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Im spanischen Asturien hat sich der archaische Klang des Dudelsacks nie vertreiben lassen. Die Asturier selbst erzählen als Begründung dafür, dass der Dudelsack bei ihnen überlebt hat, oft eine alte Geschichte, die ihre Dickköpfigkeit und Willensstärke demonstriert: Als im 18. Jahrhundert ein Bischof das Spielen von Dudelsäcken in Kirchen verbot, soll so lange kein Asturier mehr ein Gotteshaus besucht haben, bis der Bischof einlenkte. Der dadurch attraktiv gewordene Dudelsack begann erst im 20. Jahrhundert langsam auszusterben. Die Gaita galt schließlich nur noch als derbes Instrument der Betrunkenen.
Doch Jose Angel schaffte es, den Dudelsack wieder populär zu machen. Um die Gaita fit für moderne Anforderungen zu werden zu lassen, bastelte er jahrelang an der Weiterentwicklung. Zunächst wurde nur die Stimmung geändert, um das meist allein gespielte Instrument auch mit Gitarre oder Saxofon kombinieren zu können. Dann begann Hevia seinen Dudelsack mit elektronischen Tonabnehmern auszurüsten. Das hatte nicht nur zur Folge, dass nun keine Luft mehr zum Spielen erforderlich war, man konnte nun auch beispielsweise Flötenklänge elektrisch aus dem Instrument hervorzaubern. 1998 entstand damit das Album No man´s land -- "Niemandsland". Mit virtuosem Gaitaspiel, Schlagzeug, Folksängerinnen und Loops erklingt eine Musik, die sich irgendwo zwischen allen Stilrichtungen befindet. Geheimnisvoll, unbekannt, gleichzeitig aber auch eingängig und beruhigend. --Erika Habenicht
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