Als Jugendlicher habe ich die Comics - lustige, mysteriöse Krimi-/Abenteuer-Geschichten mit teilweise Fantasy-/SciFi-Elementen - regelrecht verschlungen.
Auch die Kino-Zeichentrickfilme, so wie die Zeichentrickserie habe ich damals gesehen. Erst vor Kurzem habe ich erfahren, dass es zwei ältere Realverfilmungen aus den 60er Jahren gibt. Dies hat mich neugierig gemacht, so dass ich mir beide angesehen habe. Meine Erwartungen waren gedämpft, da Comic-Realverfilmungen oft nicht überzeugen können. In diesem Fall hatte ich sogar befürchtet, dass der Film entweder zu albern oder zu ernst geraten sein könnte.
Bei den Filmen hätte man es sich einfacher machen und ein Abenteuer aus den Comics umsetzen können, aber es wurden komplett neue Stories geschrieben, die bei "Tim und die blauen Orangen" Elemente aus "Der Fall Professor Bienlein" enthält.
Wie im ersten Realfilm sieht man einige schöne Landschaftsaufnahmen der Schauplätze - diesmal in Spanien.
Ausser Jean-Pierre Talbot als Tim und Milo als Struppi ist die Besetzung umgestellt worden. Kapitän Haddock ist jetzt nicht mehr so korpulent, aber trotzdem etwas gewöhnungsbedürftig. Schauspielerisch macht er seine Sache anfangs noch recht gut. Das 1. Drittel des Films ist durchaus passabel, aber später wirken die komödiantischen Einlagen eher etwas übertrieben. Während man sich den ersten Film noch mit der ganzen Familie ansehen kann, ist der Zweite eher ein reiner Kinderfilm geworden.