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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wunderbares bebildertes Zeitdokument,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tim und Struppi: Band 1: Tim im Kongo (Taschenbuch)
"Tim im Kongo" ist der erste Band Hergés in der Tim und Struppi Reihe. Ich finde diesen Band urkomisch und spannungsgeladen vom Anfang bis zum Ende. Um den Comic richtig verstehen zu können, muß man sich zu einer Zeitreise einlassen können. Da er bereits 1945 erschien, muß man z.B. in Puncto "political correctness" gewisse Abstriche machen. Heutzutage würde man ein neu erschienenes Werk mit gleichem Inhalt als chauvinistisch, rassistisch und gewaltverherrlichend bezeichnen. Tim, der weiße Alleskönner beehrt die rückständigen Neger mit seinem Besuch. Er leistet dabei eine Art Entwicklungshilfe und erschießt aus vielerlei Gründen afrikanisches Wild, wo er es nur erwischen kann. Die Afrikaner sind sowohl stereotyp in Wort und Bild, so schwarz und dicklippig sind sie. In ihrer Überzeichnung sind sie aber ein Quell an lustigen Peripetien. Auch die Handlung wird nie langweilig, immer ist Action und Tim muß sich in vielen kleinen Abenteuern bewähren. "Tim im Kongo" ist ein Kultbuch. Es feiert zudem Belgiens Kolonie. Und "Im Lande der Sowjets" war die Darstellung der Bolschewiken wesentlich gemeiner. Gebt Hergé eine Chance! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schon abgemilderte Version - Eines Genies Frühwerk mit Schwächen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tim und Struppi: Band 1: Tim im Kongo (Taschenbuch)
Diese Version ist mit der ursprünglichen kaum zu vergleichen (Etwaige starke Tim-Fans sollten sich vielleicht beide mal in der Stadtbücherei ausleihen).In der ersten Version (schwarz-weiß, als Cartoonwochenstreifen entstanden und dadurch ohne große Linie) patronisierte Tim die "dummen faulen" Kongolesen offen, nannte das Land und (dessen Ausbeuterpatron) Belgien beim Namen, rabaukte sich durch die Fauna undundund. Diese farbige Version nun ist in vielerlei Hinsicht überarbeitet: neben der Kolorierung ist die Zeichung auf einmal klassisch-Hergé, also mit "claire ligne" und detailverliebt. Die Handlung ist gestrafft, die krassen Auswüchse des weißen Überheblichkeitsdünkel sind draußen, sogar die Tiere werden etwas netter behandelt. Hergé hatte sich da bereits begonnen für diese seine zweite Tim-Geschichte zu schämen. Wenn Sie also das Zeitdokument wollen, greifen Sie eher zum schwarz-weißen Original. Das bunte hier ist schon harmloser (ad usum Delphini hätte man dies früher genannt), doch immer noch überhaupt nicht korrekt, sondern voller rücksichtsfreier kindlicher Allmachtsfantasie - dem späteren Genie Hergé sei es nachgesehen, auch wenn es dadurch nur zu vier Sternen reicht. Denn "Tim in Kongo" ist je genauso eine gut erzählte Heldengeschichte mit netten Gags. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Umstrittener Klassiker,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tim und Struppi: Band 1: Tim im Kongo (Taschenbuch)
Sicherlich der umstrittenste Tim und Struppi Band ist 'Tim im Kongo'. Der Reporter ist mit seinem Terrier wieder unterwegs, um für die Zeitung 'Le Vingtième Ciècle' aus dem Kongo zu berichten. Man muß jedoch feststellen, daß dies eine zeitgenössische Sichtweise von 1930 ist, und die Afrikaner an sich nicht nur positiv dargestellt werden, sondern oft als faul, ungebildet und abergläubisch rüber kommen.Ebenfalls mit heutigen Werten nicht kompatibel ist Tims Jagdleidenschaft, die er im Kongo exzessiv auslebt. Diese Elemente, natürlich allem voran die Darstellung der Kongolesen, findet immer wieder Gegner, die sogar ein weltweites Verbot fordern. Und das, wo schon mehrfach von Hergé selber Seiten ausgetauscht wurden, die nicht mehr in die politisch korrekte Gegenwart passen. Mich hat der Band trotzdem gut unterhalten, zumal ich den historischen Kontext einzuorden vermag. Hergé hat seinen Stil gefunden, den er später nur noch geringfügig verfeinern wird, erzählerisch fehlen jedoch noch Elemente wie Haddock oder Bienlein, und Nebenfiguren aus anderen Bänden. Trotzdem sind Tim und Struppi ausgezeichnete Unterhaltung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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