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Tiger Walk
 
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Tiger Walk

Robben FordMP3-Download
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Song Länge Preis    
Wiedergabe   1. In The Beginning 5:16 EUR 0,99
Wiedergabe   2. Ghosts 5:27 EUR 0,99
Wiedergabe   3. Freedom 6:43 EUR 0,99
Wiedergabe   4. Red Lady With Cello 5:00 EUR 0,99
Wiedergabe   5. Oasis 5:10 EUR 0,99
Wiedergabe   6. Just Like It Is 3:07 EUR 0,99
Wiedergabe   7. I Can't Stand The Rain 3:31 EUR 0,99
Wiedergabe   8. The Champ 5:12 EUR 0,99
Wiedergabe   9. Tiger Walk 5:19 EUR 0,99
Wiedergabe 10. Comin' Up 4:54 EUR 0,99
Wiedergabe 11. Don't Let The Sun Catch You Crying 8:38 Nur Album  
Wiedergabe 12. Chevrolet 5:46 EUR 0,99
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lobstück statt Loblied 15. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Allgemein wird Robben Ford als Blues-Gitarrist gehandelt. Auf seinem 1992er Album "Robben Ford and the Blue Line" spiegelt sich das neben dem Namen auch noch deutlich in Stücken wider, wie 'You Cut Me To The Bone' oder 'Tell Me I'm Your Man'. Sein 1995er Album führt den Blues zwar noch im Titel, "Handful Of Blues", aber der Blues wird schon deutlich weniger - aus dem Blues ist handfester Rock geworden. Dass Robben Ford ausserdem einen starken Bezug zum Jazz hat, sieht man nicht nur an seinen Gastspielen bei Miles Davis oder bei den 'Yellow Jackets' oder seinem eindeutigen Jazz-Album 'Blues Connotation' (aufgenommen 1992, herausgegeben 1996). Den Jazz-Bezug sieht man auch daran, dass Russell Ferrante von den 'Yellow Jackets' regelmässig bei den Robben Ford-Einspielungen dabei ist. Vor allem aber sieht man es auch an den Instrumental-Stücken, die immer auf den Blues-Alben sind. Nun, 1997 mit "Tiger Walk", erinnert auf den ersten Blick nichts mehr an Blues: die 'Blue Line' hat sich aufgelöst, das ganze Album besteht aus Instrumental-Stücken - und es ist kein einziger waschechter Blues zu hören. Robben Ford hat ein Album vorgelegt, das weder Blues noch Rock ist, weder Jazz noch eine formgerechte Form von 'Fusion'. Und es ist das beste, was Robben Ford bisher abgeliefert hat! Natürlich, alle diese Stilrichtungen spielen in seine Musik mit hinein. Aber stilecht ist das nicht. Das wird alle Puristen masslos stören. Freunde guter Musik stört das hingegen nicht. Auf diesem Album sind schnelle, rockige Stücke ebenso zu finden, wie langsame - und an Blues und Rock gemessen recht frei gestaltete - Stücke. Was Robben Ford hier macht, kommt aus dem weiten, oft durchschrittenen, aber immer noch überraschend schönen Land zwischen Blues, Rock und Jazz. Und es ist absolut erfrischend. Hier ist offenbar einer dabei, seine eigene Form zu finden. Interessanterweise muss sich das nicht unbedingt unangenehm anhören. Alles auf diesem Album ist angenehm hörbar und bietet doch genug Reichhaltiges zum Weiterhören. Dies ist Musik für alle, die Gefallen finden an gutem, handgemachten Rock und an guten Jazz-erfahrenen Instrumentalisten. Nicht stilecht? Aber sehr schön und gut! Übrigens, der Blues ist schon noch da: Was zu hören ist, klingt zuweilen nach Jazz, ist aber 'nur' eine Blues-Harmonie. Haben wir vergessen, was sich aus Blues so alles machen lässt?
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Format:Audio CD
...... ist das vorliegende Album "Tiger walk" von ROBBEN FORD, weil es mehr im Jazz- denn im Blues-Rock wildert, und (vor allem) er es sich verkneifen konnte zu singen. Das tut er nämlich ansonsten wenig überzeugend mit dünnem Stimmchen.
Nun hat Jazz-Rock für mich nicht mehr den gleichen Stellenwert, wie noch in der 70er und 80er Jahren. In den 70ern sog ich Künstler wie Kraan, Missus Beastly, Dave Grusin, Weather Report und die Pat Metheny Group quasi mit der Muttermilch auf - diese und andere Bands haben mich musikalisch sehr stark beeinflußt. In den 80ern half mir der Jazz-Rock über die dunkelsten Jahre der Rockmusik hinweg, denn außer SRV, anfangs noch den Dixie Dregs und einigen unverzagten Cracks befand sich der Rock in tiefsten Mainstream-Abgründen!!! Bis dann Anfang der 90er das unerträgliche Fahrstuhlgedudel eines Lee Ritenour oder der Rippingtons mir den Jazz-Rock nachhaltig vergällten.

ROBBEN FORD's "Tiger walk" hatte ich dann vor kurzem bei einer Auktion mehr oder weniger unfreiwillig ersteigert und wollte eigentlich vor dem Wiederverkauf nur 'mal ganz kurz 'reinhören.
Überraschung: das läßt sich doch recht gut an! Robben's Gitarre steht natürlich im Mittelpunkt, die er dann stilsicher, abwechselnd jazzig oder bluesy aber auch recht druckvoll rockend, einsetzt. Wie bereits angedeutet ist das Ganze gottseidank rein instrumental und auch die tiefen Streifzüge im Blues-Rock hat er diesmal unterlassen. Immer dann war er mir nämlich zu dicht in SRV's Fahrwasser und ihr wißt ja: "Es kann nur einen geben......!!".

Bärenstark, und volle 5 Sterne wert, sind folgende Tracks: der druckvoll-groovende Opener "In the beginning", das ruhig getragene "Freedom" mit einer gurgelnden Hammond, "I can't stand the rain" mit dezenten Brass-Einsätzen und der Titeltrack "Tiger walk" (man sieht förmlich den Tiger unruhig im Käfig umher streifen!).
Leider gibt es aber auch 3-Sterne-Tracks, die dann doch etwas in jazziges Gefrickel ausarten. Zwei Songs mußte ROBBEN FORD anscheinend doch noch unbedingt singen (die beiden Bonus-Live-Takes zu Ausklang des Albums), sodaß man sehr schön studieren kann, was ich eingangs mit dem dünnen Stimmchen meinte.
Somit halte ich ( allerdings nur knappe) 4-Gesamtsterne für eine sehr faire Bewertung, will aber anmerken, daß "Tiger walk" nicht unbedingt zwingend in eine Musik-Sammlung gehören muß.
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