Tja, das mit dem Weihnachtsgeschenk hat jemand wörtlich genommen, - DANKE.
'A Night in Berlin' zeigt einen entspannten Musiker, der mit einer Reihe von hervorragenden Kollegen entspannte und hörenswerte Musik macht. Till Brönner, schon auf einem mittlerweile etwas älteren Album der Jazzkantine als 'Deutschland dienstältetes Talent an der Jazz-Trompete' bezeichnet, trifft hier auf Trompete und Flügelhorn den richtigen Ton, wobei ihm seine Mitstreiter/innen in nichts nachstehen. Beeindruckend ist es zu sehen, dass auch heute noch gute Musik im Miteinander entstehen kan und, dass die direkte Kommunikation zwischen den Musikern während des Entstehungsprozesses immer noch hilft, ein tolles Ergebnis herbeizuführen.
Kritiker mögen anführen, dass Till Brönner einen zu gefälligen Jazz spiele. Dem ist entgegenzuhalten, dass gute Unterhaltung auch einen hohen Wert besitzt. Ich habe nach 'A Night in Berlin' in meiner CD-Sammlung gekramt und mir noch ein paar CDs von Miles Davis und Dave Brubeck angehört, womit für mich ein schöner Abend zu Ende ging.
Sehenswert ist auch das Special 'A Day in Berlin', in dem sich Till Brönner über sein Verhältnis zur Musik äußert und in dem er anklingen läßt, dass er sich in Zukunft auch wieder mehr den Grenzen seines Instruments nähern wird. Sehens- und Hörenswert!