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Tigerland spielt ausschließlich auf amerikanischem Boden; insofern unterscheidet er sich wesentlich von Vietnam-Filmen der Marke Platoon und Full Metal Jacket. Stattdessen handelt er von den Ängsten und den moralischen Dilemmas, die in Erwartung eines bevorstehenden Umgangs mit dem Tod und dem Töten aufkommen. Diese aufwühlenden Emotionen spiegeln sich in der Figur des Gefreiten Bozz (Farrell) wieder, dessen Unfähigkeit, sich beim Training in Fort Polk, Louisiana, unterzuordnen, ein eigenartiges Führungstalent verrät. Bozz ist ein aufsässiger Einzelgänger -- von seinen Vorgesetzten gerade so geduldet und von seinen Kameraden entweder herausgefordert oder verehrt -- der schließlich zum außerordentlich viel versprechenden Soldaten geschliffen wird. Eine intensive Abschluss-Trainingswoche mit scharfer Munition im Ausbildungslager "Tigerland" bereitet den Zug auf den Kampf vor und definiert Bozz' Position.
Obwohl der Film den emotionalen Eindruck von Platoon vermissen lässt, beschäftigt er sich intensiv mit den inneren Konflikten, die ausgefochten werden müssen, bevor der äußere Konflikt ertragen werden kann. --Jeff Shannon
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
beeindruckend und eindringlich!!!!!!!!,
Rezension bezieht sich auf: Tigerland (DVD)
Die Handlung spielt in einem Armytrainingslager. Wir haben 1973 und der Vietnamkrieg hängt wie eine dunkle Wolke über dem Kopf. Einer der Soldaten ist Roland Bozz (Colin Farrel). Er ist aber nicht ein weiterer Soldat unter vielen anderen. Bozz scheint jede Gelegenheit zu nutzen um gegen die Vorschriften zu verstoßen und somit seinen Vorgesetzten vor den Kopf zu stoßen. Er scheint es darauf anzulegen aus der Army entlassen zu werden. Je mehr er sich jedoch anstrengt um so entschlossener sind seine Vorgesetzten und bemühen sich immer mehr in klein zu kriegen. Bozz ist jedenfalls bei seinen Kameraden schon beliebt. Er ist bekannt dafür die Vorschriften in und auswendig zu kenne. So hat er schon einigen seiner Mitstreiter zu einer gewollten Entlasung verholfen.Colin Farrel hatte mit dieser Rolle seinen Durchbruch geschafft. Seine Leistung hat mich jedenfalls auch sehr überzeugt. Die Zerrissenheit seiner Figur kommt voll rüber. Es wird deutlich, dass er auch einen Kampf mit sich selber auszufechten hat und nicht nur gegen den Krieg oder die Army kämpft. Desweiteren finde ich die Kamerführung sehr gut. Es kommt wieder dieser dokumentarisch wirkende Stil auf, der einen Glauben macht selbst mit dabei zu sein. Die Lage im Film spitzt immer mehr zu, den nicht alle Soldaten sind von Bozz so begeistert. Besonders Wilson für den die Army alles zu sein scheint wird immer agressiver. Das entlädt sich schließlich im sogenannten Tigerland, dem letzten Trainingslager der Army. Die gesamte Athmosphäre im Film ist sehr beklemmend und es wird absolut deutlich was die Army und die Angst vor einem Krieg aus einen machen kann. Insgesamt gesehen kann ich nur sagen, dass der Film absolut überdurschnittlich ist. Es ist auf jeden Fall mal ein Film über Vietnam mit einem komplett anderen Ansatz, da völlig auf einen Handlungsstrang in Vietnam verzichtet wird. Gerade dies fand ich auch sehr gelungen. Ich fand den Film über die gesamte Strecke sehr sehenswert. Meiner Meinung nach voll empfehlenswert!!!!!!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Joel Schumachers bislang bester Film,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tigerland (DVD)
Joel Schumacher ist nicht gerade das, was man einen Regisseur nennt, der durch anspruchsvolle Kinokost zu Ruhm und Ehren gekommen ist. Bislang hatte er sich er mit massenkonformen John Grisham Verfilmungen und eher mäßigen Batman Sequels einen Namen gemacht, allerdings einen, den man sich unter Cineasten nicht gerade ehrfürchtig zuraunte. Mit dem Kriegsdrama Tigerland dürfte es ihm gelungen sein, sowohl Kritiker als auch Publikum davon zu überzeugen, das er weitaus mehr kann.In grobkörnigen Bildern und teilweise mit Handkamera gedreht ist dies der sicherlich authentischste Film den er bislang gedreht hat. Der Film spielt 1971 zur Zeit des Vietnamkrieges und berichtet von der Ausbildung und dem Drill jener Soldaten die bald in den Krieg geschickt werden sollten. Erst sind es nur namenlose Gesichter, die Schumacher präsentiert, doch nach und nach bekommen die Protagonisten Gesichter und eine Geschichte. Nicht jeder ist freiwillig dort und nicht wenige halten dem Druck nicht stand, der schon im Vorfeld auf sie einwirkt. Besonders fällt Roland Bozz auf (grandioser Durchbruch für Colin Farell), der scheinbar keine Gelegenheit ausläßt, sich mit Kameraden und Vorgesetzten anzulegen. Doch gerade der Querulant hat das unausweichliche ihres Schicksals und die Unmenschlichkeit des Krieges am klarsten erkannt. Durch sein Wissen über die Rechtsgrundsätze der Armee verhilft er einigen seiner Kameraden zum Ausstieg. Dadurch macht er sich nicht nur seine Vorgesetzten sondern auch seinen Kameraden Wilson zum Feind. Im Tigerland, einer Art simuliertem Vietnam, kommt es zum finalen Konflikt zwischen den beiden und Bozz, der noch unschlüssig ist, ob er desertieren oder sich der Kriegsmaschinerie anschließen soll, muß sich entscheiden. Tigerland ist für mich ein gelungener Antikriegsfilm, gleichzusetzen mit Klassikern wie Full Metal Jacket oder Platoon. Ohne großes Staraufbot und durch eine fast dogmatisch anmutende Kameraführung realistisch bis zur Optik eines Dokumentarfilms ist er in seiner Wirkung grandios. Einen Film zu drehen mit dieser eindeutigen Botschaft und mit der Gewißheit, den Geschmack des Massenpublikums meilenweit zu verfehlen hat mehr als nur Respekt verdient. Mit einem Wort: Hervorragend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tiger, tiger, burning bright...,
Von FrKurt Messick "FrKurt Messick" (Bloomington, IN USA) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Tigerland (DVD)
Tigerland is a Vietnam war film with a difference. It doesn't have a particular political message regarding Vietnam; it is more of a critique on the culture of warfare in general, where it is difficult to tell the sane from the insane, the true believers from the patriots, and those who simply want to remain alive.At various points in the film, the commanders in charge of training announce to the platoon that has just made another snafu that they are all dead. 'I'm still alive,' the upstart Bozz (played by Colin Farrell in one of his earliest roles) will almost always announce. At one time, a sergeant tells Bozz that men can't just quit the Army. 'I'm not quitting, I'm just not playing any more,' Bozz calmly announces. The plot revolves around a platoon at training during the early 1970s, when the horrors of the Vietnam war had been played out on television for the greater part of a decade, and no one really wanted to go as a lowly grunt private. The ultimate in training was Tigerland, a Louisiana swamp area converted into Vietnam-like terrain, for realistic training. Recruit Bozz is almost like a zen master, taking nothing in the training very seriously other than the potential deadening effects it might have on his (and the others' souls). Bozz is a troublemaker to the lock-step training mentality; like many troublemakers, he is in fact a diamond-in-the-rough for leadership, as men naturally follow his lead, and he eventually gets rewarded (or so one might think) with responsibility. However, his primary, self-chosen responsibility seems to be to save people from the Army if they don't warrant being there -- to this end, he helps arrange in ambiguous fashion various types of hardship and disability discharges for others in the platoon, but fails to escape the fate of going to Vietnam himself. Colin Farrell is the only big 'name' in the film, and when it was filmed, he wasn't yet as well known as he is in the post Recruit/SWAT days. Director Joel Schumacher, known for big-budget blockbusters such as Batman & Robin, filmed this in grainy, shorter film, with no steady cams and harsh cinematography, reflecting the harshness of the training and the unsteady nature of the reality of war. For a Vietnam war film, this film is unique in that it never actually goes to Vietnam; everything is a home-grown re-creation -- perhaps this is another statement on the reality of war? The roles of Paxton (Matthew Davis) and others recruits in the platoon are played with honesty and integrity; the officers and trainers are bit less realistic at times it seems, but then such officials must needs put on a persona when in such roles, so perhaps this is reflected in the actors' performances as actors in a very different engagement. The DVD has a few extras, including Colin Farrell's screen test. A fascinating film, enigmatic in its ending and the overall meaning, save to say that perhaps all of war, and most of life generally, is absurd. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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