Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Burtons Best, 6. Juni 2007
Genial, diese HD-DVD: Man bekommt einen Fullscreen-HD Transfer (1:1,85) mit einem so wunderbar plastischen Bild, das einem glatt die Worte fehlen. "Corpse Bride" entstand nicht wie die Kassenhits "Ice Age" oder "Happy Feet" u.a. digital am Computer, sondern wurde mit geradezu unmenschlichem Aufwand als Stop-Motion-Film produziert, eine Technik, die vom legendären Harryhausen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts erdacht wurde.
Dabei werden alle Charaktere als Figuren gebastelt und bei der Durchführung etwa einer Armbewegung pro Sekunde 25 Bilder mit einer Digitalkamera geschossen. Dies wird sehr ausführlich im Making-Of deutlich und man sieht erneut, welch aufwändige Produktion stattfand. Bei knapp 76 minuten Länge und 25 Bildern pro Sekunde sind dies 114.000 (!) Einstellungen.
Da hier mit einer speziellen Digitalkamera gearbeitet wurde (Canon EOS), zieht diese auch alle Register eines erstklassigen Bildes. Akribisch wurde auf Beleuchtung, Farbgebung und Sättigung geachtet und aus all den Einzelbildern dann ein Film gefertigt, dessen Bildqualität so ziemlich alles überragt was bisher auf HD-DVD zu sehen war. Da "Corpse Bride" ja nicht direkt am PC entstand, sind Vergleiche zu "KING KONG" oder anderen Filmen indirekt ja durchaus gestattet und da heißt es: Staunen.
Man möchte fast ins Bild greifen. War bis letzte Woche noch "Riddick: Chroniken eines Kriegers" noch Bildreferenz, hat Tim Burton hier einen ABSOLUT perfekten HD-Transfer vorzuweisen der Maßstäbe setzt. Weder die Komprimierung noch die o.g. Farbgebung, Sättigung oder Kontrastgebung sind in irgendeiner Weise zu beanstanden!
Ebenso ist der Ton, maßgeblich unterstützt von Danny Elfmans phantastischer Soundtrackkomposition äußerst gelungen. Man sehe sich nur einmal in Verbindung mit dem HD-Bild die wunderschöne Piano-Szene im Hause des Lord Everlot an...da musste ich immer wieder auf ´Replay´ drücken. Etwas ergreifenderes wurde Bild/Tontechnisch selten in Szene gesetzt, besonders bei diesen Filmen.
Bei den Extras zeigt sich Tim Burton zwar spendabel, allerdings kennt man diese noch von der DVD-Version. Leider liegen die Extras auch nicht in HD vor - schade.
Trotzdem bleib folgende Bewertung für "Corpse Bride"
Bild 10+/10 Ton 9.5/10 Extras 6 / 10
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
anrührende Liebesgeschichte jenseits von Tod und Leben, 11. Januar 2007
märchenhafter Animationsfilm mit Musicalelementen
19 Jh, Viktor van Doort, Sohn einer Kaufmannsfamilie, die durch Fischhandel reich geworden ist, soll Viktoria von Erverglot, Tochter aus verarmten Adelshause ehelichen, so der Plan der Eltern. Die Zwangshochzeit soll zu beider Glück beitragen: die van Doorts steigen gesellschaftlich auf, die Erverglots werden vor dem Armenhaus bewahrt.
Viktor, der schüchterne, unbeholfene Kaufmannssohn, der sich gern in melancholischen Tagträumen verliert, dem Schönen dieser Welt nachhängend, das doch der Realität so fern zu sein scheint und Viktoria von Erverglot, die schüchterne, liebevolle, herzliche Tochter von adeligem Geblüte lernen sich auf den Vorbereitungen zu ihrer eigenen Hochzeit kennen und langsam keimt eine schüchterne Liebe auf. Alles könnte perfekt sein, wenn Viktor, sich im dunklem Walde in Ehezeremonien übend, nicht einer toten Leichenbraut, im Laufe der Zeit bis zur Unkenntlichkeit verwittert, den Ehering aufstecken würde. Die Braut erwacht zum Leben und fordert, voll von Liebe, Leben und Fröhlichkeit die Einlösung des Eheversprechens. Nun beginnen die amüsanten Probleme.
Ein Film, der in zärtlich melancholischer und zeitloser Weise die Unerbitterlichkeit und Unabänderlichkeit des Schicksals in der Welt der Lebenden und Toten zeigt, gegen das sich niemand zu wenden vermag, so es auch die Hauptpersonen versuchen. Trotz allem oder vielleicht gerade deswegen leben in der harten, kalten, unmenschlichen, düsteren Realität die kleinen Momente des Schönen und Glücks umsomehr kurz auf, wie bunte Schmetterlinge, die rasch davontaumeln.
Ein wunderschöner, düsterer, melancholischer Film über Leben + Sterben, die Unerbitterlichkeit des Schicksals, Liebe, Leid, Freundschaft und was uns sonst noch so alles am Leben hält.
Sehr sehenswert - und nicht nur an einem kalten, nebelverhangenen, kalten, feuchten Novemberabend.
"Wie tot ist denn mein Herz, wenn ich still eine Träne wein' vor Schmerz?"
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hopscotch!, 13. März 2006
Ich war mächtig gespannt auf den Film, da ich ihn leider nicht im Kino sehen konnte (regionale Schwierigkeiten und Ärgernisse). So besorgte ich mir sofort die DVD nach Erscheinung und zog ihn mir auch am selben Tag rein. Was soll ich noch sagen? Es hat sich gelohnt! Und noch besser wäre dieser Film wohl auf der Kinoleinwand rübergekommen. Denn fürs Auge hat er schon mal viel zu bieten: Düsteres (die Welt der Lebenden) wechselt sich ab mit Fröhlich-Buntem (die Welt der Toten), die Animationen sind ordentlich gemacht und die Figuren und Umgebung, in der die Puppen gestellt wurden, sind herrlich skurril und hübsch gestaltet. Wo man auch am deutlichsten die Handschrift Burtons erkennt. Storymäßig scheint der Film gegenüber seines “Vorgängers”, “Nightmare Before Christmas” reifer geworden zu sein, aber hier hat der Film auch seine kleinen Schwächen: zuviel Gesinge nach meinem Geschmack (erinnert schon an vergangene Disney-Zeiten, wobei die Songs darüberhinaus nicht an NBC ranreichen), einige Unklarheiten im Detail und der Bösewicht ist arg eindimensional geraten (wobei er dagegen interessant aussieht, wie ein bekannter Komponist). Noch kurz zur Musik: während Elfman den Score stimmungsvoll wie üblich komponierte, haben die Songs nicht die Qualität von “Nightmare before Christmas”. Doch was man sich auf jeden Fall anschauen und -hören sollte sind die Klavierszenen im Film. Einfach wunderschön und nahezu einmalig in der Trickfilmgeschichte. Was die Stimmen angeht, kann man nicht meckern. Im Englisch brillieren einige Leute der “burtonischen” Stammbesetzung wie Christopher Lee, Johnny Depp und Helena-Bonham Carter, im Deutschen sprechen David Nathan (“Standard-Depp-Stimme”) und Melanie Pukass (sprach Bonham-Carter auch in “Big Fish” und “Wallace & Gromit”) die Hauptrollen. Die anderen Sprecher sind ebenso gut gewählt und frei von irgendwelchen Y-Prominenten, die man sich oft in anderen Trickfilmensynchros antun muss. Die DVD enthält ein schönes, teilweise animiertes Menü (dafür immer mit Musik unterlegt) und einige interessante Extras, z.B. eine Art Splitscreen zwischen einer Filmszene und des jeweiligen Sprechers im Sprecherraum. Oder verschiedener Making Ofs, je nach Thema (Animation, Stimmen, Musik) und natürlich der Trailer zum Film (und zu “Charlie und die Schokoladenfabrik”). Das alles in einer schön-schillernden, farblich stimmungsvollen DVD-Hülle. Ein lohnendes Animationsfeuerwerk für Freunde des Gothics, von Skeletten und selbstverständlich von Burtonfilmen, aber auch “Anfänger” werden an diesem Film ihren Spass haben.
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