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Ich muss zugeben, dass ich erst kürzlich auf die Musik der 7 SchottInnen gestoßen (worden) bin. Dennoch erlaube ich mir bereits jetzt - bevor ich die anderen Alben gehört habe - eine Kritik über Ihren Erstling "Tigermilk" abzugeben.
Musikalisch bewegt sich das ganze für mich irgendwo zwischen Simon & Garfunkel und Cat Stevens, aber vielleicht habe ich ansonsten mit dieser Art von Musik zu wenig zu tun, um passendere (und aktuellere) Vergleiche als diese ziehen zu können.
Ist aber nicht so wichtig, denn was mir vor allem an dieser CD gefällt, ist das Songwriting. Selten habe ich soviel Spaß am parallelen Text-zur-Musik-Lesen gehabt wie bei diesen 10 Songs. Wenn man bereits beim Opener "The State I Am In" Zeilen wie "I got married in a rush to save a kid from being deported. Now she's in love. I was so touched, I was moved to kick the crutches from my crippled friend" zu melancholischer Akkustikgitarre vorgesetzt bekommt, wird einem schnell klar, dass beobachtender Humor und Ironie auf der Insel noch nicht ausgestorben sind.
Alles in allem kann ich diese CD eigentlich Jedem empfehlen, ob anspruchsvoll oder nicht. Die Musik ist nicht anstrengend, sondern eingängig. Das hilft beim Entspannen. Und das sollte schließlich auch Jeder tun.
(Anspieltipps: "The State I Am In", "My Wandering Days Are Over" und "Mary Jo")