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Tiermythen und Fabeltiere
 
 
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Tiermythen und Fabeltiere [Sondereinband]

Yves Schumacher
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Sondereinband: 320 Seiten
  • Verlag: Edition Amalia (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3905581159
  • ISBN-13: 978-3905581157
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 407.601 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Sondereinband
Tiere in Mythen und Fabeln geben uns den Zugang zum Verständnis unserer Geschichte und unseres Verhaltens gegenüber der Natur. Nicht die Geschichte der letzten 500 Jahre ist zentrales Thema, denn dieser Zeitabschnitt war bereits vollkommen christianisiert. Wichtig ist der Zeitabschnitt vor der Christianisierung Europas, obwohl schon mit dem Einfall der Römer eine Verfremdung und Veränderung des Umgangs mit den Tieren eingesetzt hat, welches sich auch in den Überlieferungen und Mythen niederschlug. Jede Macht drückt der Geschichte und den Überlieferungen ihren Stempel auf, doch an die Wurzeln zurückzukehren ist wichtiger denn je, den hier weilt unser Herz und unser Verständnis. Im Umgang mit Tieren zeigt sich der wahre Charakter der Menschen, ihm selbst als vernunftbegabtes Tier obliegt es, seiner Intelligenz gerecht zu werden und nicht die Welt und alles um sich herum zu verschlingen.
Im Buch „Tiermythen und Fabeltiere" gelingt es dem Autoren für den Großraum der Schweiz eine außergewöhnliche Sammlung an Mythen und Überlieferungen zusammen zu stellen, von beispielsweise Bärenmenschen, Hundeheiligen, Werwölfen und Drachen. Ein gleichermaßen bewundernswertes und außergewöhnliches Buch, mit teils drastischen und erschreckenden Details über den menschlichen Umgang mit Tieren, sobald der Mensch den Bezug zur Natur verliert.

Yves Schumacher hat sich in seinem Buch „Tiermythen und Fabeltiere" sehr viel Arbeit gemacht, für seinen „Großraum Schweiz" innerhalb der Mythen, Fabeln und Überlieferungen bis an die Grenze des Nachweisbaren zu gehen. Keltische und germanische Einflüsse hat er ebensowenig außer acht gelassen, wie er Verfremdungen durch überlagernde Religionen versuchte zu kompensieren. Mit dem vorliegenden Werk ist eine bis dahin nicht erreichte Konzentration entstanden, welche einen geschichtlich wichtigen Aspekt innerhalb des Werden des Menschen zeigt. Wer seine Geschichte nicht kennt, mag vergessen und bedeutungslos sein, und die Geschichte des Menschen reicht weit zurück, weit über 100.000 Jahre, wovon er die meiste Zeit eng mit der Natur und den Tieren zusammen gelebt hat.
Der Autor beschreibt sehr ausführlich das Phänomen des Bärenkults und der letztendlich physischen Vernichtung der Bären. Er streift die gesamte einheimische Tierwelt, beispielsweise vom Fuchs über den Biber, der Hund, den Wolf, den Adler bis zum Fisch. Mythologische Tiere werden ebenso behandelt, wie beispielsweise den Werwolf und den Löwenmenschen, wie der Autor auf griechische, römische und keltische Quellen eingeht. Die hier zusammengetragene thematische Vielfalt ist so breit, das ohne weiteres Tiermasken ebenso, wie auch Einflüsse in christliche Gebräuche Erwähnung finden.
Die Sachlichkeit von Yves Schumacher hat mir insbesondere Freude gemacht, da es doch oft schwer ist den Ursprung zurück zu verfolgen beziehungsweise Mythen korrekt und klar wieder zu geben ohne ins fabulieren zu kommen oder es allzu religiös zu verbrämen. „Tiermythen und Fabeltiere" ist ein unverzichtbares Buch, wenn es darum geht sich mit der Kulturgeschichte Alteuropas auseinander zu setzen. Es ist ein Buch, welches um ein besseres Verständnis für Tiere wirbt und was dem Menschen einen Teil seiner Wurzeln zurückgeben kann, wenn man denn dem Autoren zuhören mag.

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