Das alljährliche Tiger Woods Update ist da, und es hat sich viel geändert. Was sich genau geändert, da hat gehe ich im Einzelnen darauf ein.
Gameplay:
Mit Tiger 13 führte EA eine völlig neue Schwung und Puttanzeige ein. Die dürfte anfangs vorallem bei Veteranen für Frustmomente sorgen. Ab sofort ist es beispielsweise möglich, das man überschwingt, so das der Ball deutlich weiterfliegt. Unterschwingt man stark fliegt der Ball mit unter extrem zu kurz. Auch die Puttanzeige wurde geändert, man muss nun, egal wie weit man vom Loch entfernt steht fast vollständig den Stick nach untenziehen. Dabei wird zwar keine gelbe Linie mehr angezeigt, man muss sich die gelbe Linie aber trotzdem denken da das Spiel registriert ob der Stick gerade oder krumm runtergezogen wurde. Eine minimale Abweichung kann da durchaus bedeuten, das der Ball nicht reingeht. Das alles ist jedoch übungsbedingt nach einiger Zeit an Eingewöhnung kein Problem mehr.
Online:
Der Onlinemodus ist massiv gekürzt worden, das Gamernet ist fast gänzlich verschwunden, lediglich Live Tournaments sind noch vorhanden. Neu hinzu kamen zwar die Country Clubs, die sind aber auch nur eine längst überfällige Kopie der hauseigenen Fussballclubs, die EA Sports bereits bei Fifa 11 eingeführt hat. Aber auch die Country Clubs sind eher eine halbgare Sache. Durch den Verbund mit anderen Spielern kann man einen Country Club per Statuspoints leveln, was letztendlich nur zum Ziel hat, das man nach ewigen Punktefarmen an Profi Live Tournaments teilnehmen kann, welche Casualplayern bezogen auf ihre Spielstärke eh verwehrt bleiben, da für diese Turniere die höchsten Schwierigkeitseinstellungen verwendet werden. Zumindest aber macht es Fun, sich mit den Spielern des eigenen Country Clubs zu messen, da für alles eine Statistik im Hintergrund mitläuft.
Singleplayer:
Der Presidents Cup wurde ersatzlos gestrichen.
Das Itemsystem wurde massiv umgekrempelt. Es zählen jetzt Items so gut wie gar nichts mehr, dafür kann man pro Runde Pins an seinen Patch anheften, die aber nach der einen Runde verbraucht werden, hierzu später mehr.
Das Levelsystem wurde auch massiv zusammengestrichen. Es existieren lediglich noch 6 Balken die von 35 auf 100 gebraucht werden mussen, fertig.
Der Karrieremodus ist genauso oberlächerlich wie in Tiger 12. Man muss 3 Amateur Turniere gewinnen, den Amateur Championscup gewinnen, einmal als Amateur bei dem Mastersturnier in Augusta teilnehmen, punkt, aus, fertig. Ab da spielt man nur noch in der PGA Tour. Letzes Jahr schrieb ich, das EA mit Tiger 12 ihren Zenit an Geldgier und Unverschämtheit erreicht haben dürfte, aber EA hat mich da eines besseren mit Tiger 13 gelehrt.
Es gibt mal wieder 5 Kurse PRO Saison, die man überspringen, oder kostenpflichtig über XboxLive downloaden muss. Insgesamt sind es dieses Jahr 16 Kurse für über 6000 Microsoftpoints, also immerhin um die 75Euro Zusatzkosten, wenn man alle Kurse haben will. Kurse, die man letztes Jahr gekauft hat, funktionieren EA logischer Weise nichtmehr. Dieses Jahr setzt EA aber eins drauf, um auf bestimmten Kursen spielen zu dürfen, muss man Tiger Coins dafür bezahlen. Diese Coins kann man mühsamst zusammenspielen, oder, EA logisch auch gegen Microsoftpoints kaufen. Erst wenn diese bestimmten Kurse auf Gold aufgelevelt sind, darf man seine eigenen Kurse dann ganz ohne Tiger Coins spielen.
Auch ein geheimer noch nie veröffentlichter Kurs ist im Spiel enthalten, der schaltet sich frei, bitte festhalten, wenn man 16 DLC!! Kurse auf Gold gelevelt hat. Natürlich das kaufen vorher nicht vergessen. :))
Die Course Mastery funktionieren ähnlich wie bei Tiger 12, nur hat es bei Tiger 13 weniger was mit Können den mehr mit Sitzfleisch zu tun, die Kurse auf Gold zu bringen. Beispiel für Gold: 60 Karriere GIRs, 90 Karriere FIRs, 100 Holes mit PAR oder besser abgeschlossen usw. Das übrigens für jede Bahn, bedeutet, das man, so man zb. alle DLC Kurse hat, 3200 Holes per PAR oder besser abschliessen muss, was ein bisschen dauern dürfte.
Die Tiger Legacy Challenge:
Die wurde mit Tiger 13 neu eingeführt, und man spielt in 57 Challenges das Leben von Tiger Woods nach. Von seinen Kleinkinderjahren bis hin in die Zukunft 2019. Mit diesen Challenges sind viele Archievements verbunden, und die stellen besonders für Anfänger eine schwere Hürde dar. Beispiele gefällig:
Hole in One
Hole in One
Hole in One
Make 8Under on 7 Holes
Make 4Under on 3 Holes
Spiele auf Augusta 15 den Ball durch Bäume und über Wasser und der Ball muss mit minimalen Abstand neben dem Flagstick liegenbleiben.
usw.
Für geübte Spieler stellen aber die Legacy Challenges eine willkommene Herausforderung dar. Mir jedenfalls machen sie Spass.
Die Pins:
Oben bin ich bereits darauf eingegangen. Pins kann man ähnlich wie bei Fifa12 die Fussballspieler per Packs gegen Tiger Coins kaufen. Damit kann man sowohl seinem eigenen Spieler wie auch allen anderen Spielern temporäre Boosts für eine Runde gewähren. Beispiele:
5fache Erfahrungspunkte für diese Runde
+20% to all Attributes
Reduce the Wind over 30%
+30% to all Driver Attributes
usw.
Pro Runde können immer maximal 3 Pins angebracht werden. Quasi ein cheaten gegen Microsoftpoints, da man beim normalen spielen ewig brauchen würde, um die benötigten Tiger Coins zusammenzubringen. Pro Pga Event bekommt man vielleicht 250 Tiger Coins, und manche Pin Packs kosten schon 15.000 Tiger Coins. Aber wer braucht diese Pins schon, ich bekomm den Ball auch so rein. ;)
Fazit:
Spielerisch und vom Spielspass ist Tiger 13 mal wieder absolut top. Die Geschäftspolitik von EA finde ich weniger top, die haben ihre Unverschämtheiten vom letzten Jahr sogar getopt, darum von mir nur 3 Punkte.