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Joel Schumacher ist für seine Big-Budget-Produktionen bekannt - und, wenn es um "Batman" geht, auch eher berüchtigt -, aber mit "Tigerland" hat er einen kleinen, sehr packenden Film inszeniert, der zwar bekanntes Terrain betritt, erinnert man sich doch noch an "Full Metal Jacket", aber aufgrund seiner Machart weit realistischer wirkt. Dazu kommt, dass Schumacher aus seinen weitgehend unbekannten Darstellern eine unglaubliche schauspielerische Leistung herauskitzelt. Es war dieser Film, mit dem Colin Farrell auf der Bildfläche erschien. Und obschon seine Karriere in den letzten Jahren abgekühlt ist, hat er doch in einigen hochbudgetierten Filmen die Hauptrolle gespielt. "Tigerland" zeigt wohl am Ehesten, wie das Training für den Kriegseinsatz wirklich aussieht. Schön ist es nicht... Fazit: Bemerkenswert realistisch anmutender Film
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Machart des Films sorgt schon dafür, dass Bild- und Tonqualität nicht überragend sein können. Das sieht man sehr gut am Rauschen, hört es aber auch am flachen Ton. Das Bonusmaterial ist eher nichtssagend, nur der Audiokommentar kann überzeugen.
Bild: Die DVD ist an sich ordentlich, aber der Film selbst ist natürlich nicht gerade für beste Qualität geeignet. Die Farben sind sehr trist, wirken aber realistisch. Rauschen ist aufgrund des benutzten Filmmaterials in starkem Maße vorhanden. Die benutzte Handkamera sorgt für ein wackliges Bild, das aber dennoch in der Schärfe recht stabil bleibt. Der Kontrast weist Schwächen in der Konturenbildung auf und hat noch dazu mit Überstrahlen zu kämpfen (00:30:28; Gesicht). Die Kompression arbeitet weitgehend unauffällig. Die Vorlage ist relativ gut erhalten, aber vereinzelte Dropouts fallen auf.
Ton: Der Film will dokumentarisch wirken. Das schlägt sich auch in der akustischen Wiedergabe nieder, denn die hinteren Kanäle bleiben weitestgehend still und bieten nur Anflüge von Effekteinsatz. Selbst Maschinengewehrfeuer klingt eher nach Silvesterkrachern. Der englische Ton klingt deutlich natürlicher, denn die Synchronisation wirkt für einen Film wie diesen zu künstlich. Dazu kommt, dass die deutschen Dialoge überlaut abgemischt wurden und sich damit nicht ordentlich ins Klangbild einfügen.
Extras: Das Making Of hat eine geradezu lächerliche Laufzeit von gut vier Minuten und definiert den Begriff "oberflächlich" neu. Selbst das nichtssagende Behind-the-Scenes-Feature geht ein paar Minuten länger. Auch die Interviews sind nicht besonders ergiebig, da jedem Interviewten nur etwa zwei Minuten Gesprächszeit bleiben. Der Screen-Test mit Colin Farrell ist interessant. Das einzige, was das Bonusmaterial rettet, ist der Audiokommentar von Joel Schumacher, der darüber spricht, wie sehr er die Dogma-Filme von Lars von Trier schätzt. Genauso wollte er mit niedrigem Budget einen realistischen Film drehen. --movieman.de
Produktbeschreibungen
Amerika 1971:
Der Vietnamkrieg spaltet die Nation. Die letzte Station vor dem Einsatz heißt "Tigerland", eine undurchdringliche Wildnis, in der der Dschungelkrieg simuliert wird. Unter schärfsten Bedingungen werden hier die jungen Soldaten für den Fronteinsatz gedrillt. Einer von ihnen ist der rebellische Rekrut Roland Bozz (Colin Farrell), der nicht bereit ist sich dem gnadenlosen System unterzuordnen. Er missachtet die sadistischen Befehle seiner Vorgesetzten und wartet nur auf die Gelegenheit zur Flucht. In der Hölle von "Tigerland" kommt es zur