Bones, seinem ersten Herrn Willy und einem Leben, das vom Kampf um's Überleben gezeichnet ist.

Ein Teil Collie, etwas Labrador, dazu ein Spaniel und eine Promenadenmischung. Ein zottiges Fell voller Kletten, ein Blick aus blutunterlaufenen Augen. Ein Kandidat für einen Hundeschönheitswettbewerb sieht anders aus.

Als Willy – verkannter Poet, Landstreicher, Gelegenheitsweihnachtsmann, kurz eine gescheiterte Existenz – erkennt, dass er, um auf der Strasse überleben zu können, Schutz benötigt, denkt er erst an eine Schusswaffe. Aber diese waren ihm zuwider, so dass er lieber die zweitbeste Lösung umsetzt: ein vierbeiniger Gefährte namens Mr. Bones.

Von Welpentagen an begleitete Mr. Bones Willy auf seinen ausgedehnten Erkundungstouren. Sein Mensch war wie er ein Streuner, ein rauhbeiniger Glücksritter, der sich die Regeln nach Belieben zurecht rückt. Sieben lange Jahre verbringen die beiden zusammen bis Willy stirbt. Vorübergehend kommt Mr. Bones bei einem chinesisch-stämmigen Jungen unter. Da dessen Vater Hunde aber nicht ausstehen kann, muss er in einem Karton im Hinterhof hausen, immer in Angst davor entdeckt zu werden. Als es soweit ist und der Vater den Hund davon jagt, zieht Mr. Bones weiter, um schließlich von einer typisch amerikanischen Familie adoptiert zu werden. Eltern, zwei Kinder, ein Haus mit Garten.

Das Besondere an diesem Buch: Traum und Wirklichkeit verschwimmen. Mr. Bones, der uns aus seinem Leben und dem seiner Menschen erzählt, hat Träume (oder besser gesagt Visionen). Er sieht, was auf ihn zukommt, hält Zwiesprache mit dem Geist seines ersten Besitzers.

Sein Leben ist ein Leben am Rande der Existenz. Die Welt der Landstreicher, der Aussenseiter. Die Welt der Hinterhöfe. Eine Welt, in der Hunde, die ohne menschlichen Beschützer leben, gejagt und getreten werden. Als Mr. Bones von Dick und Polly aufgenommen wird, ist dies aber keine märchenhafte, glückliche Fügung. Sein tägliches Fressen ist nun zwar gesichert, und er erhält eine State-of-the-art-Hundehütte, der Preis, den er zahlt, ist aber hoch: Der Verlust seiner Freiheit. Eine im Garten angebrachte Laufleine schränkt ihn erheblich ein. Seine Männlichkeit verliert er beim Tierarzt. Die Familienbeziehungen sind brüchig.

Hoffnung verspricht lediglich ein Ort im Jenseits, die Oase der Seelen: Timbuktu. Wenn das Leben, diese gefährliche und anstrengende Reise, endet, wenn die Seele den Leib verlassen hat, gelangt sie an diesen Ort, wo ein friedvolles, freies Dasein möglich ist.

Das Bemerkenswerte an Paul Auster's Buch: Er gleitet nicht in einen Sumpf der Traurigkeit oder des Grolls ab. Kein Zynismus, keine Verzweiflung, sondern die Akzeptanz, dass es auf Erden nicht immer gerecht zugeht. Mr. Bones macht das Beste aus seinem Leben. Selbst im Angesicht des eigenen Todes spielt er ein Spiel von der er weiß, dass er es nicht gewinnen kann.

Eine Geschichte, die zu Herzen geht.
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am 12. Januar 2000
Auch Paul Auster gehört noch zu den Autoren, die richtig erzählen können. Das merkt man immer dann, wenn man mit der Hauptperson eines Buches lachen und weinen kann, mit ihr mitfühlt, durch dick und dünn gehen würde. Genau dies ist in Austers Roman „Timbuktu" der Fall, der ungewöhnlichen Geschichte zwischen Herr und Hund. Das Besondere: Die Hauptperson ist in diesem Buch der Hund, Mr.Bones. Er lebt mit dem „Penner" Willy auf der Straße. Willy erklärt Mr.Bones die Welt, und der Hund hört gern zu, wenn er über Gott und die Welt philsophiert. Als Willy eines Tages auf der Straße stirbt, muß Mr.Bones sich ganz alleine duchschlagen. Sein „neues Herrchen" ist ausgerechnet der kleine Sohn eines chinesischen Kochs. Und das, obwohl Willy ihn doch davor gewarnt hatte, schließlich kann man dort schon einmal auf dem Teller landen... Letztlich aber schlägt er sich durch, in seinem Hundeherz nur die bange Frage, wie er wieder bei Willy sein kann - und wenn das in „Timbuktu" ist, dann gut. Ein Buch mit viel Phantasie und Herz. Nicht nur - aber besonders - für Hundefreunde. Leider aber - für so ein dünnes Bändchen - in der Erstausgabe zu teuer. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 9. Februar 2007
"Timbuktu" ist der traurigste Roman, den ich je gelesen habe; und ich finde ihn total tiefgründig und absolut lesenswert.

Ich muß aber gestehen: Ich bin ein totaler Fan von Paul Auster ...

Die Geschichte ist rasch gelesen, sie wird erzählt aus dem Blickwinkel der Hundes Mr. Bones, dem sein Herrchen, ein Obdachloser, wegstirbt - allein die Szene geht sehr zu Herzen, nicht weil sie kitischig ist, sondern weil das Unverständnis so klar ist!

Es gibt auch einige komische Szenen, natürlich, aber insgesamt gesehen ist diese Geschichte das Traurigste, was ich je gelesen habe, da kommt nicht mal die Hunde-Sterbeszene in "Die Leichtigkeit des Seins" heran.

Also: Volle 5 Punkte! Und unbedingt lesen, wenn auch nur in einer stillen Stunde ...
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am 15. Oktober 2000
Wer Hunde liebt, an Gott und an ein Leben nach dem Tod glaubt, sollte das Buch lesen. Es ist sehr einfühlsam und verständnisvoll geschrieben. Paul Auster versteht es einem unsere, leider auch traurige Welt, durch die Augen dieses Hundes zu zeigen. Wer keinen Verstand für die Analogie von Schicksalen hat, sollte es besser lassen, er wird dem Buch eventuell nichts abgewinnen können, alle anderen kann es zu Tränen rühren.
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am 8. August 2014
Mr. Bones sieht das Leben der Menschen kritisch aus der hundephilosophischeb Perspektive. Wer Bücher mag, die von Tieren als Menschenersatz erzählt werden , für den ist das sehr gefühlvolle Timbuktu genau richtig. Die Sprache ist wie immer bei Paul Auster brillant und geschliffenen; über den Inhalt lädt sich jedoch trefflich streiten.
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