"Tiger-Team", basierend auf der erfolgreichen Ratebuchreihe des Österreichers Thomas Brezina, ist ein durchaus gelung inszeniertes Kinderbandenabenteuer, dass zwar an phantastische Themen grenzt, aber nicht als reine Fantasy bezeichnet werden kann. Es geht um die Suche nach einem Elixier, dass Unsterblichkeit verleiht, die Auflösung der Geschichte ist zweideutig und man wird wohl nie erfahren, ob dieses Elixier tatsächlich magisch war oder nur ein Schwindel.
Der Film ist flott und actionreich inszeniert, wobei ganz sicherlich die eine oder andere Kampfszene in China sehr übertrieben dargestellt wurde. So sind die Kids "natürlich" ihren erwachsenen Gegner immer überlegen und voraus, was auch daran liegen mag, dass die "Bösewichte", allen voran die vollkommen überzogen aufspielende Iris Berben als Lady Q, nicht über das Klischee typischer Kinderfilm-Gegenspieler hinauskommen. Deshalb auch der Punkt Abzug, erwarte ich mir als Erwachsener doch etwas überzeugender gezeichnete Finsterlinge.
Die Kinderdarsteller machen ihre Sache sehr ordentlich, auch die Landschaftsaufnahmen in China sind durchaus gelungen, wenn auch nicht ganz so bombastisch eingefangen, wie im fast zeitgleich veröffentlichten "Karata Kid"-Remake. Insgesamt erinnert mich der Film an die skandinavische "Verlorene Schatz der Tempelritter"-Reihe, wenngleich "Tiger-Team" etwas professioneller und aufwendiger verfilmt wurde und mit einem durch und durch ordentlichen Set und aufwendigen Kostümen aufwarten kann.
"Tiger-Team" erreicht zwar nicht die Höhen der kongenialen "Vorstadtkrokodile"-Reihe, aber kann mit anderen Kinder- und Jugendproduktionen wie "Teufelskicker" durchaus mithalten. Ein großer Durchbruch an den Kinokassen war dem Film leider nicht beschieden, auch wenn es sich im Laufe des Sommers zum langlebigen Geheimtipp entwickelte.