jazzdimensions.de, März 2005
"Mit ungewohnter Dramatik, grandiosem Gesang und in einer Powertriobesetzung haut einen "Tightrope Walker" durch seine Intensität glatt vom Stuhl. Schwer zu sagen, was stilistisch alles in dieses Album der finnischen Sängerin einfließt es ist jedenfalls ein absolutes Highlight im derzeiten Jazzvocal-Melting-Pot ... Schaurig-schön, melodramatisch-balladesk und mehr ..."
tonspion.de 02.03.2005
"Die in Berlin lebende Finnin Kristina Tuomi ... knüpft nahtlos an die Tradition einer Rebekka Bakken, Kari Bremnes oder Silje Neergard an. ... Besonders der Titelsong von Tuomis Debütalbum hat es in sich ... Hier bündeln sich alle Qualitäten des Longplayers, atemberaubender, mitreissender Jazz für die leiseren Stunden des Tages." (os)
Kurzbeschreibung
Immens ist der Boom, den skandinavische Sängerinnen in den letzten Jahren ausgelöst haben. Rebekka Bakken, Kari Bremnes, Rigmor Gustafsson oder Cæcilie Norby Namen wie diese locken das deutsche Jazzpublikum derzeit in die Säle und Plattenläden, formen eifrig eine Neudefinition des zeitgenössischen Euro-Jazz, der sich von den US-Schulen mühelos abgenabelt hat. Auffällig hierbei: Eine Finnin fehlte bislang in der ersten Riege der noblen Nordstimmen. Mit Kristina Tuomi stellt sich nun eine aufregende und eigensinnige Vokalistin vor, die Finnland auf der Landkarte des modernen Jazz-Songwritings platziert und dies mit transeuropäischer Unterstützung (Carsten Daerr Piano und Carlos Bica Kontrabass) sowie Poesie von Poe bis Shakespeare. Ohne sich auch nur einen Moment aufs Kopieren ihrer skandinavischen Vokalschwestern einzulassen, trägt Kristina Tuomi dem so beliebten nordisch angetupften Jazz unserer Tage originelle Facetten und vielgestaltige neue Impulse zu.
kulturnews.de
Seit Jahren mischen Skandinavier den europäischen Jazz auf. Nur die Finnen hielten sich bislang vornehm zurück. Nun schicken sie Kristiina Tuomi vor - und sie nimmt uns sofort ein, liebend gerne nehmen wir sie auf, sie lässt uns nicht los. Ihre moosgrünen Augen beinhalten ein Versprechen, bergen weite Natur, ihr Debüt birgt Diamanten, Klarheit und Melancholie. Die 27-jährige Sängerin, ebenso vielseitig talentiert wie ihre beiden exzellenten Mitstreiter Carsten Daerr (p) und Carlos Bica (b), verbindet leichtfüßig Jazz, klassische Moderne und sinnlich-intelligentes Songwriting. Die Seele fühlt sich in dieser Unendlichkeit wohl. Zehn Lieder, vielfach Eigenkompositionen, vielfach von Daerr, zwei Poe-Vertonungen, Anleihen bei Bartk und Vega: zum Weinen schön. Willkommen, Seiltänzerin! (jan)