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Tiger fressen keine Yogis: Stories von unterwegs
 
 
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Tiger fressen keine Yogis: Stories von unterwegs [Taschenbuch]

Helge Timmerberg
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


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Helge Timmerberg
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Produktbeschreibungen

Audiobook-Rezensionen

Er schreibt Reisreportagen aus fast allen Teilen unseres Planeten. Seit er 20 ist, tourt er durch die Welt. Er ist rastlos, hält es nie lange an einem Ort aus und erzählt in seinem ganz eigenen Stil. Helge Timmerberg ist neugierig, aber offen. Er kann den Moment abwarten, in dem etwas passiert und egal, was dann passiert, er schreibt darüber in seiner ganz eigenen fesselnden Art: Dabei bleibt er immer ein bisschen distanziert, geht aber gleichzeitig voller Empathie an die Geschichte und die Personen heran. Aus all seinen Reportagen hört man den Glauben an das Gute und Schöne heraus. Man hört seine Menschlichkeit. Das tut gut bei einem, der fast alles erlebt und ausprobiert hat.

Mit „Tiger fressen keine Yogis – Stories von unterwegs“ liegt eine Sammlung von Helge Timmerbergs besten Reportagen vor. Wenn der Autor dieser schillernden Reiseeindrücke mit einem genialen Sprecher wie Mathieu Carrière zusammenkommt, dann ist Langeweile ein Fremdwort. Vielleicht liegt es ein bisschen daran, dass Carrière sich selbst beeindruckt über die Stories dieses modernen Nomaden geäußert hat. Jedenfalls trifft er den richtigen Ton für die Reportagen über exotische Gefilde und andere Bewusstseinszustände. Egal, ob Timmerberg von den Reisen zu Gurus und Asketen in Indien, dem Besuch von Mutter Theresas Haus des Todes in Kalkutta, den Auswirkungen des Golfkriegs in Tel Aviv oder dem wahren Flamenco erzählt, es klingt immer authentisch. Es klingt nach seinem Credo „Catch the spirit“. Den Geist einer Kultur, einer Stadt oder eines Menschen erfassen – das liegt ihm im Blut.

Helge Timmerberg ist bereits heute eine Legende des Journalismus. Er veröffentlichte seine Reportagen in ziemlich allen Printmedien: Von Tempo, über Bunte, Die Zeit, Stern, Der Spiegel, Allegra oder das SZ-Magazin bis hin zum Playboy. Er war es, der in Deutschland den „New Journalism“ im Stile eines Hunter S. Thompson etablierte. Frei nach dem Motto: Als Reporter soll man den subjektiven Journalismus pflegen.

Für diese Dichte und Intensität der Stories passt Mathieu Carrières Stimme. Bereits mit 15 Jahren wurde er mit der Rolle des jungen Törless bekannt. Er studierte Philosophie und spielte erfolgreich am Pariser Nationaltheater. „Die flambierte Frau“ und die Darstellung von Egon Schiele sind Meilensteine seiner Karriere. Carrière, der als schwierig gilt, erhielt von der französischen Regierung die Auszeichnung „Ritter der Ehrenlegion“.

Trotz aller anderslautenden Meldungen: Es gibt noch immer Geheimnisse auf dieser Welt! Deshalb sind diese faszinierenden Geschichten und Abenteuer ein Muss!

Lesung der autorisierten Auswahl mit Musik, Spieldauer: ca. 190 Minuten, 3 CD.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Es ist in der Tat so, dass man beim Lesen anfängt, die guten Sätze zu unterstreichen, und bald ist die Hälfte des Buchs unterstrichen, und dann schaut man sich die restlichen Sätze an und stellt fest, dass die eigentlich auch sehr gut sind.« Süddeutsche Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Sind es wirklich (nur) Reiseberichte, wie Timmerberg uns im Untertitel ("Stories von unterwegs") zu signalisieren scheint? Ja. Und Nein.
Ja, weil wir als Leser mit ihm, dem vielgereisten Heimatlosen, in Winkeln dieser Welt Menschen begegnen und Begebenheiten erfahren, die wir nicht unbedingt ungefiltert selbst erleben wollten.
Nein, weil sich v.a. im letzten Drittel dieses Sammelbandes abgefahrener Stories der Schwerpunkt verschiebt: von Orten, an denen etwas erlebt wird, zu Themen, die an Orte geknüpft sind. Anders gesagt: geht es in den beiden ersten Dritteln v.a. um 'auf Reisen Erlebtes, Erfahrenes und Einsichten' daraus, 'verortet' Timmerberg - v.a. in den fünf 'Drogenkapiteln' des hinteren Drittels - grundlegende menschliche Befindlichkeiten, Wünsche, Obsessionen, Schwächen und Visionen an eher zufällig erscheinenden Orten, bevor er in der letzten Story von unterwegs der Frage nachgeht, wann für ihn selbst das Unterwegssein abgeschlossen sein wird, nein: abgeschlossen werden kann!
Neben jeder Menge amüsanter Einblicke - deren Erlebnisbasis man nun glauben oder gänzlich leugnen mag - enthalten (auch) diese 'Stories von unterwegs' ein paar tiefergehende Einsichten in existentielle Befindlichkeiten des 'Tieres: Mensch'. Ein echter Timmerberg halt.
P.S.: Natürlich ist der Autor ein 'eitler Fatzke', Eltern - oder andere 'Erziehungsberechtigte' - sollten seine Bücher auf keinen Fall unkommentiert Schutzbefohlenen empfehlen (könnte gehörig missverstanden werden!), ein bisweilen unerträglicher 'Macho und Schmock', ein Selbstbespiegler vor dem Herrn... All das, a u c h!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leergebrannt 17. August 2010
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Ziemlich hohler, aber von sich selbst grenzenlos begeisterter Loser" könnte man denken, wenn man den für sein Alter und das 2004 veröffentlichte Büchlein etwas zu gut erhaltenen (damals 52-jährigen!) Spät-Beatnik auf dem Patina-Titel anschaut. Wer aber - z.B. in google - aktuelle Fotos des Autors betrachtet, erkennt trotz Schminke und Ausleuchtung, dass dieser Mann sein Leben verlebt hat. Wo kommt er eigentlich her? Wikipedia informiert uns, dass es sich bei Helge Timmerberg um das Einzelkind einer Autobahn-Kellnerin und eines Fernfahrers handelt, einen schlechten Schüler, dem sein Vater durch ein Verhältnis mit der Rektorin gerade noch eine mittlere Reife besorgen konnte.

Nicht wirklich ein umwerfender Gesamteindruck. Aber nein - alles falsch, die Wahrheit erfahren wir auf dem Cover: Wir haben den besten Gegenwartsautor deutscher Sprache vor uns - stellt jedenfalls eine Sibylle Berg in Bild-Lettern auf der Buchrückseite fest. Was bietet uns dieser Super-Autor nun im vorliegenden Werk? Was erfahren wir dort über die Welt des Helge Timmerberg?

In der Titel-Story berichtet er von einer Levitation, mit der er sich dem Speiseplan eines auf Armlänge genahten Tigers entzieht. Ein wenig verblüfft, dass dies ohne Ironie und mit dem Anspruch der Wahrheit geschieht. Seinen High-Society-Status glaubt Timmerberg mit Geschichten davon belegen zu können, dass Illustrierten-Promis (sic!) sich mit ihm mal im gleichen Lokal aufgehalten haben. Wer hätte ihm das zugetraut? In anderen Stories bekommen wir - sozusagen als Bonus - noch einmal Witze mit Bart erzählt, an die man sich aber auch so gerne erinnert. Schließlich nimmt der Leser an einem Jodel-Kursus teil... Manche Stories sind sogar glaubwürdig. Insbesondere die immer wieder geschilderte Empfindungsarmut bei zahlreichen gescheiterten Experimenten mit Frauen...

Nein, Herr Timmerberg schreibt eigentlich nicht für Buchleser - sein Ziel-Publikum sind Illustrierten-"Leser". Daher auch die ultrakurzen Sätze, die spektakulären Themen und die Kürze der Stories. Illustrierten-Leser "lesen" nicht, sie "schauen mal drüber".

Von Simmel wissen wir, dass Illustrierten-Reporter gelegentlich zu viel Chivas Regal konsumieren, um ihre überhöhten Tantiemen wieder dem Markt zuzuführen. Nun, die Ingredenzien sind härter und teurer geworden. Die zahlreichen Drogenreports Helges von Kokain bis Viagra waren für mich, der ich mich da nie ran traute, daher durchaus von Interesse. Davon musste Timmerberg ja eine Menge verstehen. Aber wissen Sie was? Als ich endlich an seinen diversen Trips angelangt war, war ich irgendwie schon außerstande, diesem Blähton noch irgendein Wort zu glauben: nichts war es mit dem Sammeln von Erfahrungen.

Helge Timmerberg schreibt selbst ziemlich offen und einsichtig, dass Pseudo-Kreativität während Rauschgift-Trips wenig bringt, was nüchtern noch einen Wert besitzt. Dem kann man nach der Lektüre des Büchleins nur zustimmen. Eine Warnung an Eltern: Auf Heranwachsende könnte so ein Blender einen katastrophalen Einfluss ausüben. Ein Vorschlag an ihn selbst: Vielleicht sollte er sich doch lieber mit Sibylle in die Clownschule oder in die Praline-Redaktion zurück entziehen, statt "große Literatur" zu versuchen.

Dennoch bleibt ein gewisser Unterhaltungswert - wenn man auf Substanz und Gefühl verzichten kann. Dies bewahrt das größte Werk der Gegenwartsliteratur zumindest hier davor, bei der schlechtesten Wertung zu landen.

jury 2* A0264 6.12.2010eg 7 A
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64 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn Hippies nerven 13. September 2007
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Anfangs durchaus angetan bereitete mir die Lektüre mehr und mehr Verdruss. Zwei Beispiele. Zitat 1: "Nur Mütter sind richtige Frauen. Alle anderen sind Mädchen." Zitat 2: "Deutsche Männer sind schwach. Deutsche Frauen sind grausam. Alles dreht sich um Sex - nur ohne Sex." Plattitüden dieser Art fand man früher in Zeitgeist-Magazinen wie "Tempo", "Wiener" oder "Prinz", Zeitschriften, in denen Helge Timmerberg die meisten seiner Texte publiziert hat und die ich manchmal geliebt, meistens aber gehasst habe. Wegen genau dieser Art von Angeber-Sätzen. Klingt gut, klingt wichtig, ist aber ausgemachter Blödsinn. Und das ist mein Problem mit Timmerberg und diesem Buch.

Der Mann hat viel von der Welt gesehen, Respekt, dazu ausgiebig mit Drogen und Sex experimentiert, und das lässt er uns wissen, in jeder Story, in jedem Absatz. Ach, er findet sich so ganz anders als seine Landsleute, das verdeutlicht er uns mit einer Penetranz, die ich - sorry, Helge - schon wieder spießig finde. Was geht es uns ans, wenn Timmerberg in Amsterdam Pilze nimmt, in Marrakesch vergöttert wird für seine sexuellen Qualitäten, in Wien Viagra-beschwingte Liebe macht oder in Kuba sechs Stunden am Stück? Eben: Gar nichts.

Natürlich kann der Mann schreiben. Manchmal sogar richtig klasse, immer unterhaltsam. Ob ihn das zum "besten Schreiber in Deutschland" macht (Sibylle Berg), erlaube ich mir zu bezweifeln. Es gibt da mitunter Momente, die könnten magisch sein - Kalkutta, Andalusien, Tel Aviv - würde Timmerberg sie nicht konsequent mit diesem Pathos aufblähen. Da versteht er plötzlich, da öffnet er die Ohren oder das Herz, da wird er endlich "satt", da überfallen ihn die letzten Weisheiten. Ich persönlich bevorzuge, wenn es um Berichte aus der Dritten Welt geht, nüchterne Autoren wie Bartholomäus Grill oder Ryszard Kapuscinski. Die hören nämlich wirklich mal den anderen zu und nicht immer nur sich selbst. Auch wenn sie nicht so witzig schreiben.

Also: Die Berichte aus der Ferne sind amüsant und flott geschrieben, die Zeitgeist-Betrachtungen aus der Heimat sind unerträglich eitel. Der kiffende Bürgerschreck hat vielleicht vor 30 Jahren funktioniert. Auch die "Tempo" gibt es nicht mehr. Gut so.
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es wurde alles schon geschrieben. und alles ist richtig.
nur noch so viel.

ein echter klassiker.
ein wirklich sehr gutes buch. Lesen Sie weiter...
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